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Zivilcourage auf Knopfdruck

Zivilcourage auf Knopfdruck
Autor:

Sarah Werner, Sandra Wiebe

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 22.07.2015

Gewalt an öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen oder in Diskotheken ist immer wieder ein Thema in den Nachrichten. Eng damit verbunden ist die Frage, wie Beteiligte solcher Situationen anderen Menschen helfen können, ohne den Konflikt zu vergrößern oder selbst zum Ziel zu werden. Eine Lösung haben Tobias Röddiger, Cole Bailey, Dominik Doerner und René Brandel mit der App „enCourage“ entwickelt: „Wir wollen schnelle Hilfe für Menschen in Not bereitstellen und Zivilcourage fördern. Es geht dabei nicht um Selbstjustiz, sondern darum, Notfallsituationen durch Gruppenpräsenz zu entschärfen“, sagt Röddiger. Die App löst einen Alarm aus, sobald der Nutzer einen roten Knopf auf dem Display seines Handys drückt und wieder loslässt. Andere Nutzer der Anwendung, die sich in der Nähe befinden, bekommen nun eine Benachrichtigung über den Notfall, können Hilfe verständigen und zum Ort des Geschehens eilen. Mit enCourage nehmen die vier Studenten des KIT für Deutschland am weltweiten Finale des „Imagine Cup 2015“ von Microsoft Ende Juli teil. Bei dem Technikwettbewerb in Seattle stellen 32 Studierendenteams aus der ganzen Welt ihre mobilen Anwendungen in den Bereichen Spiele, Innovation und Weltweite Bürgerschaft vor.

KIT-Professor baut Technologiezentrum für Produktionsforschung in China auf

„China ist einer der größten Absatzmärkte für deutsche Werkzeugmaschinen“, sagt Jürgen Fleischer, Professor am wbk Institut für Produktionstechnik und seit Juli 2015 neues Mitglied im Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Um die speziellen Anforderungen des chinesischen Marktes an diese Maschinen besser zu verstehen, hat er in Shanghai an der Tongji University das Advanced Manufacturing Technology Center (AMTC) gegründet. In einer Produktionshalle können Fleischer und sein Team Bearbeitungs- und Montageprozesse sowie Steuerungs- und Messtechniken direkt an verschiedenen Maschinen und Robotern oder Roboterarmen untersuchen. Im „Simulation Center“ können sie mit unterschiedlichen Computerprogrammen die Prozesse und Maschinen digital abbilden und dann optimieren. Über ein Doppelmasterprogramm können Studierende aus Karlsruhe und Shanghai jeweils an der anderen Hochschule studieren und ihre produktionstechnische Ausbildung vertiefen. Für Ingenieure, die in China arbeiten, bietet das AMTC ein berufsbegleitendes Promotionsprogramm an der Tongji University an. „In Zukunft möchten wir auch Industrie 4.0-Anwendungen genauer erforschen“, sagt Fleischer. „Dabei geht es darum, wie die Maschinen während der Produktion so miteinander kommunizieren können, dass sie möglichst nahtlos zusammenarbeiten. Alle Informationen über die Bearbeitungsschritte bekommen sie dabei direkt vom Bauteil: Dieses führt einen Chip mit sich, auf dem alle Angaben gespeichert sind.“ Als Beispielprozess soll die Herstellung von Ventilen dienen, die in Baumaschinen wie Baggern zum Einsatz kommen.

Geografie-Student befragte Bürger zur Kombilösung

Ab 2018 soll die Bahn unter der Fußgängerzone entlangfahren, um oberirdisch mehr Platz und Sicherheit zu schaffen. In der Vergangenheit gab es viele unterschiedliche Meinungen zur Kombilösung. Wie Karlsruher Bürgerinnen und Bürger sie heute sehen, dazu hat Robert Guse, Student am Institut für Geographie und Geoökologie (IfGG) des KIT, 110 zufällig ausgewählte Passanten in der Karlsruher Innenstadt befragt. Unter anderem wollte er wissen, wie sie die Zielsetzung der Kombilösung bewerten, ob sie die Informationsangebote nutzen und wie sehr die Bauarbeiten stören. Mehr als die Hälfte der Befragten betrachten das langfristige Ziel als positiv. Jedoch gibt es große Unterschiede in den verschiedenen Altersklassen. In der Gruppe der Schüler/Studenten/Auszubildenden bewerteten knapp drei Viertel das Projekt als „gut“ oder „sehr gut“, in der Gruppe der Rentner etwas mehr als ein Drittel. Die meisten befürchten, dass der aktuelle Zeit- oder Kostenplan nicht eingehalten werden kann. Der weitaus größte Teil der Befragten nutzt die Informationsangebote zur Kombilösung, wie zum Beispiel die Homepage, den Infopavillon K am Ettlinger Tor und Baustellenbesichtigungen. „Trotz der überwiegend positiven Einstellung gegenüber dem Projekt, gaben manche an, aufgrund der aktuellen Bautätigkeit eher das Auto und Fahrrad dem ÖPNV vorzuziehen, Andere kaufen zurzeit seltener in der Innenstadt ein. Viele Bürger sehen diese Beeinträchtigungen allerdings als notwendiges „Übel“ für die langfristige Verbesserung der Infrastruktur an“, sagt Robert Guse. 

Stadtgespräche zur Wissens(schafts)stadt – Lernen und Forschen in Karlsruhe

Karlsruhe gilt mit seinen neun Hochschulen als Wissenschaftsstadt, in der Forschung und Lehre eine große Rolle spielen. Größte Forschungseinrichtung und mit 9.400 Mitarbeitern auch der größte Arbeitgeber der Stadt ist das KIT. Über die Bedeutung von Lernen und Forschen in Karlsruhe diskutieren die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg Theresia Bauer, Detlef Löhe, Vizepräsident für Forschung und Information des KIT, sowie Peter Weibel, Leiter des ZKM, Michael Thiel von der Nanoscribe GmbH und Andrea Cnyrim von der Hochschule Karlsruhe in einem „Stadtgespräch“. Das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale des KIT organisiert dieses als Teil der gleichnamigen Veranstaltungsreihe zum Stadtgeburtstag am 29.07.2015 ab 19:30 Uhr im Pavillon im Schlossgarten.