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Weihnachtseinkauf für den guten Zweck

Weihnachtseinkauf für den guten Zweck
author:

Margarete Lehné, Sibylle Orgeldinger, Simon Scheuerle

source:

PKM-Presse

Date: 07.12.2016

Gerade vor Weihnachten kaufen viele Menschen gern in Online-Shops bequem von zu Hause aus ein. Die Plattform „Sunsteps.org“ (http://sunsteps.org) macht es möglich, dabei gleichzeitig für einen guten Zweck zu spenden – übrigens nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über. Hinter Sunsteps.org steht die Ausgründung enspire UG von Studierenden des KIT mit der Vision, die Welt sozusagen Klick für Klick ein bisschen besser zu machen. Sunsteps leitet den Nutzer zum Shop seiner Wahl weiter, der dann eine Werbeprovision von bis zu zwölf Prozent der Einkaufssumme bezahlt, mit der Sunsteps wiederum ein soziales Projekt unterstützt. Der Nutzer kann bereits aus rund 1.500 Partnershops auswählen und auch selbst entscheiden, welchem Projekt die Spende zugutekommen soll. Zurzeit unterstützt Sunsteps unter anderem den Kinderschutzbund Karlsruhe, die Bahnhofsmission und mehrere Projekte der Hochschulgruppe „Engineers Without Borders“, wie einen Trinkwasserbrunnen für ein Dorf im Süden Äthiopiens oder die Warmwasserversorgung für ein Kinderheim in Indien.

Positiver Trend in der motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen

Früher haben sich Kinder mehr bewegt und waren motorisch fitter. Das besagt nicht nur ein Klischee, sondern wurde für die letzten vier Jahrzehnte auch wissenschaftlich belegt. Ob sich dieser Trend auch in jüngerer Zeit so fortgesetzt hat, überprüfen Sportwissenschaftler des KIT und PH Karlsruhe mit dem Motorik-Modul, kurz MoMo: Die wissenschaftliche Langzeitstudie erhebt seit 2003 in mehreren Wellen für Deutschland repräsentative Daten zur motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen im Alter von vier bis 17 Jahren. Der Vergleich der ersten beiden Untersuchungszeiträume (2003 bis 2006 und 2009 bis 2012) liegt nun vor: „Die seit den 1970er Jahren festgestellten Rückgänge in der motorischen Leistungsfähigkeit können wir mit der Studie nicht weiter bestätigen“, sagt die Sportwissenschaftlerin Claudia Albrecht vom KIT. Die durchschnittliche motorische Leistungsfähigkeit liegt in der zweiten Untersuchung nicht niedriger als in der ersten. Bei etwa der Hälfte der Testaufgaben zeigt sich sogar eine leichte Verbesserung. „Daraus können wir schließen, dass möglicherweise die bewegungsförderlichen Aktivitäten in den vergangenen Jahren in Deutschland erste Wirkungen zeigen“, sagt Anke Hanssen-Doose, Sportwissenschaftlerin an der PH. Die Forscher geben jedoch keinesfalls Entwarnung: „Das Niveau der motorischen Leistungsfähigkeit ist im Vergleich zu Daten der letzten vier Jahrzehnte immer noch zu niedrig, sodass die Bewegungsförderung weiter ausgebaut werden sollte, vor allem auch in weiterführenden Schulen“. Aktuell läuft die dritte Erhebungswelle (2014 bis 2017), die Aufschluss darüber geben wird, ob der positive Sechs-Jahres-Trend anhält. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Studie.

Stiftungspreis für vorbildliche Teamprojekte

Rund um die Uhr das Licht anzuschalten oder aufs Internet zuzugreifen – das ist nicht überall auf der Welt selbstverständlich. Voraussetzung ist eine konstante Stromversorgung. Diese für eine Dorfgemeinschaft in Süd-Kivu, einer Region im Osten des Kongo, sicherzustellen und damit die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, hatte sich das Projektteam „Hydroélectricité Kivu“ der Hochschulgruppe Engineers Without Borders des KIT vorgenommen. Für ihr Konzept für den Bau eines Wasserkraftwerks hat die Stiftung Wissen plus Kompetenzen die Studierenden nun mit einem Preise für vorbildliche Teamprojekte ausgezeichnet. Neben dem gesellschaftlich orientierten Preis ging auch der Publikumspreis an diese Gruppe. Die Auszeichnung für ein technisch orientiertes Projekt ging an JointWatchR: Studentinnen und Studenten des KIT haben einen Laufschuh mit Sensoren und variabler Dämpfung entwickelt. Der Schuhe macht es möglich, Daten zu Belastung und Fußstellung beim Laufen zu sammeln und via App auf dem Smartphone anzuzeigen. Über diese App lässt sich die Dämpfung an den jeweiligen Untergrund anpassen. Die Stiftung Wissen plus Kompetenzen zeichnet in Kooperation mit dem House of Competence (HoC) am KIT einmal im Jahr vorbildliche Teamprojekte aus, die in besonderer Weise der Entwicklung fachübergreifender Kompetenzen dienen oder gedient haben.

Vortrag über mentale Stärke

„Gut sein, wenn’s drauf ankommt – Verbesserung der mentalen Stärke“ – so lautet der Titel eines Vortrags, den der Psychologe Jürgen Walter am Donnerstag, 15. Dezember, um 16 Uhr am Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) des KIT (Campus Süd, Gebäude 40.40, Engler-Bunte-Ring in Karlsruhe) hält. Jürgen Walter hat mit Spitzensportlern wie Mats Hummels, Frank Busemann, Patrik Kühnen und Christian Keller kürzlich den Film „Alles geschieht im Kopf“ zur Praxis der Sportpsychologie gedreht; Ausschnitte zeigt er in seinem Vortrag. Außerdem spricht der Sportpsychologe über Bedeutung und Verbesserung der mentalen Stärke, Stressreduzierung in Wettkampfsituationen sowie den Umgang mit Risikosituationen und die Übernahme von Verantwortung.

Innovative Technologie für Wahlen

Ein innovatives alternatives Wahlsystem, das die politische Repräsentativität des Parlaments verbessern soll, haben 45 Studierende der Wirtschaftswissenschaften im Seminar „Entscheidungsfindung in der Politik und Wirtschaft“ unter Leitung von Andranik S. Melik-Tangyan entwickelt und experimentell erprobt. Inspirieren ließen sie sich dabei vom Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Wahlsystem „The Third Vote“ sieht eine „Drittstimme“ vor, mit welcher der Stimmberechtigte weder einen Kandidaten noch eine Partei wählt, sondern in Form von Antworten auf mehrere Fragen genau die politische Einstellung, die seiner Meinung nach repräsentiert werden soll. Daraufhin wird überprüft, ob das politische Profil des Kandidaten mit dem des Wählers übereinstimmt. Die Einteilung der Parteien erfolgt dann nicht nach dem prozentualen Anteil der erhaltenen Stimmen, sondern nach der Repräsentativität des Zuspruchs der Bevölkerung. Die Studierenden haben ihr Wahlsystem in enger Kooperation mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss AStA bei den diesjährigen Wahlen zum Studierenden-Parlament des KIT erprobt, wobei es um Fragen wie Zulassungsbeschränkungen zu Studiengängen oder Videoüberwachung auf dem Campus ging, und das Experiment in einem Video dokumentiert. Im November stellten sie „The Third Vote“ auf dem „World Forum for Democracy“ in Straßburg vor und erhielten viel positive Resonanz. „Das Projekt hat die Kompetenz der angehenden Wirtschaftswissenschaftler in die Politikwissenschaften hinein erweitert“, sagt Andranik S. Melik-Tangyan. Weitere Informationen unter http://studierendenwahl.econ.kit.edu, Video unter https://www.youtube.com/watch?v=TCkSYpF5es8