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Portrait Monika Landgraf
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Monika Landgraf

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Schule trifft auf Poetry Slam

Schule trifft auf Poetry Slam
Autor:

Sarah Werner, Hans-Joachim Blaß, Julian Treichel

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 21.01.2015

Den Umgang mit der deutschen Sprache verbessern und dadurch das Selbstbewusstsein stärken – darum geht es im Projekt „Sprechreiz“ der Hochschulgruppe Enactus KIT, das zehn Studentinnen und Studenten organisieren. Über einen Zeitraum von fünf Wochen findet in drei Karlsruher Werkrealschulen wöchentlich jeweils eine Doppelstunde besonderen Unterrichtes statt: Professionelle Poetry Slammer halten diese. Die Schüler lernen, eigene Texte zu schreiben, vorzutragen und an ihrer Performance zu arbeiten. Daran, so Projektleiter Michael Klotz, hätten sie schnell großen Spaß gefunden. „Es ist toll zu sehen, wie viel Kreativität gerade in den jungen Menschen steckt, die zuvor noch nie mit Poetry Slams zu tun hatten.“ Ziel des Projektes ist es, die kommunikativen Kompetenzen zu stärken und sie so besser auf ihr Arbeitsleben vorzubereiten. Zum Abschluss stellen die Schüler ihre Werke bei einem öffentlichen Poetry Slam selbst vor. Der „Dichterwettstreit“ findet am 27. Februar abends im Jungen Staatstheater in Kooperation mit dem Badischen Staatstheater Karlsruhe statt.

Konzertvorlesung über Joseph Beuys

„Fettecke“ und „Filzanzug“ – das sind zwei berühmte Werke des deutschen Künstlers Joseph Beuys. Sein Schaffen und seine Person polarisieren noch heute: Während seine Arbeiten auf dem Kunstmarkt hoch gehandelt werden, bezeichnen Kritiker sein Werk als „teuersten Sperrmüll aller Zeiten“. Der umstrittene Bildhauer und Aktionskünstler steht im Mittelpunkt eines Abends im Kulturzentrum jubez: Unter dem Titel „Alles Filz und Fett – oder was?“ stellt eine Konzertvorlesung Bilder, Videoeinspielungen und Texte von und über Joseph Beuys vor, die „Beuy(s)-Group“ begleitet mit Musik von unter anderem John Lennon, Velvet Underground und Erik Satie. Norbert Willenbacher vom Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik des KIT organisiert den Abend. Damit möchte er Studierende und Doktoranden aus seiner Arbeitsgruppe unterstützen, die sich am Campus Ost für die dort untergebrachten Flüchtlinge engagieren: Die Einnahmen kommen der Flüchtlingshilfe Karlsruhe zu gute. Die Veranstaltung findet am 31. Januar 2015 ab 20 Uhr im Kulturzentrum jubez (Kronenplatz 1) statt. Der Eintritt kostet sieben beziehungsweise zehn Euro.

KIT-Forschungsprojekt zu erdbebensicheren Holzbauten

Brettsperrholz (BSP) ist ein massives Material, das im Tragwerk mehrstöckiger Holzbauten eingesetzt wird, zum Beispiel in Form von Platten in Wänden, Decken oder Dächern. Dabei müssen die einzelnen Bauteile so zusammengefügt werden, dass alle Kräfte übertragen werden können, die während der Nutzungsdauer des Gebäudes auftreten. „Holzwände können auch hohe Belastungen bei Erdbeben sehr gut aufnehmen und sind mindestens so stabil Wände aus Beton“, so Hans-Joachim Blaß, Holzbauexperte am KIT. Bisher werden die Bauteile vor allem durch Schrauben verbunden. Neuartige Kontaktverbindungen untersucht Blaß in einem gemeinsamen Projekt mit der Universität Auckland in Neuseeland: Diese sollen wesentlich höhere Kräfte als die bisherigen Verbindungen übertragen und sich dabei auch bei starken Erdbeben robust verhalten. Dämpfungselemente in den Fugen sollen das Verhalten bei Erdbeben zusätzlich verbessern. Gefördert wird das Forschungsvorhaben durch den Julius von Haast Fellowship Award der Royal Society of New Zealand. Die Gesellschaft möchte mit der jährlichen Auszeichnung die wissenschaftliche Kooperation mit Deutschland vertiefen.

Ehrendoktorwürde für KIT-Technikphilosoph

Der russische Wissenschaftler Vitaly Gorokhov hat für seine Verdienste um die Technikphilosophie in seinem Heimatland und in Deutschland die Ehrendoktorwürde des KIT erhalten. Ein zentrales Thema seiner Forschung ist die technik- und geistesgeschichtliche Wirkung Galileo Galileis. Von 2001 bis zu seinem Ruhestand 2012 war Gorokhov am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT. Zudem leitet er seit 1995 den Lehrstuhl für Philosophie der Wissenschaft und Technik der Staatlichen Universität für Geistes- und Sozialwissenschaften in Moskau. Neben seinen akademischen Leistungen würdigt die Auszeichnung auch seine Bemühungen um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland. So initiierte und leitete der Technikphilosoph das Zentrum für Ost- und Mitteleuropa und das deutsch-russische Kolleg der damaligen Universität Karlsruhe. Als enger Berater des russischen Umweltministeriums und Leiter des deutsch-russischen Umweltmonitoringprojekts (IRIS) organisierte Gorokhov den Besuch Michail Gorbatschows 1998 in Karlsruhe.