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*ARTIKEL*

*ARTIKEL*
author:

Birte Wirth, Sibylle Orgeldinger

source:

PKM-Presse

Date: 14.09.2016

Unverfälscht und ehrlich oder kalt und hässlich? Bei Sichtbeton als Baustoff scheiden sich die Geister. Die einen denken dabei an Le Corbusier und Tadao Andō, die anderen an Autobahnbrücken und Tiefgaragen. Sichtbeton ist ein besonders deutliches Beispiel für die unterschiedlichen Perspektiven von Experten und Laien bei der Wahrnehmung und Bewertung von Architektur. Wie es zu diesen Unterschieden kommt und wie sich Architektur angemessen vermitteln und kommunizieren lässt, untersuchen Wissenschaftler im Fachgebiet Architekturkommunikation a*komm, das zum Institut Entwerfen, Kunst und Theorie an der Fakultät für Architektur des KIT gehört. Sie befassen sich mit allen Formen der Kommunikation an der Schnittstelle zwischen Architektur und Öffentlichkeit. „Architektur erklärt sich nicht von selbst“, sagt Fachgebietsleiter Professor Riklef Rambow. „Vielmehr basiert sie auf einer kulturellen Tradition. Jeder planerische Akt bezieht sich auf einen komplexen innerfachlichen Diskurs.“ Wissen, Wahrnehmung und Bewertung hängen eng zusammen, wie der Psychologe erläutert. Diesen Zusammenhang und seine Bedeutung für die Kommunikation von Architektur zu erforschen und in auch der Architekturlehre fest zu verankern, ist Aufgabe des deutschlandweit einzigartigen Fachgebiets a*komm.

Wie steht es um das Ozonloch?

Der 16. September ist der Internationale Tag zur Erhaltung der Ozonschicht. Mit diesem Tag erinnern die Vereinten Nationen an das 1987 unterzeichnete Montreal-Protokoll zur Verringerung und schließlich vollständigen Abschaffung von ozonzerstörenden Chemikalien. Was ist seitdem aus dem Ozonloch geworden? „Das Montreal-Protokoll ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt PD Dr. Björn-Martin Sinnhuber, stellvertretender Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Spurengase und Fernerkundung (IMK-ASF) des KIT. „Die Konzentration ozonzerstörender Substanzen in der Atmosphäre nimmt schon seit Jahren ab. Nach ersten Hinweisen erholt sich nun die Ozonschicht – allerdings nur langsam.“ Wie der Forscher erklärt, bauen sich die in früheren Jahrzehnten emittierten ozonzerstörenden Substanzen wie FCKW oder Halone nur ganz allmählich ab. Da Produktion und Emission der meisten ozonzerstörenden Substanzen bereits weitgehend verboten sind, lässt sich die Erholung kaum beschleunigen. „Allerdings gibt es eine Reihe neuerer Substanzen, die bisher noch nicht unter das Montreal-Protokoll fallen, die wir aber im Auge behalten müssen. Die Konzentration einiger dieser Substanzen ist in der Atmosphäre bis jetzt noch gering, steigt aber stark an“, berichtet Sinnhuber. Solange sich die Ozonschicht noch nicht vollständig erholt hat, ist sie besonders in den Polargebieten weiterhin anfällig für starke Zerstörung. Im Winter 2015/16 war die Stratosphäre in rund zehn bis 30 Kilometern über der Arktis außergewöhnlich kalt, sodass die Voraussetzungen für eine starke Ozonzerstörung erfüllt waren. Dies haben Klimaforscher in der am KIT koordinierten Messkampagne POLSTRACC mit dem deutschen Forschungsflugzeug HALO detailliert untersucht. „Bis etwa Anfang März 2016 haben wir eine der stärksten Ozonzerstörungen der vergangenen Jahrzehnte über der Arktis beobachtet. Die Ozonzerstörung wurde jedoch durch einen plötzlichen Wetterumschwung in der Stratosphäre Anfang März – eine sogenannte Stratosphärenerwärmung – abrupt gestoppt“, berichtet Sinnhuber, der POLSTRACC zusammen mit seinem Kollegen Hermann Oelhaf koordiniert hat. Die Entwicklung der Ozonschicht lässt sich nicht losgelöst von anderen Veränderungen infolge des Anstiegs von Treibhausgasen in der Atmosphäre betrachten, wie Sinnhuber betont: „Wir beobachten globale Änderungen in der Temperatur, in der chemischen Zusammensetzung und in der Zirkulation der Atmosphäre, die alle auch Auswirkungen auf die Ozonschicht haben.“ Diese Zusammenhänge besser zu verstehen, ist eine der aktuellen Herausforderungen für die Klimaforschung. Dazu bedarf es einer weiteren langfristigen Beobachtung von Ozon und der damit zusammenhängenden Größen.

Tagung „Innovationen auf dem Land“

Gibt es neue Formen des Wohnens auf dem Land? Welche Chancen bieten „New Highlander“, die Bergdörfer besiedeln und dadurch abgelegene ländliche Gebiete wiederbeleben? Welche Rolle spielen Mikromobilität, Bürgerbusse und Mitnahmeplattformen auf dem Land? Aktuelle Forschungsfragen zu Wohnformen, Infrastruktur und Baukultur im ländlichen Raum stellt die Tagung „Innovationen auf dem Land“ am 13. und 14. Oktober 2016 in Baiersbronn vor. Mit ihrer Kreativität, Lebensqualität und Wirtschaftskraft tragen ländliche Räume zur Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs bei. Die vorgestellten Studien, Konzepte und Ideen aus Wissenschaft und Praxis könnten wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Förderprogrammen liefern. Das Tagungsprogramm umfasst interdisziplinäre Vorträge, Arbeitsgruppen und Diskussionen zum Innovationspotenzial auf dem Land. Die Tagung bietet Wissenschaftlern, Praktikern, der Landespolitik und aktiven Bürgern und Bürgerinnen die Chance des Austauschs und der Vernetzung. Die Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg veranstaltet die Tagung unter anderem in Kooperation mit dem KIT. Die Teilnahmegebühr beträgt 150,00€. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Weitere Informationen unter http://innovationen-auf-dem-land.de/Flyer.pdf