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Forschen im ewigen Eis

Forschen im ewigen Eis
author:

Dr. Sybille Orgeldinger

source:

KIT-Abteilung Presse

Date: 05.01.2012
Preis für Horst Hippler
KIT-Präsident Horst Hippler hat den Europäischen Preis für Kultur und Wissenschaft im Palais Universitaire in Straßburg erhalten. Er erhielt die Auszeichnung in seiner Funktion als Eucor-Präsident, in der er sich um die deutsch-französischen Beziehungen verdient gemacht hat. Mit dem Preis würdigt die Europäische Kulturstiftung die fünf Eucor-Universitäten – Karlsruhe, Freiburg, Basel, Mülhausen und Straßburg – für ihre Zusammenarbeit. Philippe Richert, der französische Minister für die Gebietskörperschaften und Präsident des Elsässer Regionalrats, hob in seiner Laudatio besonders die Bedeutung von Eucor für die Zusammenarbeit der oberrheinischen Universitäten hervor. „Europa lebt von der sprachlichen und kulturellen Vielfalt, für die auch die Universitäten eine besonders wichtige Rolle spielen“, so Richert. Eucor, die Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten, ist ein deutsch-französisch-schweizerisches Meta-Netzwerk. Eucor fördert Kooperationen der Mitgliedsuniversitäten in Forschung und Lehre, Verwaltung, Kultur und Sport und unterstützt die Mobilität der Studierenden. 




Forschen im ewigen Eis
Endlose Weite in Weiß, eisige Stürme, unerbittliche Kälte: In der Antarktis gibt es keine festen menschlichen Siedlungen. Doch die Region am Südpol zieht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt an, die klimatische, geologische und biologische Zusammenhänge von globaler Bedeutung untersuchen. Eine von ihnen ist Antje Schlömer. Die Geophysikerin machte 2010 ihr Diplom am KIT und hat gerade auf der deutschen Polarforschungsstation Neumayer III des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) der Helmholtz-Gemeinschaft überwintert. Ebenfalls in der Antarktis forscht Anja Diez. Sie promoviert derzeit am AWI und erstellt ihre Dissertation in Kooperation mit der Gruppe Angewandte Geophysik am Geophysikalischen Institut (GPI) des KIT. Anja Diez gehört am AWI der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe LIMPICS an, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. In dieser Gruppe untersuchen junge Wissenschaftler Eigenschaften von Eis mithilfe von Seismik- und Radarmessungen. Die Bewegung des antarktischen Eisschilds wird durch Prozesse an seiner Ober- und Unterseite sowie durch die räumliche Variation der Fließeigenschaften im Eis kontrolliert. Über diese Vorgänge und ihre Wechselwirkungen lassen sich die Geschichte des Eisschilds erschließen und dessen künftiges Verhalten vorhersagen. Die LIMPICS Gruppe verbrachte in den vergangenen beiden Jahren bereits mehrere Wochen am Halvfarryggen, Dronning Maud Land. In wenigen Tagen geht es wieder in die Antarktis – dieses Mal sind Messungen in der Nähe der Kohnen-Station geplant.





Forschung am Fischauge
Stammzellen sind in der Lage, aus nur einer Zelle Nachkommen mit unterschiedlichen Spezialisierungen zu generieren. Das belegen Untersuchungen von Heidelberger und Karlsruher Biologen am Modellorganismus des Medaka-Fischs. Die Wissenschaftler um Jochen Wittbrodt vom Institut für Toxikologie und Genetik (ITG) des KIT wiesen nach, dass retinale Stammzellen Ursprung sämtlicher Zelltypen in der Netzhaut sind. Die Forschungsergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift „Cell Stem Cell“ veröffentlicht. Die Wissenschaftler kombinierten eine genetische Zellmarkierung mit Einzelzelltransplantationen am Modellorganismus des Medaka-Fischs. So konnten sie einzelne Stammzellen in der Netzhaut und alle ihre Nachkommen markieren. Stammzellen sind von übergeordnetem Interesse, weil sie dem Körper helfen, defekte Bereiche zu regenerieren. Die Erkenntnisse über retinale Stammzellen sind wichtig für die Grundlagenforschung zum Wachstum und der Regeneration des Auges. Zudem hat Wittbrodts neu entwickelte Methodik großes Potenzial für weitere Studien. Für seine Arbeiten am Centre for Organismal Studies (COS) der Universität Heidelberg und am ITG des KIT hat Jochen Wittbrodt nun einen ERC Advanced Grant für Spitzenforscher in Europa erhalten. Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert damit ein Projekt,, in dem der Wissenschaftler Stammzellen in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet und manipuliert, um so Wachstum, Regeneration und auch die Entstehung von Tumoren zu verstehen, mit 2,56 Millionen Euro. 





Vortrag über Küstenformen
Im Rahmen der Karlsruher Vortragsreihe „Forschung und Praxis in Wasserbau und Wasserwirtschaft“ spricht Giovanna Vittori vom Dipartimento di Ingegneria delle Costruzioni, dell'Ambiente e del Territorio (DICAT) in Genua/Italien am Donnerstag, 12. Januar, über „Stability analysis and coastal bedforms“. Der Vortrag im Theodor-Rehbock-Hörsaal, Altes Bauingenieurgebäude (KIT-Campus Süd, Gebäude 10.81, Otto-Amman-Platz 1) beginnt um 17.30 Uhr. Giovanna Vittori beschreibt verschiedene morphologische Merkmale von Küsten, die sich anhand linearer Stabilitätsanalyse vorhersagen lassen. Anschließend stellt sie ein neu entwickeltes Modell vor, mit dem sich die Bildung von Sandrücken und Sandbänken prognostizieren lässt. 




Tanzen am Sonntag
Das Übungstanzen des Arbeitskreises Kultur und Kommunikation (AKK) startet wieder am kommenden Sonntag, 8. Januar. Jeden Sonntag von 18.30 bis 20.30 Uhr können alle Interessierten in der Halle des Alten Stadions (KIT-Campus Süd, Gebäude 30.81, Engesserstraße 17) Standard und Latein üben. Unterricht gibt es keinen, aber bei Fragen helfen Tanzerfahrene gern weiter. Wichtig: Geeignete Schuhe für die Halle mitbringen!