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Geotechnikerin erforscht Folgen von Naturkatastrophen

Geotechnikerin erforscht Folgen von Naturkatastrophen
author:

Sarah Werner

source:

KIT-Presse

Date: 04.11.2015

Viele Naturkatastrophen lösen oft weitere verheerende Ereignisse aus: So verursachte etwa das Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan 2008 mehr als 15 000 Erdrutsche, die zu weiteren Todesfällen, Überschwemmungen und blockierten Straßen führten. Wie sich Gefahren und Auswirkungen solcher Ereignisse zukünftig verringern lassen, erforscht die Geotechnikerin Şebnem Düzgün, Professorin an der Middle East Technical University in Ankara: Als Gastwissenschaftlerin entwickelt sie nun am KIT ein System, mit dem sie die Schadensanfälligkeit von kritischen Infrastrukturen durch mögliche Erdrutsche, Überschwemmungen oder Brände nach Erdbeben bewerten kann. Grundlage ihrer Forschung sind die Erdbeben in Nepal aus dem Frühjahr 2015: Anhand von Analysen und Berichten wertet sie Informationen über Stärke und Ausmaß der Naturkatastrophen aus, die sich aufgrund der beiden Erschütterungen ereigneten. So könnte sie für künftige Erdbeben eine Prognose aufstellen, wie stark sich nachfolgende Naturkatastrophen ausprägen und welche Infrastrukturen besonders betroffen sind. Diese könnten so bereits zu einem frühen Zeitpunkt geschützt werden. An ausgesuchten Fallbeispielen aus der Türkei überprüft Düzgün ihr Bewertungssystem. Erste Ergebnisse erwartet sie Mitte nächsten Jahres. Für ihre Forschung hat sie ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten, mit dem sie für ein Jahr Jahre am Geophysikalischen Institut des KIT arbeiten kann. Sie forscht in der Arbeitsgruppe „Naturgefahren und Risiken“ unter der Leitung von Professor Friedemann Wenzel.

Per Anhalter um die Erde

„Rund ein Viertel der wild wachsenden Pflanzen in Deutschland sind nicht heimisch, sondern durch den Menschen bewusst oder unbewusst eingeführt. Er hat sie quasi per Anhalter mitgenommen", sagt Ingolf Kühn vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. und Professor für Makroökologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. „Zugewanderte Pflanzen können heimische Ökosysteme vor große Herausforderungen stellen.“ Welche konkreten Probleme sie verursachen können und wie seine Forschung dazu beiträgt, solche Pflanzen frühzeitig zu erkennen, zeigt er in seinem Vortrag „Per Anhalter um die Erde – Pflanzen erobern neue Länder“. Darin geht Ingolf Kühn auch auf Herkunft, Verbreitung und Vorkommen der fremden Arten ein. Der Beitrag ist Teil der öffentlichen Vortragsreihe, welche die Helmholtz-Gemeinschaft zu ihrem 20-jährigen Bestehen veranstaltet: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedenen Zentren stellen an jeweils fachfremden Zentren ihre Themen und Arbeiten vor, um so der Öffentlichkeit Einblicke in die vielseitige Helmholtz-Forschung zu ermöglichen. Die Veranstaltung findet am 19. November um 15:00 Uhr in der Aula des Fortbildungszentrums für Technik und Umwelt am KIT-Campus Nord statt (Hermann-von-Helmholtz-Platz 1, Geb. 101, Eggenstein-Leopoldshafen). Der Eintritt ist frei.

KIT-Professorin unter den 100 weltweit forschungsstärksten, deutschsprachigen Ökonomen

Wie beeinflussen politische Institutionen unsere Gesellschaft? Inwiefern bestimmen Funktionsweisen des Marktes unsere Verhaltensmuster und moralische Einstellungen? Oder wie können Auktionsregeln dabei helfen, Entscheidungen in Bewerbungsprozessen zu treffen? Mit diesen Fragen befasst sich Nora Szech vom Institut für Volkswirtschaftslehre des KIT. Zu den Forschungsschwerpunkten der Inhaberin des Lehrstuhls für Politische Ökonomie gehören das Institutionendesign, die Experimentalforschung und die Verhaltensökonomie, die sich mit dem Verhalten von Menschen in wirtschaftlichen Situationen befasst. Das Handelsblatt zählt Szech in seinem aktuellen Volkswirtschaftslehre-Ranking zu den 100 weltweit forschungsstärksten Ökonomen mit deutschem Hintergrund. In der Rangliste bewertet die Zeitung alle Beiträge, die Forscher insbesondere in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht haben. Dabei werden alle 4.000 Mitglieder des „Vereins für Socialpolitik“ berücksichtigt, der eine der größten Vereinigungen von Wirtschaftswissenschaftlern weltweit ist. Das Ranking ergibt sich aus der Anzahl der Veröffentlichungen sowie dem Ansehen der Journale und gilt als ein Indikator für die Leistungen der Forscher. Für junge Wissenschaftler, die vergleichsweise wenig Zeit zum Publizieren hatten, ist es eine Herausforderung, hier vertreten zu sein. Bereits mit 35 Jahren erreichte Szech Platz 55 – als eine von nur sechs Frauen in den Top 100. Forschungsstärkste Frau ist die 41-jährige Ulrike Malmendier von der UC Berkeley auf Platz 41.

Deutschlandstipendien am KIT vergeben

300 Euro monatlich, für mindestens zwei Semester – das bietet das Deutschlandstipendium leistungsstarken und engagierten Studierenden an deutschen Hochschulen. Am KIT erhalten insgesamt 233 Studentinnen und Studenten eine solche Förderung. Die feierliche Verleihung der Stipendien fand Anfang November statt: Die Stifter übergaben die Stipendienurkunden persönlich und konnten so „ihre“ Stipendiaten in Gesprächen kennenlernen. 70 Privatpersonen, Unternehmen und Vereine beteiligten sich an der Förderung, darunter 20 Alumni des KIT. Sie tragen die Hälfte der Finanzierung, die zweite Hälfte kommt vom Bund. Das Stipendium soll es den Studierenden erleichtern, sich auf ihre Hochschulausbildung konzentrieren und ein Netzwerk schaffen zu können. Neben guten Noten zeichnet die Stipendiaten auch gesellschaftliches Engagement aus, zum Beispiel in Vereinen, Hochschulpolitik oder sozialen Einrichtungen. Für die Auswahl wird auch berücksichtigt, wenn die Studierenden persönliche Hindernisse überwunden haben, wie etwa Krankheiten, die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger oder Migration.