| Home | Impressum | Sitemap | KIT
Portrait Monika Landgraf
Leiterin Gesamt-kommunikation, Pressesprecherin
Monika Landgraf

Tel: +49 721 608-47414
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail

Besucheranschrift:

Karlsruher Institut für Technologie

Gesamtkommunikation

Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe

Campusplan

Demokratie neu gedacht: KIT testet innovatives Wahlverfahren

Demokratie neu gedacht: KIT testet innovatives Wahlverfahren
Autor:

Martin Heidelberger, Sandra Wiebe

Quelle:

Pressestelle des KIT

Datum: 20.09.2017

Am Sonntag wählen Bürgerinnen und Bürger den neuen Bundestag. Eine Forschungsgruppe hat herausgefunden, dass Wähler bei Bundestagswahlen ihre Stimmen häufig entgegen ihren eigenen Interessen vergeben. Deshalb haben die Wissenschaftler ein innovatives Wahlverfahren getestet, um den Wählerwillen besser abzubilden. „Wir schlagen eine „Drittstimme“ vor, um der Frustration am tatsächlichen politischen Handeln der Repräsentanten entgegenzuwirken. Statt direkt zu wählen, beantwortet der Wähler dabei programmatische Fragen, die zuvor von den Parteien formuliert und beantwortet wurden“, sagt Andranik Melik-Tangyan vom Institut für Volkswirtschaftslehre des KIT. Der Fragekatalog berücksichtigt dabei nach einem mathematischen Modell möglichst stark voneinander abweichende Standpunkte zwischen den Parteien. Statt wie bei Wahlen üblich nur die Anzahl der Stimmen für eine Partei zu berücksichtigen, basieren die Ergebnisse zum einen auf dem Gesamtdurchschnitt (Popularität) der Zustimmung zu den Parteipositionen sowie der Frequenz dieser Zustimmung bei den einzelnen Fragen (Universalität). Das Ergebnis eines Praxistests bei den diesjährigen Wahlen zum Studierendenparlament am KIT zeigt nun, dass so die Meinungen und Wünsche der Wählerschaft tatsächlich besser repräsentiert werden könnten. Die Größe der in Parlamenten vertretenen Fraktionen würde sich angleichen und die Bildung von Koalitionen bzw. regierungsfähigen Mehrheiten würde erleichtert.

Probanden gesucht: Technikakzeptanz bei Menschen mit Demenz

Heilbar ist Demenz bislang noch nicht, aber neue Technologien könnten Betroffene im Alltag unterstützen. Allerdings müssen diese die technischen Hilfsmittel auch annehmen und nutzen können. „Ob und wie sich die eigene Lebensgeschichte darauf auswirkt, ob ein Mensch mit Demenz Technik akzeptiert, welche Kriterien die Akzeptanz beeinflussen und ob sich diese mit der Demenz verändert, möchte ich in meiner Doktorarbeit untersuchen“, sagt Nora Weinberger, Mitarbeiterin am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT. So könne ein technikaffiner Mensch durch die Krankheit seinen Bezug zur Technik verlieren oder sie gar als Belastung ansehen. Demenzbetroffene könnten technische Geräte aber auch als Überstützung empfinden, indem sie ihnen helfen, ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Bisher wurden Betroffene aber noch nicht systematisch hierzu befragt. In einem knapp einstündigen Gespräch möchte Weinberger – im Sinne „Nichts über uns, ohne uns“ – mehr über die Meinung und Erfahrungen von Menschen mit Demenz erfahren. Dafür sucht die Wissenschaftlerin Freiwillige mit der Diagnose Demenz, gleich welchen Alters. Weitere Informationen und Anmeldung: Nora Weinberger, Tel.: 0721 / 608-23972, E-Mail: nora.weinberger@kit.edu, http://www.itas.kit.edu/downloads/mitarbeiter/mitarbeiter_weinberger_nora_interviewpartner_gesucht.pdf