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Entscheidungen und Zukunft: TEDxKIT-Premiere ausverkauft

Entscheidungen und Zukunft: TEDxKIT-Premiere ausverkauft
Autor:

Sarah Werner

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 08.06.2016

Bei TEDxKIT 2016, der ersten Karlsruher Ausgabe der internationalen Reihe, drehte sich Anfang Juni alles um „Decisions and future“: Von Bauchgefühl über Internetrecherche bis Pro-und-Contra-Liste gibt es viele Möglichkeiten, Entscheidungen zu treffen. Über ihre kreativen, innovativen, mutigen, entschlossenen und weiteren Wege, sich mit Entscheidungen und Zukunft auseinanderzusetzen sprachen acht Karlsruher Expertinnen und Experten aus der Kunst- und Kulturszene genauso wie aus der Wissenschaft.
Moderator Markus Brock führte durch die Veranstaltung, deren Themen von der Ausstellungs- und Filmfestivalplanung über Entscheidungen im Zeitalter der Digitalisierung, in Krisensituationen oder Hilfsprojekten, in einer komplexen oder unsicheren Welt bis hin zu der Frage reichte, ob wir immer auswählen, was wir uns wünschen. Beim Karlsruher Publikum war TEDxKIT schon vor dem Auftakt gefragt: Die 100 Tickets – bei der ersten Auflage ist die Besucherzahl beschränkt – waren Mitte April in nur 36 Stunden ausverkauft.

TEDx ist ein Programm lokaler, selbstorganisierter Veranstaltungen, die Menschen zusammenbringen, um Erfahrungen, ähnlich wie bei einer TED-Veranstaltung, zu teilen. TED ist eine Non-Profit-Organisation, die sich Ideen widmet, die sich zu verbreiten lohnen: meist in Form kurzer, eindrucksvoller Vorträge von führenden Denkern und Machern. Viele davon werden bei der jährlichen TED-Konferenz im kanadischen Vancouver gehalten. Unter den bisherigen TED-Speakern sind etwa Bill Gates, Jane Goodall, Elizabeth Gilbert, Sir Richard Branson und Philippe Starck.

Mehr Informationen zu den Referentinnen und Referenten sowie ihren Vorträgen:
www.tedxkit.de

Digitalen Wandel der Gesellschaft erforschen

Wie wird der digitale Wandel Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verändern? Antworten auf diese Frage soll bald das Deutsche Internet-Institut liefern. Zur Ausgestaltung eines Konzepts für dieses Institut hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun nach der ersten Auswahlrunde das KIT und vier weitere Konsortien aufgefordert. „Den digitalen Wandel zu gestalten, ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit“, sagt der Präsident des KIT, Holger Hanselka. „Smart Grid, Industrie 4.0 und autonomes Fahren sind zentrale Forschungsthemen des KIT. Dabei geht es nicht nur um die Technik, sondern auch um die nicht-technischen Folgen des Wandels, damit diese frühzeitig in Innovationsprozesse einfließen“. Mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse verfüge das KIT über eine international sichtbare Einrichtung, welche durch geistes- und sozialwissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Forschung optimal ergänzt werde. „Wir freuen uns, dass wir in der ersten Auswahlrunde für das Deutsche Internet-Institut erfolgreich waren, um nun für die finale Entscheidung ein ausführliches Konzept einzureichen.“

Um die Folgen der Digitalisierung abschätzen zu können und deren Potenziale umfassend für die Gesellschaft nutzbar zu machen, ist es erforderlich, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Aspekte der Digitalisierung über Fachgrenzen hinweg zu untersuchen. „Uns hat besonders die bereits in der Ausschreibung formulierte starke interdisziplinäre Ausrichtung des Deutschen Internet-Instituts gereizt, die den Hauptschwerpunkt auf die nicht-technischen Aspekte des digitalen Wandels legte, aber gleichzeitig eine starke informationstechnische Fundierung forderte. Genau für diese Konstellation hat die Region Karlsruhe einiges an Expertise zu bieten“, führt Michael Decker aus, der als Bereichsleiter am KIT die Antragsstellung koordiniert. Im Frühjahr 2017 wird eines der fünf Konzepte ausgewählt und anschließend umgesetzt. Für den Aufbau des Deutschen Internet-Instituts sind in den ersten fünf Jahren bis zu 50 Millionen Euro vorgesehen.

KIT unterstützt Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und Jiangsu

Die chinesische Provinz Jiangsu liegt im Osten des Landes, westlich von Shanghai. „Die Region gehört zu den wirtschaftlich stärksten der Volksrepublik“, sagt Gisela Lanza, Professorin am wbk Institut für Produktionstechnik und China-Beauftragte des KIT. „Die Industrie dort ist ähnlich innovationsorientiert wie in Baden-Württemberg, das macht sie für uns so interessant.“ Seit fast 30 Jahren arbeiten beide Regionen zusammen, um gemeinsame wirtschaftliche Interessen zu stärken und eine anwendungsorientierte Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft zu erreichen. Ein Schwerpunkt ist dabei der erfolgreiche Übergang von der herkömmlichen zu einer intelligenten und vernetzten Produktion. Mit seiner Außenstelle in Suzhou bringt sich das KIT aktiv in die Umsetzung dieses Schwerpunkts ein: Im 2015 eröffneten Industrie-4.0-Innovationszentrum, erarbeiten Wissenschaftler des KIT und chinesische Partner gemeinsam praxisrelevante Lösungen für Herausforderungen der digitalisierten Produktion. „Für deutsche Unternehmen ist China einer der wichtigsten Absatz- und Beschaffungsmärkte“, so Gisela Lanza. „Deshalb profitiert die deutsche Wirtschaft enorm davon, den Weg zu Industrie 4.0 gemeinsam mit der Volksrepublik zu gehen.“ Hierfür sei ein grundlegendes Verständnis des chinesischen Marktes erforderlich. Um diesen zu erforschen, ist Lanza mit dem GAMI (Global Advanced Manufacturing Institut), der Außenstelle des wbk, bereits seit 2011 in der Provinz Jiangsu vor Ort.
Um die Zusammenarbeit zwischen Baden-Württembergs und der Provinz Jiangsu strategisch zu koordinieren, treffen sich Vertreter beider Regionen bereits seit 1986 regelmäßig in der „Gemischten Arbeitsgruppe für wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit“. Die 23. Sitzung fand Anfang Juni in Freiburg statt. Im Vorfeld besuchte die chinesische Delegation das wbk, um sich hier über konkrete Formen einer zukünftigen Zusammenarbeit auszutauschen. „Unser Ziel ist es, die Stärken des KIT in Forschung, Lehre und Innovation mit dem bestmöglichen Nutzen für beide Partner in die Kooperation einzubringen, um gemeinsam die Herausforderungen der globalen Wirtschaft langfristig und erfolgreich anzugehen“, so Lanza.

Freie Plätze zum Lernen gesucht und gefunden

25.196 Studierende sind im aktuellen Semester am KIT eingeschrieben. Ein Großteil von ihnen muss sich zur gleichen Zeit auf Prüfungen vorbereiten und so werden vor allem während der Klausurphase die Lernplätze knapp. Besonders beliebt und fast rund um die Uhr belegt sind die gut 1000 Arbeitsplätze in der KIT-Bibliothek. Damit Studierende online sehen können, ob und wo sie einen Platz zum Lernen finden, hat diese eine Wegweiser-Software entwickelt: „Seatfinder“ zeigt die aktuelle Belegung von Lern- und Arbeitsplätzen am KIT und anderen Bibliotheken der Region Karlsruhe. Um die Vermarktung der Anwendung und die Betreuung ihrer Nutzer langfristig professionell zu gewährleisten, hat das KIT einen Kooperationsvertrag mit der Firma LMSCloud GmbH geschlossen, einem Tochterunternehmen der ekz.bibliotheksservice GmbH. „Wir freuen uns, durch diese Kooperation unser erfolgreiches Leitsystem für Lern- und Arbeitsplätze allen interessierten Bibliotheken oder auch anderen Einrichtungen dauerhaft und verlässlich anbieten zu können“, erklärt Frank Scholze, Direktor der KIT-Bibliothek. Die Entwicklung erfolgt weiterhin durch die KIT-Bibliothek und die Verwaltung der Daten übernimmt das Steinbuch Centre for Computing, das Rechenzentrum des KIT. Weitere Informationen unter www.seatfinder.de.

Unifest am KIT

Konzerte, Kleinkunst und abwechslungsreiche Shows mitten auf dem Campus, das ist bietet das Unifest. „Es ist eines der größten studentischen und ehrenamtlich organisierten Festivals in Süddeutschland“, sagt Christian Singe, Kultur-Referent des AStA am KIT. „Es steht seit mehreren Jahrzehnten für studentisches Engagement, kulturelle Vielfalt und gute Live-Musik.“ An verschiedenen Schauplätzen auf dem Campus wird es Aufführungen geben, etwa vom Badischen Staatstheater oder der KIT Big Band, sowie sportliche und künstlerische Mitmachaktionen und ein Fest speziell für Kinder. Das Abendprogramm bietet ab 18 Uhr Live-Konzerte verschiedener Bands und ab 22 Uhr zu elektronische Musik.
Das Unifest findet am 18. Juni ab 12 Uhr auf dem Campus Süd des KIT (Adenauerring 7) statt. Der Eintritt für das Tagesprogramm kostet im Vorverkauf 4 Euro, vor Ort 5 Euro. Karten sind im Musikhaus Schlaile, den Fachschaften sowie dem AStA des KIT erhältlich. Für die Abendveranstaltungen im Freien ist der Eintritt frei. Weitere Informationen und das Programm unter: www.unifest-karlsruhe.de.

Zehnter Ehrendoktortitel für Philosophieprofessor des KIT

Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Gegenwartsphilosophie: Hans Lenk, emeritierter Philosophieprofessor des KIT. Für langjährige Zusammenarbeit mit rumänischen Kollegen, auch als Herausgeber einer philosophisch-psychologischen Zeitschrift, verlieh ihm die rumänische Privatuniversität Titu Maiorescu in Bukarest den Ehrendoktortitel in Psychologie. Die Ehrung ist bereits Lenks zehnter Doktortitel. 1969 übernahm er den Lehrstuhl für Philosophie an der damaligen Universität Karlsruhe (TH), war später Dekan für Geistes- und Sozialwissenschaften und Vorsitzender der deutschen Philosophengesellschaft. Die Weltakademie des Faches wählte ihn 2005 zum ersten deutschen Präsidenten, zudem war er Vizepräsident der Weltgesellschaft. Lenk ist Präsident mehrerer internationaler Philosophiegesellschaften. Auch sportlich feierte er große Erfolge, besonders im Ruderachter: Mehrfach siegte er bei Deutschen und Europameisterschaften und gewann 1960 in Rom Olympia-Gold im Achter. Als Trainer führte er 1966 die Ruderer zur Weltmeisterschaft. Für seine Doktorarbeit über Werte der Olympischen Spiele erhielt Lenk, später habilitiert in Philosophie und Soziologie, den Wissenschaftspreis des Sportbundes. Die UNESCO zeichnete ihn mit dem Noel-Baker-Preis aus und 2005 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz. Er gilt als „Vater“ der deutschen Sportphilosophie und als ein Pionier der Wissenschafts- und Technikphilosophie. Lenk studierte Mathematik, Philosophie, Soziologie, Sportwissenschaften und Psychologie in Freiburg und Kiel sowie Kybernetik in Berlin (TU) und veröffentlichte 150 Bücher in 20 Sprachen – zuletzt 2016 zwei rumänische über „Normenlogik“ und „Praxisnahe Vernunft“.

Schnuppertage für junge Flüchtlinge

Das KIT bietet nicht nur Studienplätze, sondern auch diverse Ausbildungen an. Wie etwa die Arbeit eines Industriemechanikers aussieht und wie die Ausbildung organisiert ist, konnten sechs junge Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Somalia Anfang Juni in zwei Schnuppertagen am KIT erleben. Die aus dem Raum Karlsruhe kommende Gruppe besichtigte zunächst, unterstützt von zwei Übersetzern, die Ausbildungswerkstatt am Campus Nord, danach stand praktisches Arbeiten auf dem Programm. Markus Leschinsky, Ausbilder für Industriemechaniker, betreute die Jugendlichen während der zweitägigen Projektarbeit, bei der sie ein Solarflugzeug bauten. Sie sägten, bohrten, feilten, montierten und lernten so die ersten Grundfertigkeiten des Ausbildungsberufs kennen. Zusätzlich zu den Schnuppertagen wird es am KIT noch weitere Maßnahmen geben, mit dem Ziel, eventuell den Einstieg in eine duale Ausbildung im Jahr 2017 zu ermöglichen, wie etwa ein sechswöchiges Praktikum oder eine mehrmonatige Einstiegsqualifizierung plus Sprachunterricht im Herbst. Die Aktion entstand in Zusammenarbeit mit dem BeoNetzwerk des Stadtjugendausschusses, der Jugendagentur Karlsruhe und der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt.