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„Land der Ideen“: Big Data-Projekt des ITAS ausgezeichnet

„Land der Ideen“: Big Data-Projekt des ITAS ausgezeichnet
Autor:

Sarah Werner

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 13.07.2016

Vernetzte Maschinen, Geräte oder Menschen, die zunehmende Digitalisierung zeigt sich in immer mehr Bereichen der Gesellschaft. Dies führt zu einer immer größer werdenden Datenmenge, die Wissenschaftseinrichtungen und Unternehmen, aber auch Bürgerinnen und Bürger verarbeiten und aufbereiten müssen. Was das für den Einzelnen bedeutet, untersucht das Institut für Technikfolgenabschätzung (ITAS) des KIT zusammen mit der Universität Münster und weiteren Partnern in dem Projekt ABIDA – Assessing Big Data. Dieses zielt auf einen Wissensaustausch zwischen verschiedenen Disziplinen wie Ethik, Soziologie, Ökonomie oder Rechts- und Politikwissenschaften, um gemeinsam Big Data zu bewerten, künftige Entwicklungen abzuschätzen und Handlungsoptionen zu erarbeiten. „Wir bringen vor allem unsere langjährige Erfahrung mit Instrumenten der Technikfolgenabschätzung ein, wie etwa Monitoring, Vertiefungsstudien, Expertenworkshops und Fokusgruppen“, sagt Projektkoordinator Reinhard Heil vom ITAS. Ein wichtiger Aspekt von ABIDA ist dabei die enge Einbindung der Bürger: In Konferenzen und Umfragen sollen diese darstellen, was sie über Big Data denken und wissen, oder welche Befürchtungen und Möglichkeiten sie mit der Technologie verbinden. Für den Ansatz, die Auswirkungen über Disziplingrenzen hinweg und gemeinsam mit Bürgern zu untersuchen, zeichnet die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ABIDA als „Ausgezeichneten Ort“ aus. Mit dem Wettbewerb wollen Bundesregierung und der Bundesverband der Deutschen Industrie Menschen eine Plattform geben, um Ideen umzusetzen, die den Standort Deutschland präsentieren und verbessern. Weitere Informationen zu ABIDA unter: www.itas.kit.edu/projekte_grun15_abida.php. 

Studierende des KIT untersuchen die Entwicklung des Tourismus auf Sri Lanka

Sie gilt als „Perle des Indischen Ozeans“: Die Insel Sri Lanka, südlich von Indien, die vor allem für ihren Ceylon-Tee bekannt ist. Von 1983 bis 2009 herrschte im Norden und Osten des Landes Bürgerkrieg, der sich besonders auf den Tourismus auswirkte, wie 24 Geographie- und Geoökologie-Studierende des KIT während einer achtzehntägigen Exkursion herausfanden: Im Frühjahr befragten sie an der Ost- und Südwestküste Sri Lankas nationale und internationale Touristen zu ihren Eindrücken, um so die aktuelle Lage des Tourismus zu erheben. „Während die nördlichen und östlichen Gebiete gesperrt waren, war der Süden des Landes auch während des Konflikts zugänglich“, sagt Florian Hogewind, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie und Geoökologie, der die Studierenden auf der Exkursion begleitete. Dies zeige sich auch in den Befragungen: „Der Süden ist als etablierte Touristenregion sehr gut ausgebaut, dementsprechend finden sich hier vor allem ‚Aktionsurlauber‘, die auf Rundreisen die Region erkunden“, so Hogewind. „Im Osten sind Infrastruktur und touristische Attraktionen noch im Aufbau, daher ist die Region vor allem bei Strandurlaubern beliebt, die sich hauptsächlich an einem Ort aufhalten.“
Während der Exkursion informierten sich die Studierenden auch über die Geschichte, Kultur und Wirtschaft Sri Lankas. So besuchten sie unter Anderem Dörfer, die sich auf den Verkauf von Cashewnüssen oder Rattan-Produkten spezialisierten oder Plantagen, auf denen Tee, Zimt, Pfeffer, Kokosnüsse oder Kautschuk angebaut werden. Um sich einen Überblick über die Erhaltung und Entwicklung der Städte Kandy und Galle zu verschaffen, fertigten die angehenden Geowissenschaftler Kartierungen an. An den Universitäten in Kandy und Colombo besuchten sie einige Vorlesungen und konnten sich im Anschluss mit den Referenten und den einheimischen Studenten über zukünftige Stadtentwicklungsstrategien, die Geschichte und die wirtschaftliche Lage Sri Lankas austauschen.