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Neue Apfelsorten im Test

Neue Apfelsorten im Test
author:

Sarah Werner

source:

KIT - Presse

Date: 07.10.2015

Der ideale Apfel sollte saftig sein, fruchtig schmecken und das ganze Jahr verfügbar sein, wenn es nach Verbrauchern und Apfelbauern geht. Neugezüchtete Apfelsorten versuchen so viele Ansprüche wie möglich in einer einzigen Frucht zu vereinigen. Wie sich diese von Standardsorten wie etwa „Elstar“ unterscheiden, untersucht Christoph Weinert zusammen mit seinem Kollegen Bernd Trierweiler am Max Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe: In einem aktuellen Forschungsprojekt verglichen sie 14 verschiedene Apfelsorten anhand mehrerer Kriterien, darunter herkömmliche Qualitätsmerkmale wie der Gesamtzucker- und Säuregehalt, die Fruchtfleischfestigkeit, die Lagerfähigkeit der Sorten und der Geschmack nach sechs Monaten Lagerung. Äpfel enthalten jedoch sehr viele verschiedene Stoffe, die alle zur Fruchtqualität beitragen können. Aus diesem Grund bewertete Weinert die neuen Apfelsorten mithilfe moderner Analysenverfahren, die es ermöglichen, mehr als 150 Inhaltsstoffe in einem Arbeitsgang zu bestimmen. Die Ergebnisse stellte Weinert beim Deutschen Lebensmittelchemikertag am KIT vor: Der Vergleich zeigte, dass sich zwar die grobe Zusammensetzung der verschiedenen Sorten kaum unterscheidet, es aber bei einzelnen Verbindungen große Konzentrationsunterschiede gibt, so etwa bei Vitamin C. Auch waren längst nicht alle der 14 Sorten gut lagerfähig: Nach sechsmonatiger Lagerung bei einem Grad Celsius waren nur noch acht Sorten verzehrbar, unterschieden sich jedoch stark im Geschmack: Während einige fast wie im frischen Zustand schmeckten, hatten andere kaum noch Aroma, was daran lag, dass sich die Konzentration der Inhaltsstoffe bei der Lagerung stark veränderte. „Durch die Versuche können wir dem Verbraucher zeigen, was sich auf dem Markt entwickelt und welche Sorten seinen Ansprüchen genügen“, sagt Weinert. „Allerdings gibt es noch offene Fragen, die wir erforschen müssen. Zum Beispiel müssen wir noch verstehen lernen, wie die Fruchtqualität und die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe im Einzelnen zusammenhängen.“ Das MRI und das Institut für Angewandte Biowissenschaften des KIT arbeiten schon seit Jahren eng in Forschungsvorhaben, Lehraufgaben und gemeinsamen Versuchseinrichtungen zusammen.

KIT-Wissenschaftler neuer Präsident der Gesellschaft für Angewandte Supraleitung

Supraleitende Materialien verlieren ihren elektrischen Widerstand, wenn man sie auf eine bestimmte Temperatur abkühlt. Dadurch können sie Strom nahezu verlustfrei leiten und so etwa die Leistung von Generatoren in Windkraftanalagen oder Stromleitungen verbessern. Ein Nachteil ist jedoch, dass diese Materialien in aufwendigen Verfahren auf Temperaturen im dreistelligen Minusbereich gekühlt werden müssen. Deshalb erforschen die Wissenschaftler des Instituts für Technische Physik (ITEP) am KIT unter anderem, wie Supraleiter für Anwendungen in der Energie- und Magnettechnik bei möglichst hohen Temperaturen möglichst viel Strom verlustfrei übertragen können. „Hierfür entwickeln wir zum Beispiel Drähte, Kabel und Bänder aus supraleitenden Materialien für Fehlerstrombegrenzer, Transformatoren und Spulen“, sagt Professor Bernhard Holzapfel, der das ITEP zusammen mit seinem Kollegen Professor Matthias Noe leitet. Holzapfel ist seit September neuer Präsident der European Society of Applied Superconductivity (ESAS). Er vertritt damit für die nächsten vier Jahre die Interessen von mehr als 1000 Mitgliedern auf dem Gebiet der angewandten Supraleitung in wissenschaftlichen, industriellen und politischen Foren. Der Verband organisiert Workshops, Projekte und Konferenzen, wie die European Conference on Applied Superconductivity EUCAS und unterstützt den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich angewandter Supraleitung.