english  | Home | Impressum | Sitemap | KIT
Portrait Monika Landgraf
Leiterin Gesamt-kommunikation, Pressesprecherin
Monika Landgraf

Tel: +49 721 608-47414
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail

Besucheranschrift:

Karlsruher Institut für Technologie

Gesamtkommunikation

Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe

Campusplan

Ticket zum Finale des „Imagine Cup“

Ticket zum Finale des „Imagine Cup“
Autor:

Dr. Sibylle Orgeldinger

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 06.07.2016

Mit einer Anwendung zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall hat sich Tobias Heuer, Informatik-Student am KIT, für das internationale Finale des Technologiewettbewerbs „Imagine Cup“ von Microsoft qualifiziert. Tobias Heuer entwickelte die Anwendung „VR Motion“ gemeinsam mit Alessa Dreixler, die an der Hochschule Aalen Gesundheitsmanagement studiert. Die beiden haben im deutschen Finale und im internationalen Halbfinale gewonnen und fliegen Ende Juli nach Seattle/USA, um in der Kategorie „World Citizenship“ um den internationalen Sieg beim diesjährigen „Imagine Cup“ zu kämpfen. „VR Motion“ – „VR“ steht für „Virtuelle Realität“ – hilft Schlaganfallpatienten, die motorischen Fähigkeiten der Hände wiederherzustellen. In einer virtuellen Umgebung können sie selbstständig und zu frei wählbaren Zeiten Bewegungsabläufe trainieren. Die Hand des Patienten wird in die Anwendung projiziert. Beim Training erhält er ein direktes Feedback über seine Fortschritte. Mentor des Teams „VR Motion“ ist Alexander Wachtel vom Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation (IPD) des KIT.

Ältere werden mobiler

Wie viele Wege unternehmen Menschen in Deutschland an einem Tag? Zu welchen Zwecken? Welche Verkehrsmittel nutzen sie? Seit über 20 Jahren misst das Deutsche Mobilitätspanel (MOP) das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung. Jedes Jahr werden dazu die Mitglieder aus 1 200 bis 1 500 Haushalten mithilfe von „Mobilitätstagebüchern“ befragt. Wissenschaftler am Institut für Verkehrswesen (IfV) des KIT werten die Daten aus. Zu den aktuellen Trends, die sie beobachten, gehört die zunehmende Motorisierung der Älteren: „Wer gewohnt war, mit dem Auto zu Arbeit zu fahren, will auch im Rentenalter nicht auf den Wagen verzichten“, berichtet Bastian Chlond, Hauptverantwortlicher für das MOP am KIT. Unterm Strich nimmt die Pkw-Nutzung allerdings ab, was auf den generellen Trend zur Urbanisierung zurückzuführen ist, wie Chlond erklärt. Stadtbewohner würden allgemein weniger Auto fahren; für sie stellten öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad echte Alternativen dar. Das Bundesverkehrsministerium finanziert das MOP und nutzt die Datengrundlage beispielsweise für Prognosen, zur Bundesverkehrswegeplanung und zur Ermittlung der CO2-Emissionen im Straßenverkehr. Darüber hinaus können Planungsbehörden und Unternehmen, etwa Automobilhersteller, auf die Daten zurückgreifen. Auch andere Institute des KIT nutzen sie, unter anderem für Forschungen zur Elektromobilität. Über das MOP und weitere Themen rund um das Schwerpunktthema Mobilität berichtet das Magazin lookKIT in seiner aktuellen Ausgabe. Infos und kostenfreie Bestellung unter: www.pkm.kit.edu/kit_magazin.php

Den Zecken auf der Spur

In diesem Sommer besteht in ganz Baden-Württemberg und damit auch im Stadt- und Landkreis Karlsruhe das Risiko einer Infektion mit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Das FSME-Virus wird durch den Stich einer infizierten Zecke auf den Menschen übertragen. Über Zeckenstiche wird außerdem der Erreger der Borreliose weitergegeben. Am KIT erforscht Trevor Petney vom Zoologischen Institut die Ökologie von Zecken als Überträger von Krankheiten. Der Parasitologe und sein Team untersuchen, in welchen Gebieten Zecken welche Krankheitserreger in sich tragen, wo ihre Population besonders hoch ist und auf welche Umwelteinflüsse dies zurückzuführen ist. Besonders gern halten sich Zecken in Gegenden mit hohem Grundwasserspiegel auf, wie in den Rheinauen. Große Populationen finden sich aber auch in tiefer gelegenen Laubwäldern und sogar in städtischen Parks, wie Trevor Petney berichtet. Ziel der Forscher ist, ein Modell für das komplexe Zusammenwirken von Zecken, Klima, Umwelt, Wirtstieren und Krankheitserregern zu erstellen und daraus kleinräumige Warnhinweise und konkretere Impfempfehlungen abzuleiten.