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Neuseeland: Bodenverhältnisse und Vegetation

Neuseeland: Bodenverhältnisse und Vegetation
Autor:

Margarete Lehné, Sibylle Orgeldinger

Quelle: PKM - Presse
Datum: 26.10.2016

Wie wirkt sich die langfristige Entwicklung von Böden auf die Pflanzenwelt aus? Dieser Frage geht Sebastian Schmidtlein, Professor an Institut für Geographie und Geoökologie des KIT, in einem neuen Projekt in Neuseeland nach. Schmidtlein und seine Kooperationspartnerinnen vom Landcare Research New Zealand in Lincoln verwenden Methoden und Daten der Fernerkundung, vor allem mit Satelliten und Drohnen, um an Standorten mit unterschiedlich entwickelten Böden Blattmerkmale aufzunehmen. „Neuseeland bietet für diese Art von Untersuchungen besonders gute Voraussetzungen, da sich in dortigen Gletschervorländern relativ ungestörte Abfolgen unterschiedlich entwickelter Böden und Vegetation finden lassen“, erklärt Sebastian Schmidtlein. Die Ergebnisse der Studie sollen später dazu dienen, flächendeckend von aus Fernerkundung gewonnenen Vegetationsdaten auf die Bodenverhältnisse rückzuschließen. Überdies sind neue Einsichten in die räumliche Verteilung von Ökosystemfunktionen naturnaher Waldbestände zu erwarten. Diese wiederum können als Grundlage für Managementplanungen sowie die Folgenabschätzung bei Landnutzungsänderungen dienen. Gefördert wird das Projekt über eine Auszeichnung für Sebastian Schmidtlein: den Julius von Haast Fellowship Award. Die Royal Society of New Zealand würdigt mit diesem Preis seit 2004 jährlich einen deutschen Wissenschaftler mit internationalem Ruf.

Modulbaukasten zur Automatisierung

Das Karlsruher Start-up robodev, das dieses Jahr aus dem KIT hervorgegangen ist, bietet ein branchenunabhängiges System zur Montage von Kleinteilen, wie Schalen für Netzteile oder Zulieferteile für Armaturenbretter oder für die Laborautomation: Die drei Gründer haben einen Modulbaukasten zur Automatisierung von Kleinserien in der Montage entwickelt, der Hard- und Software von robodev enthält sowie Geräte von Drittanbietern ansteuern kann. Zu dem Baukasten gehören standardisierte Einzelmodule, wie Bewegungs-, Greif- und Stereokamerasysteme. Sie lassen sich flexibel miteinander kombinieren und einfach montieren. Ein Hybridkabel vernetzt alle Module und ermöglicht die Software-Anbindung. Auf einer lokalen Website erscheint daraufhin die Anlage in ihrer Struktur. Nun muss der Anwender nur noch Verknüpfungen bilden und Montageabläufe definieren. Programmkenntnisse benötigt er dafür nicht. Der Modulbaukasten soll Ende des Jahres in die Serienproduktion gehen. Nur sechs Monate nach seiner Gründung hat robodev nun eine renommierte Auszeichnung erhalten: Das Start-up gehört zu den Gewinnern der Gründerinitiative WECONOMY 2016, getragen von der Wissensfabrik, einer Plattform von mehr als 120 Unternehmen und Stiftungen in Deutschland, sowie Handelsblatt und UnternehmerTUM. Die Gewinner erhalten ein Jahr lang hochkarätige Unterstützung bei der Verwirklichung oder Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee.

„Entroposcope“ spürt IT-Sicherheitslücken auf

Kryptografie, also das „verschlüsselte Schreiben“, ist ein Grundpfeiler der sicheren Kommunikation in der IT-Gesellschaft. Kryptografische Verfahren sorgen etwa dafür, dass E-Mails und Messages sicher vom Sender zum Empfänger gelangen. „Solche Verfahren arbeiten mit Zufallszahlen aus speziellen Generatoren. Beim Programmieren dieser Pseudozufallsgeneratoren, kurz PRNG (vom englischen Pseudo-random Number Generators), passieren aber leicht Fehler. Einzig etablierte Maßnahme zur Qualitätssicherung ist es, den Programmiercode von Hand zu kontrollieren“, sagt Felix Dörre, Informatik-Masterstudent am KIT. Er hat in seiner Bachelorarbeit ein Verfahren entwickelt, das automatisiert Fehler in PRNGs aufspüren kann. Gemeinsam mit Vladimir Klebanov, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Forschungsgruppe Anwendungsorientierte Formale Verifikation am KIT, hat er es in die Praxis umgesetzt: Mit ihrem Software-Tool „Entroposcope“ haben die beiden Informatiker bereits Fehler in etablierten kryptographischen Diensten entdeckt, unter anderem in einer Kryptobibliothek der häufig genutzten Verschlüsselungssoftware GnuPG. Den Fehler konnte der Anbieter inzwischen mit einer neuen Version der Software ausräumen. „Der Fehler befand sich bereits seit 18 Jahren im Code, auch mehrere externe Begutachtungen hatten ihn nicht entdeckt. Dies zeigt, dass unser System funktioniert und die Qualitätssicherung der PRNGs deutlich verbessern kann“, so Vladimir Klebanov. Ihre Methode und das Tool stellen Dörre und Klebanov nun auf der Konferenz „Computer and Communication Security (CCS)“ in Wien vor, die weltweit zu den wichtigsten wissenschaftlichen Konferenzen im Bereich der IT-Sicherheit zählt.

Lecker und nachhaltig snacken: Team des KIT gewinnt europäischen Wettbewerb

Zitrone, Erdbeer oder Apfel? In diesen drei Geschmacksrichtungen gibt es den essbaren Trinkhalm, den sechs Studentinnen und Studenten der Lebensmittelverfahrenstechnik am KIT entwickelt haben. Anders als herkömmliche Plastik-Trinkhalme besteht er aus Trester, also den festen Bestandteilen, die beim Auspressen von Fruchtsaft übrig bleiben. „Trester enthält viele Vitamine und Ballaststoffe und ist damit auch eine gesunde Knabberei“, sagt Heike Schuchmann, Professorin am Institut für Bio- und Lebensmitteltechnik des KIT, die das Team zusammen mit zwei Mitarbeitern unterstützt hat. „Nachhaltig ist der Trinkhalm dabei nicht nur, weil er beim Einsparen von Plastik hilft, sondern auch weil er das ‚Nebenprodukt‘ Trester, das bei der Apfelsaftherstellung anfällt, zu einem wertvollen Rohstoff aufwertet. Man nennt das auch ‚Upcycling‘“, so Schuchmann. Mit der Idee des gleichermaßen leckeren wie nachhaltigen Trinkhalms „eatapple“ haben die Studentinnen und Studenten nun beim europäischen Wettbewerb ECOTROPHELIA den Sonderpreis für das innovativste Produkt gewonnen. Bei dem seit 2008 jährlich stattfindenden Wettbewerb treten Studententeams aus ganzEuropa an und entwickeln Lebensmittelprodukte mit einem ökologischen Mehrwert. Im Frühsommer war die Karlsruher Gruppe bereits beim nationalen Ideenwettbewerb TROPHELIA erfolgreich.

Vortrag über den Weg ins digitale Zeitalter

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Hewlett-Packard Deutschland, J. Menno Harms, spricht im Rahmen der Heinrich-Hertz-Gastprofessur 2016 über „Führung auf dem Weg ins digitale Zeitalter – Anspruch und Wirklichkeit“. In dem öffentlichen Vortrag am Donnerstag, 3. November, um 17.30 Uhr im Tulla-Hörsaal am Campus Süd des KIT (Gebäude 11.40, Englerstraße 11 in Karlsruhe) widmet sich Harms den durch die Digitalisierung bedingten Veränderungen in Unternehmen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Er legt die Ansprüche der digitalen Welt an Führung und Führungskulturen dar und vergleicht sie kritisch mit der betrieblichen Wirklichkeit. – Mit der Heinrich-Hertz-Gastprofessur ehren die Karlsruher Universitätsgesellschaft (KUG) und das KIT herausragende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur für ihre Leistungen und Beiträge in Forschung und Gesellschaft.

Technik und Recht – Nanotechnologie

„Nanotechnologie – Neuer Wein in alten Schläuchen?“ ist das Thema der Tagung „Karlsruher Dialog Technik und Recht 2016“ am Donnerstag, 3. November, ab 9 Uhr im Novotel Karlsruhe City. Die Tagung richtet sich sowohl an Juristen wie an Anwender aus technischen Disziplinen. Ziel ist, die Nanotechnologie aus den Perspektiven verschiedener Wissenschaften sowie aus der Praxis von Unternehmen und Patentämtern zu beleuchten. So stellt die Nanotechnologie das Patentrecht vor verschiedene Fragen – etwa, ob die Verkleinerung wegen neuartiger Eigenschaften einen neuen und erfinderischen Gegenstand hervorbringt oder ob an ihre Anmeldung nur die gleichen Anforderungen wie bei anderen Erfindungen zu erfüllen sind. Veranstalter der Tagung „Karlsruher Dialog Technik und Recht“ ist die Forschungsgruppe Patentrecht am Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft des KIT. Informationen und Link zur Anmeldung unter www.karlsruher-dialog.de