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Nanochemie-Pionier ist in Karlsruhe tätig

Nanochemie-Pionier ist in Karlsruhe tätig
Autor:

Dr. Sybille Orgeldinger

Links:
Quelle:

KIT-Pressestelle

Datum: 19.08.2010

Nanochemie-Pionier am KIT
Das  Land Baden-Württemberg fördert einen Forschungsaufenthalt des Nanochemie-Pioniers Geoffrey Ozin am KIT mit insgesamt 150 000 Euro. Die Förderung stellt eine Auszeichnung dar; daher hat das KIT Ozin den Titel „KIT Distinguished Research Fellow“ verliehen. Der Materialwissenschaftler aus Toronto/Kanada weilt drei Jahre jeweils drei Monate am KIT. Gemeinsam mit Wissenschaftlern des DFG-Centrums für Funktionelle Nanostrukturen (CFN) arbeitet Ozin an neuartigen Architekturen photonischer Kristalle. Dabei handelt es sich um Materialien mit periodisch angeordneten Strukturen, durch die sich Licht gezielt beeinflussen lässt. Die neuen Strukturen ermöglichen innovative optische und elektronische Anwendungen, beispielsweise effizientere Solarzellen und Lichtquellen. Geoffrey Ozin ist Professor an der Fakultät für Chemie der Universität Toronto. Er leistet seit über drei Jahrzehnten wichtige Beiträge zur Materialchemie und Nanochemie und zählt zur Weltspitze in diesem Bereich. Bis jetzt veröffentlichte er mehr als 600 Artikel in hochrangigen internationalen Zeitschriften. Seine Zusammenarbeit mit der Industrie führte zu zahlreichen Neuentwicklungen und Lizenzen.
 
Schau zum Chemie-Jubiläum
Vor 150 Jahren versammelten sich in Karlsruhe Chemiker aus Deutschland, England und Übersee zur ersten internationalen Fachtagung für Chemie überhaupt. Nun kehrt der Weltkongress zurück: Die Fakultät für Chemie und Biowissenschaften des KIT organisiert ihn am 3. und 4. September. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt die KIT-Bibliothek eine Ausstellung mit Standardwerken und Publikationen zur Chemie, die um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Damals hatte sich die Chemie als wissenschaftliche Disziplin gerade erst formiert. Die Ausstellung präsentiert unter anderem das „Lehrbuch der Chemie“ von Jöns Jacob von Berzelius, das Atommodell von John Dalton und das „Chemische Journal für die Freunde der Naturlehre, Artzneygelahrtheit, Haushaltskunst und Manufacturen“, die von Lorenz Friedrich von Crell begründete erste Chemiezeitschrift. Die Exponate sind auch im Internet unter www.bibliothek.kit.edu/chemikerkongress.php zu sehen.

Forschung an der Oberfläche
Chemische und physikalische Prozesse an Oberflächen gehören zu den zentralen Forschungsinteressen von Christof Wöll. Der Physikochemiker leitet seit vergangenem Jahr das Institut für Funktionelle Grenzflächen (IFG) des KIT. Wöll studierte Physik an der Universität Göttingen und promovierte am Göttinger Max-Planck-Institut für Strömungsforschung. Danach arbeitete er an den IBM Forschungslaboratorien in San Jose/USA und am Lehrstuhl für Angewandte Physikalische Chemie der Universität Heidelberg. Nach seiner Habilitation erhielt er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Heisenberg-Stipendium für Forschungsarbeiten zu Photoelektronen-Spektroskopie und Molekularstrahlstreuung. 1997 wurde Christof Wöll auf einen Lehrstuhl für Physikalische Chemie der Ruhr-Universität Bochum berufen. Dort gründete er 2000 den Sonderforschungsbereich SFB 558 „Metall-Substrat-Wechselwirkungen in der Heterogenen Katalyse“. Christof Wöll befasst sich vor allem mit grundlegenden Prozessen in der Oberflächenchemie, mit der (Weiter-) Entwicklung experimenteller Techniken zur Charakterisierung molekularer Adsorbate auf Metall- und Oxydoberflächen sowie mit organischen Oberflächen. Die Entwicklung von Modellsystemen, die trotz ihrer Einfachheit Aussagen zu Vorgängen an komplexen Grenzflächen erlauben, ist ein besonderer Schwerpunkt der Arbeiten von Wöll. Sein Ziel ist, das IFG zu einer Drehscheibe für oberflächenphysikalische und oberflächenchemische Fragestellungen auszubauen – von der heterogenen Katalyse über die Oberflächenveränderung von Beton bis hin zu Biofilmen.
 
3D Film bei Expo
Wie Ideen aus dem KIT zu einem besseren Leben in der Stadt beitragen, können Besucher der Expo 2010 in Shanghai bei der Präsentation des Landes Baden-Württemberg erleben: Der Film „Our ideas for a better life in the city“ stellt innovative Konzepte aus dem Land in 3D vor – unter anderen auch das am KIT entwickelte bioliq® Verfahren, mit dem sich aus Stroh und anderen biogenen Reststoffen hochwertige synthetische Kraftstoffe herstellen lassen. Initiator der Präsentation ist das baden-württembergische Wirtschaftsministerium. Per Zeppelinflug bringt der Film die Zuschauer von Shanghai quer über den Erdball in mehrere baden-württembergische Städte. Themen sind nachhaltige Stadtentwicklung, nachhaltige Produktion und nachhaltige Mobilität. Der Film ist bis zum 31. Oktober auf der Expo als Teil des Freiburg-Standes in der Urban Best Practices Area sowie – in 2D – auf der Website des Wirtschaftsministeriums unter www.wm.baden-wuerttemberg.de zu sehen.