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Wirkstoffe: von der Natur abgeschaut und chemisch verbessert

Wirkstoffe: von der Natur abgeschaut und chemisch verbessert
Autor:

Margarete Lehné, Sarah Werner

Quelle:

KIT-Presse

Datum: 30.12.2014

Antibiotika und mögliche Medikamente für die Krebsbehandlung, deren Wirkung sich mit Licht ein- oder ausschalten lässt, haben Wissenschaftler des KIT und der Universität Kiew gemeinsam entwickelt. Dazu haben sie zunächst die dreidimensionalen Strukturen von natürlich vorkommenden Peptidwirkstoffen, also Eiweißverbindungen, an ihrem Zielort aufgeklärt. Anschließend haben sie diese Moleküle chemisch so verändert,dass sie eine verbesserte therapeutische Wirkung erreichen bzw. weniger Nebenwirkungen haben. In beiden Schritten ist eine raffinierte Synthesechemie erforderlich, um komplizierte molekulare Gerüste herzustellen, die den speziellen Anforderungen der Strukturbiologen und Medizinalchemikern genügen. Für seine Forschung zur Weiterentwicklung der organischen Synthesechemie hat die Alexander von Humboldt-Stiftung nun Prof. Igor Komarov von der Universität Kiew mit dem Georg Forster-Forschungspreis ausgezeichnet. Der mit 60.000 Euro dotierte Preis ist mit einem Forschungsaufenthalt in Deutschland verbunden, den der Ukrainer in der Gruppe der Biochemikerin Prof. Anne S. Ulrich am KIT verbringen wird. Die beiden wollen ihre Zusammenarbeit in der Erforschung von Peptidantibiotika und Krebsmitteln ausbauen, indem sie künstliche Aminosäuren entwickeln, die sich als Struktursonden bzw. als molekulare Lichtschalter eignen.

 

Depressionen und Gangmuster

Wer niedergeschlagen ist, lässt den Kopf hängen, wer selbstbewusst ist geht mit „breiter Brust“ voran – der Gemütszustand eines Menschen spiegelt sich oft in seiner Körperhaltung wider. Ob und wie sich Depressionen auf die Gangart der Betroffenen auswirken, hat Johannes Michalak, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Witten/Herdecke untersucht. Dazu hat er zum Beispiel Bewegungsmuster und Gemütslagen von depressiven und nicht-depressiven Personen kontinuierlich über zwölf Stunden erfasst und verglichen. Im nächsten Kolloquium des Instituts für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) des KIT, stellt Michalak in seinem Vortrag „Gangmuster und Depression“ einige seiner Studien und deren Ergebnisse vor. Die Veranstaltung findet am 15. Januar ab 17:30 Uhr im Hörsaal des IfSS (KIT-Campus Süd, Engler-Bunte-Ring 15) statt.

 

KIT-Experte für elektrische Antriebssysteme

„Elektroautos sind heute schon die idealen Stadt- oder Zweitautos. Sie senken unbestritten die lokale CO2-Emmission und bieten einen hohen Fahrkomfort. Es macht Spaß, sie zu fahren“, so Martin Doppelbauer vom Elektronischen Institut (ETI) des KIT. Wie bessere Materialien und eine Steigerung der Drehzahl Elektromotoren für Kraftfahrzeuge in Zukunft noch effizienter, leichter und kleiner machen können, untersuchen der Professor für Hybridelektrische Fahrzeuge und seine Kollegen am ETI. Hierfür verwenden sie zum Beispiel Materialien mit glasartigen Strukturen und besonders guten magnetischen Eigenschaften. Um zu erarbeiten, wie ein optimales elektrisches Antriebssystem zusammengesetzt ist, testen die KIT-Forscher in Simulationen verschiedene Kombinationen von Komponenten wie Batterien, leistungselektronische Bauelemente oder Motoren. So können sie Prototypen für elektrische und hybride Antriebssysteme in realen Belastungsszenarien analysieren und bewerten. „Wir entwickeln vorhandene Motorkonzepte für die Elektromobilität konsequent weiter, befassen uns aber auch intensiv mit Ideen für neue Konzepte“, erklärt Doppelbauer. Deshalb arbeitet das ETI in seiner Forschung eng mit führenden Automobilherstellern und -Zulieferern sowie mit Forschungseinrichtungen wie der Fraunhofer-Gesellschaft zusammen.