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Schnelle Moleküle in der Atmosphäre

Schnelle Moleküle in der Atmosphäre
Autor:

Lilith C. Paul

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 16.01.2013

Entdeckung des Chemikers Rudolf Criegee erstmals im Labor nachgewiesen

Eine entscheidende Rolle beim Klimawandel spielen Aerosole: An den winzigen Partikeln in der Luft lagern sich Wassertropfen an und bilden Nebel oder Wolken. Sie entstehen unter anderem, wenn Ozon mit natürlichen Ausdünstungen von Pflanzen reagiert – beispielsweise mit Terpenen, die den charakteristischen Harzduft im Wald ausmachen. Als Zwischenprodukte bilden sich dabei auch Criegee-Intermediate: besonders reaktionsfreudige Moleküle, die der Chemiker Rudolf Criegee in den 50er-Jahren an der Universität Karlsruhe entdeckte. Diese konnten Göttinger Wissenschaftler um Thomas Zeuch in Zusammenarbeit mit Mark Pfeifle und Matthias Olzmann vom Institut für Physikalische Chemie des KIT nun erstmals unter realistischen Bedingungen im Labor nachweisen. Die Karlsruher Forscher untersuchen generell, wie schnell chemische Reaktionen in der Erdatmosphäre ablaufen. Ihre Berechnungen haben entscheidend dabei geholfen, die Göttinger Experimente auszuwerten. Die Ergebnisse können dazu beitragen, die Aerosolbildung genauer zu beschreiben und somit den Klimawandel besser zu verstehen.

Forscherinnen-Alltag

Wie sieht die Laufbahn einer Astroteilchenphysikerin aus? Wo arbeiten Elektrochemikerinnen? Und was machen eigentlich Meteorologinnen? Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen am KIT stellen am 29. Januar ihre Werdegänge, Arbeitsplätze und Routineaufgaben vor. Interessierte Schülerinnen der Oberstufe können an zwei der 17 angebotenen Führungen teilnehmen und einen Einblick in den Arbeitsalltag der Forscherinnen erhalten. So lernen sie etwa Großforschungsgeräte, wie die Neutrino-Waage KATRIN, kennen oder erfahren, was die Elektronenmikroskopie über Materialien verrät. Vorträge, Infostände und eine abschließende Fragestunde runden die kostenfreie Informationsveranstaltung ab. Unter www.fortbildung.kit.edu/abi.php können sich Schülerinnen noch bis zum 24. Januar anmelden.

Kontrollierte Bewegung

Bewegungskoordination, die Optimierung sportlicher Leistung sowie orthopädische Biomechanik zählen zu den Forschungsschwerpunkten von Thorsten Stein. Als Junior-Professor am Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT und Leiter des BioMotion Centers untersucht er unter anderem, wie Menschen ihre Bewegungen kontrollieren können, wenn äußere Kräfte auf sie wirken: Hierfür stört ein eigens entwickelter Roboter zielgerichtete Bewegungen von Probanden, indem er beispielsweise eine Gegenkraft ausübt. Gleichzeitig misst er die entstehenden Kraftverhältnisse. „Wir wollen verstehen, wie Sinneseindrücke und motorisches Verhalten zusammenspielen“, sagt Stein. „Uns interessiert auch, wie Menschen die Koordination neuer Bewegungen erlernen, etwa einen Aufschlag beim Tennis, also wie das Bewegungswissen aufgebaut und im Gedächtnis repräsentiert wird.“ Diese Forschung sei eine wichtige Voraussetzung, um effektivere Trainingsprogramme im Sport oder in der Rehabilitation, bessere Prothesen oder menschenähnliche Roboter zu entwickeln.

Hector-Absolventen

KIT-Präsident Holger Hanselka übergab 30 Absolventinnen und Absolventen der Hector School of Engineering & Management des KIT ihre Masterzeugnisse. In sieben Studiengängen haben sich die Ingenieure aus der Industrie neben Ihrem Beruf weiterqualifiziert. Die Lehrangebote kombinieren technologisches Fachwissen mit grundlegenden Managementkompetenzen, etwa hinsichtlich Teamleitung oder Projektorganisation. Ziel dabei ist es, die Nachwuchskräfte darauf vorzubereiten, wachsende, global aufgestellte Unternehmen erfolgreich zu führen. Derzeit sind Ingenieure führender Unternehmen aus über 20 verschiedenen Ländern in die internationalen Masterprogramme eingeschrieben. Wählbare Themenschwerpunkte sind unter anderem Energietechnik, Elektromobilität oder Produktmanagement.