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Was Tropfsteine über das Klima verraten

Was Tropfsteine über das Klima verraten
Autor:

Margarete Lehné, Sibylle Orgeldinger

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 30.11.2016

Extreme Umweltereignisse, wie lange Dürren oder schwere Überflutungen, wirken sich auf eine Gesellschaft aus, führen schlimmstenfalls zu ihrem Zusammenbruch oder aber stärken die Gemeinschaft. In dem Kooperationsprojekt „CheckExtrema“ ziehen Forscher des KIT und der Universität Heidelberg Stalagmiten, das heißt vom Boden in die Höhe wachsende Tropfsteine, als geologische Klimaarchive heran. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vergleichen sie mit Aufzeichnungen aus historischen Archiven. „Beim Wachsen der Stalagmiten ändert sich der chemische Aufbau mit den Umweltbedingungen“, erklärt Thomas Neumann vom Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT, der das Projekt von Karlsruher Seite aus leitet. Stalagmiten sind genau datierbar, nämlich auf rund zehn Jahre. Die Datierung geschieht über die Zerfallsrate des Urans, das beim Wachsen des Tropfsteins aus der Umwelt eingelagert wird. Nach der Altersbestimmung ermitteln die Forscher die Wachstumsrate und analysieren die chemische und isotopische Zusammensetzung der Stalagmiten. So lässt die Zusammensetzung verschiedener Sauerstoff-Isotope auf die Niederschlagsmenge zum Zeitpunkt der Tropfsteinbildung schließen. Gab es ein Hochwasser, wurden danach häufig Bautätigkeiten erforderlich, die wiederum in historischen Dokumenten festgehalten sind. Das Projekt „CheckExtrema“ konzentriert sich auf Tropfsteinhöhlen in Franken und vergleicht die Untersuchungsergebnisse mit Ratsprotokollen aus dem Nürnberger Stadtrat. Sobald die Wissenschaftler genau ermittelt haben, welche Stalagmiten-Signaturen auf welche Extremereignisse zurückzuführen sind, können sie dann viel weiter in der Zeit zurückgehen und Ereignisse vor Tausenden von Jahren aufspüren, über die es keine schriftlichen Überlieferungen gibt.

Ausstellung „Enzyklopädien. Erzählen. Wissen.“

Das Wissen der Menschheit, aber auch ihre Mythen festzuhalten – das war bereits Jahrtausende vor Internet und „Wikipedia“ der Sinn von Büchern und Enzyklopädien. So sollte etwa in der Antike die Bibliothek im ägyptischen Alexandria von jedem Buch der Welt eine Abschrift aufbewahren. Seit dem Mittelalter entstanden dann Werke, die beides kombinierten und Wissen in Erzählungen integrieren oder erzählerisch aufbereiten. Am KIT forscht dazu die Abteilung Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung des Instituts für Germanistik. Gemeinsam mit der KIT-Bibliothek zeigt sie in einer Ausstellung Bücher, die auch den fließenden Übergang zwischen reinem Wissensspeicher und erzählerischer Verarbeitung veranschaulichen. Zu sehen sind Enzyklopädien, Fachbücher und Bücher mit enzyklopädischen Erzählungen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Neben Faksimilia einschlägiger Werke wie der Lutherbibel aus dem Jahr 1534 zeigt die Sammlung auch die ältesten Bücher der KIT-Bibliothek im Original: die ersten beiden illustrierten Ausgaben von De architectura libri decem von Vitruv, des einzigen aus der Antike erhaltenen Werks über Architektur, erschienen 1511 in Venedig und 1513 in Florenz. Die Ausstellung „Enzyklopädien. Erzählen. Wissen.“ ist ab 7. Dezember im Foyer der Bibliothek am Campus Süd des KIT, Straße am Forum 2, für Personen mit gültigem Bibliotheksausweis rund um die Uhr, für alle anderen montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 12.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Indonesischer Abend

Die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) Karlsruhe veranstaltet am Samstag, 17. Dezember, um 18.30 Uhr einen „Indonesischen Abend“ im Saal des Karl-Rahner-Hauses (Hirschstraße 103 in Karlsruhe). Dabei lernen die Besucher einige der 34 Provinzen Indonesiens in ihren traditionellen Kulturen kennen. An einen gemeinsamen Gottesdienst schließt sich ein buntes Programm mit Tänzen, Liedern und Musik von traditionellen Instrumenten an.