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Neuartige Bauteile der Elektrotechnik im Visier

Neuartige Bauteile der Elektrotechnik im Visier
author:

Dr. Sibylle Orgeldinger

links:
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KIT-Pressestelle

Date: 08.07.2010

Neues aus dem KIT - 08.07.2010

Netzwerk zur Risikoforschung
Das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM), eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung des KIT und des GFZ (Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum), die sich mit Katastrophenmanagement und Risikominderung befasst, ist als erste Einrichtung in Deutschland Mitglied des Willis Research Network (WRN) geworden. Beim WRN handelt es sich um eine Partnerschaft zwischen Willis, einem der weltweit größten Versicherungsmakler, und der Wissenschaft. Mehr als 30 Forschungseinrichtungen aus der ganzen Welt, unter anderem aus Großbritannien, den USA und Japan, gehören dem Netzwerk an. WRN zielt darauf, Forschungsarbeiten transparent und interdisziplinär auf Extremereignisse zu konzentrieren, um diese besser zu verstehen. Mit einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung zum Thema „Naturgefahren und Klimawandel – Integration wissenschaftlicher Forschungserkenntnisse in die Risikoabschätzung und das Rückversicherungsmanagement“ in Potsdam haben das CEDIM und das WRN kürzlich die Aktivitäten des Netzwerks in Deutschland eingeleitet. Das CEDIM baut durch die Zusammenarbeit mit dem Willis Research Network die systematische Interaktion mit der Versicherungswirtschaft sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene weiter aus.

Effiziente Rechnersysteme
Neue Wege für den Entwurf und die Programmierung von parallelen Rechnersystemen zu erschließen ist Ziel des Sonderforschungsbereichs/Transregio „Invasive Computing“. An dem diesen Monat gestarteten Projekt, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zunächst für vier Jahre mit rund neun Millionen Euro fördert, sind fünf Forscherteams des KIT beteiligt. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Erlangen-Nürnberg, die den Sonderforschungsbereich koordinieren, und der Technischen Universität München befassen sie sich mit der Weiterentwicklung von so genannten Mehrkernrechnern. Diese besitzen mehrere Verarbeitungseinheiten und können damit verschiedene Aufgaben parallel bewältigen. Das steigert Rechenleistung und -geschwindigkeit erheblich. Die Grundidee des neuen Sonderforschungsbereichs besteht darin, parallel laufende Programme zu befähigen, Berechnungen selbstorganisierend auf eine Menge aktuell verfügbarer Ressourcen zu verteilen und diese nach Abarbeitung wieder freizugeben. Dabei stünden die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Rechnersysteme im Vordergrund, erklärt der Standortkoordinator vonseiten des KIT, Jörg Henkel. Am KIT sind neben der Gruppe um Henkel auch die Forscherteams von Rüdiger Dillmann, Peter Sanders und Gregor Snelting an der Informatikfakultät sowie von Jürgen Becker an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik beteiligt.

Otto-Lehmann-Preis 2010
Der diesjährige Otto-Lehmann-Preis geht an Felix Gölden für seine Doktorarbeit über die Herstellung von Mikrowellenkomponenten auf der Basis von Flüssigkristallen. Mit der Auszeichnung, die mit 5 000 Euro dotiert ist, würdigen die Otto-Lehmann-Stiftung und das KIT bereits zum zwölften Mal herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Flüssigkristalle. Mitte des Monats nimmt Felix Gölden den Preis am KIT entgegen. Er überzeugte die Jury mit seiner am Fachgebiet Mikrowellentechnik der Technischen Universität Darmstadt vorgelegten Dissertation über „Flüssigkristall-basierte Mikrowellenkomponenten mit schnellen Schaltzeiten: Material, Technologie, Leistungsverträglichkeit“. Darin untersucht er die physikalischen Zusammenhänge zwischen flüssigkristallinen Strukturen und ihren dielektrischen Eigenschaften im Hochfrequenzbereich. Seine Forschungen ermöglichen neuartige Bauteile der Elektrotechnik, beispielsweise für Satellitenverbindungen. Auf einer weiteren Entwicklungsstufe ist auch der Einsatz in Abstandsradargeräten für Kraftfahrzeuge denkbar. Gölden wählte die Flüssigkristallmaterialien in enger Zusammenarbeit mit der Firma Merck aus, dem weltweit führenden Hersteller von Flüssigkristallsubstanzen für LCD-Bildschirme und Stifter der Otto Lehmann-Stiftung. Mit der Auszeichnung für junge Wissenschaftler erinnert die Stiftung an ihren Namensgeber Otto Lehmann, der von 1889 bis 1922 Ordinarius für Physik an der damaligen Technischen Hochschule Karlsruhe war und Pionierarbeit bei der Erforschung von Flüssigkristallen leistete.

Über tropische Nutzpflanzen
Bei einer Führung im Botanischen Garten des KIT am kommenden Sonntag 11. Juli, ab 10.15 Uhr berichtet Bea Zaban Wissenswertes über „Tropische Nutzpflanzen“. Die Teilnehmer erfahren dabei vieles über Dinge, die sie tagaus, tagein zu sich nehmen – beispielsweise dass Kaffeebeeren nicht braun sind, dass die Vanille eine Orchidee ist, und dass die Erdnuss eigentlich nichts mit Nüssen zu tun hat.

Konzert des Sinfonieorchesters
Im Rahmen der großen Landesausstellung „Musikkultur in Baden-Württemberg“ gibt das Sinfonieorchester des KIT unter Leitung von Dieter Köhnlein am kommenden Samstag, 10. Juli, um 18 Uhr ein Konzert im Konzerthaus Karlsruhe. Auf dem Programm stehen die Festliche Ouvertüre von Dimitri Schostakowitsch, das Klavierkonzert Nr. 1 von Frederic Chopin und die Sinfonie Nr. 1 von Johannes Brahms. Solist ist der Pianist Andrej Jussow. Karten gibt es bei Schlaile, Padewet und der Buchhandlung am Kronenplatz sowie an der Abendkasse.

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