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Weltwassertag 2012

Weltwassertag 2012
Datum: 21.03.2012

Weltwassertag der Vereinten Nationen am 22.März

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

etwa neun Milliarden Menschen werden 2050 auf der Erde leben – schon heute hat jedoch eine Milliarde zu wenig zu essen, vielen fehlt selbst das Trinkwasser: Nahrungssicherheit und Wasser stehen deshalb im Mittelpunkt des diesjährigen Weltwassertages der Vereinten Nationen am Donnerstag, 22. März.

„Es steht zu erwarten, dass die großen Herausforderungen im globalen Wandel, der Klimaveränderung und der wachsenden geopolitischen Bedeutung künftig im Bereich Wasser liegen werden. Wasser ist deshalb nicht erst seit heute ein Megathema der Forschung“, sagt Dr. Peter Fritz, Vizepräsident für Forschung und Innovation am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). An einer ausreichenden, zuverlässigen Wasserversorgung arbeiten KIT-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler in Projekten in aller Welt. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Integrierte Wasserressourcen-Management, das nicht nur die technische Seite mit Wasserförderung, -aufbereitung und -verteilung, sondern auch ökologische und sozio-ökonomische Fragen berücksichtigt.

So ist im unteren Jordantal die Wasserknappheit extrem, die Verdunstung übersteigt die Niederschlagsmenge um ein Vielfaches. Im Projekt SMART (Sustainable Management of Available Water Resources with Innovative Technologies) entwickeln israelische, jordanische, palästinensische und deutsche Forscher unter Federführung des KIT ein Konzept, das alle verfügbaren Wasservorkommen einbezieht: Neben dem Grundwasser gehören aufbereitetes Abwasser, entsalztes Brackwasser und Flutwässer dazu, die nach starken Regenfällen im Winter über die Wadis zum Jordan und letztlich ins Tote Meer abfließen. Nähere Informationen: http://www.kit.edu/besuchen/pi_2011_8450.php

Auch auf der indonesischen Insel Java ist das Wasser in der Trockenzeit knapp, die Niederschläge der Regenzeit versickern rasch im Karstboden und fließen über ein unterirdisches Höhlennetz in den Indischen Ozean. In den vergangenen Jahren haben KIT-Wissenschaftler hier ein unterirdisches Höhlenstauwerk errichtet, das sie im vergangenen Jahr an die indonesische Regierung übergeben haben – heute versorgt es 75.000 Menschen mit bis zu 60 Litern Wasser am Tag. Derzeit laufen Aktivitäten in den Bereichen Wasserverteilung, Wasseraufbereitung und Abwasserentsorgung. Die gemeinsam mit Industriepartnern entwickelten Technologien sollen nun auch auf andere Standorte in Indonesien und Vietnam übertragen werden.

Nähere Informationen: http://www.iwrm-indonesien.de/  

Beitrag im Magazin “Look|KIT“: http://www.kit.edu/mediathek/print_looKIT/Mit_KIT-Bauingenieuren_in_Hoehlenkraftwerken_auf_Java.pdf

 

Wassermangel droht aber auch großen Metropolen: Die Metropolregion von Santiago de Chile ist das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes, hier leben auch die meisten Chilenen. Der Wasserbedarf dieser Region, der von der Landwirtschaft dominiert wird, übersteigt schon jetzt zeitweise das Wasserangebot aus Niederschlägen und dem Schmelzwasser aus den Anden. Die globale Erwärmung wird dies weiter verschärfen. Im Projekt „Climate Adaption Santiago“, welches das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung koordiniert, erarbeitet eine Gruppe des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT Anpassungsmaßnahmen im Energie- und Wassersektor. Dabei geht es zum einen um neue Möglichkeiten der Wasserspeicherung und zum anderen auch um effizientere Bewässerung in der Landwirtschaft oder Brauchwasserrecycling im urbanen Gebiet.

Nähere Informationen: http://www.climate-adaptation-santiago.ufz.de/index.php?en=19724

 

Beim Integrierten Wasserressourcen-Management ist das KIT federführend innerhalb der Helmholtz Water Alliance, welche die Helmholtz-Gemeinschaft Ende 2011 gründete und die das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung koordiniert. Die Wasserforschung hat in Karlsruhe eine lange, erfolgreiche Tradition. Nach der Gründung des KIT hat sich zu einer tragenden Säule der Umweltforschung entwickelt – mit 20 beteiligten Instituten und einem Jahresetat von 15 Millionen Euro.

 

Die Wasserforschung am KIT ist auch Schwerpunktthema der nächsten Ausgabe des Magazins „Look|KIT“, die am 24. April erscheint: http://www.pkm.kit.edu/kit_magazin.php

 

Für weitere Informationen stellt die Abteilung Presse gern den Kontakt zu den jeweiligen Ansprechpartnern her.

Bitte wenden Sie sich an Margarete Lehné, Telefon: 0721- 608 48121 oder E-Mail: margarete.lehne∂kit.edu

 

Ansprechpartner zu weiteren Highlights der KIT-Forschung sowie zu tagesaktuellen Themen bietet Ihnen das Portal „KIT-Experten“: http://www.pkm.kit.edu/kit_experten.php  

 

 

Freundliche Grüße

 

 

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

 

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Monika Landgraf

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