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Geld oder Geschenke: Was motiviert?

Geld oder Geschenke: Was motiviert?
Autor:

Margarete Lehné, Dr. Sibylle Orgeldinger, Lilith Paul

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 28.03.2013

Experiment Deutscher und Schweizer Wissenschaftler zur Produktivität

Geld oder Geschenke – wodurch fühlen sich Beschäftigte stärker motiviert? Dieser Frage widmete sich ein Experiment deutscher und Schweizer Wirtschaftswissenschaftler unter Beteiligung des KIT.  „Unsere Versuchsreihe zeigt, dass Geschenke die Produktivität der Beschäftigten um bis zu 25 Prozent steigern, während Geld im gleichen Wert kaum eine Veränderung bewirkt“, sagt Clemens Puppe, Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre des KIT. „Vor die Wahl gestellt, entscheiden sich Beschäftigte allerdings für das Geld und arbeiten trotzdem effektiver.“ Dieses Ergebnis passe zu der Annahme, dass auch schon Gedanke eines Arbeitgebers, etwas schenken zu wollen, sowie die Präsentation des Geschenkes zählen. Der Abschlussversuch zeigte denn auch: Geldmännchen aus zu Hemden gefalteten Fünf-Euro-Scheinen und mit lachenden Gesichtern auf Zwei-Euro-Münzen erzielten die höchste Produktivitätssteigerung.

Schwerpunktprogramm

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet 13 neue Schwerpunktprogramme ein, die in den kommenden Jahren grundlegende wissenschaftliche Fragen untersuchen. Die DFG hat dafür auch das KIT-Konzept „Intrinsische Hybridverbunde für Leichtbautragstrukturen – Grundlagen der Fertigung, Charakterisierung und Auslegung“ ausgewählt. Vor dem Hintergrund von Energie- und Ressourceneinsparung geht es dabei  darum, künftigen in Bauteilen mehrere unterschiedliche metallische und faserbasierte Werkstoffe zusammenzubringen, um die Systemeffizienz im Leichtbau zu steigern. Koordinator wird Jürgen Fleischer sein, Institutsleiter für Maschinen, Anlagen und Prozessautomatisierung am Institut für Produktionstechnik des KIT. Nach der Begutachtung wird die DFG die neuen Schwerpunktprogramme, die sechs Jahre laufen, ab 2014 fördern. Dafür stellt sie 64 Millionen Euro zur Verfügung.

Neuer Professor

Sebastian Schmidtlein hat die Professur für Physische Geographie und Geoökologie am KIT-Institut für Geographie und Geoökologie (IFGG) übernommen. Zuvor war Schmidtlein Professor für Vegetationsgeographie an der Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte am KIT sind Vegetationsmonitoring sowie die Modellierung von Ökosystemen. „Wer die Reaktionen der Ökosysteme auf Umweltveränderungen versteht, kann dazu beitragen, Ökosystemleistungen für die Zukunft zu erhalten und auch die Landnutzung nachhaltiger zu gestalten“, sagt Schmidtlein, der auch zur Zukunft der Biodiversität forscht. Mit der Berufung Schmidtleins stärkt das Institut für Geographie und Geoökologie den Bereich Umweltforschung am KIT.

Wolkenforschung

Wolken bestehen aus unzähligen kleinen Wassertröpfchen und Eispartikeln. Die räumliche Struktur von Wolken sowie die Zusammensetzung der festen Partikel, die Kern jedes einzelnen Tröpfchens sind, untersucht das Forschungsprojekt „Wolken- und Niederschlagsprozesse im Klimasystem“,  an dem das KIT beteiligt ist. Ziel ist es, Wetter- und Klimamodelle deutlich zu verbessern. Auf einer Fläche von 100 Quadratkilometern und bis in 10 Kilometer Höhe startet von April bis Juli um das Forschungszentrum Jülich die Messkampagne „HOPE“. Zu den dabei eingesetzten Fernerkundungsinstrumenten zählt der „KITcube“, der unter anderem über Radargeräte sowie Wettersonden verfügt. Damit erfassen die Wissenschaftler des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung des KIT die gesamte Prozesskette von der Verdunstung des Wassers am Boden über die Entwicklung und Verteilung der Feuchte in der Atmosphäre bis hin zur Wolken- und Niederschlagsbildung.