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Mobilitäts- und Energieberatung: Mit dem Smartphone unterwegs in Richtung Zukunft

Mobilitäts- und Energieberatung: Mit dem Smartphone unterwegs in Richtung Zukunft
author:

Sophia Nietzschmann

source:

PKM-Presse

Date: 09.03.2016

Vom elektronischen Fahrkartenkauf für Bus und Bahn bis hin zum Car- und Bikesharing, bei dem man flexibel Autos, oder Fahrräder leihen kann: Um die eigene Mobilität mit dem Smartphone zu organisieren, gibt es unzählige Apps auf dem Markt. Solche Anwendungen können Zeit und Nerven sparen. Doch wie funktionieren sie? Und worauf muss man achten? Zu diesen und weitere Fragen beraten Expertinnen und Experten vom Institut für Verkehrswesen des KIT. Im Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Karlsruher Oststadt erklären sie Interessierten, wie man die eigene Mobilität mit dem Smartphone einfach, kostengünstig und individuell gestalten kann – von der Installation bis zum Verwenden der App. Im Projekt „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ des KIT dient der Zukunftsraum als Treffpunkt zwischen Wissenschaftlern und interessierten Bürgerinnen und Bürger. Die Mobilitätsberatung findet dienstags von 14 bis 18 Uhr statt und ist kostenlos. Persönliche Beratungen können telefonisch vereinbart werden unter 0721 608 28953.
Außerdem vermitteln die Mitarbeiter des Quartier Zukunft im Zukunftsraum Experten der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur, die Interessierte etwa zum Energiesparen in Haushalten beraten. Dienstags, 14 bis 18 Uhr und donnerstags 9 bis 18 Uhr können sich Interessierte vor Ort informieren und Termine zur individuellen Beratung vereinbaren. Beide Angebote finden statt im Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft, Rintheimer Straße 46, 76131 Karlsruhe. Eine Anmeldung hierfür ist nicht erforderlich. Weitere Informationen im Internet unter: www.quartierzukunft.de/neuigkeiten/

Die Treibhausgasbilanz einer Tasse Kaffee

Auch das beliebteste Heißgetränk der Deutschen sorgt vom Anbau bis zum Konsum für Treibhausgasemissionen: So entspricht die Bilanz der morgendlichen Tasse am Frühstückstisch etwa der eines Kleinwagens auf 100 Metern. Das berechnete Jens Buchgeister, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT: Vom Anbau der Pflanze, über den Schiffstransport, bis in die Tasse ermittelte der Ingenieur die Treibhausgasbilanz verschiedener Zubereitungsvarianten von Kaffee. Dabei stellte sich heraus, dass eine mit sieben Gramm Pulver in der Maschine gekochte Tasse des Wachmachers verantwortlich ist für rund 19 Gramm CO2-Äquivalente – und damit so klimaschädlich wie eine 100 Meter lange Autofahrt. Als besonders umweltbelastend stellte sich starker Kaffee mit zehn Gramm Pulver heraus, wenn dieser zusätzlich für acht Minuten auf einer Heizplatte warm gehalten wird: Hier nehmen die Treibhausgasemissionen um 48 Prozent zu. In Deutschland werden pro Kopf durchschnittlich 77.000 Tassen Kaffee im Laufe des Lebens konsumiert. Nach der Berechnung von Buchgeister entspricht die dadurch ausgestoßene Treibhausgasmenge etwa einer Autofahrt von Karlsruhe nach Peking. Wer das Klima schonen will, aber nicht auf Kaffee verzichten möchte, der kann vor allem durch Stromeinsparen bei der Zubereitung etwas tun: „Am besten ist, möglichst kein Kaffeepulver zu verschwenden und eine Thermoskanne zum Warmhalten zu nutzen“, so der Wissenschaftler.

Vitaminpräparate oder lieber in den sauren Apfel beißen – Was braucht der Mensch?

Die einen wollen mit ihnen Osteoporose vorbeugen, die anderen nehmen sie für einen strahlenden Teint an trüben Wintertagen oder bei schlechter Konzentrationsfähigkeit: Bis zu 50 Prozent der Deutschen konsumieren Nahrungsergänzungsmittel. Besonders beliebt sind Magnesiumpräparate mit einem Jahresumsatz von rund 184 Million Euro. Doch was ist dran an Nahrungsergänzungsmitteln – reichen die Vitamine in Obst und Gemüse nicht mehr aus? „Das sind Märchen“, sagt Achim Bub, Leiter des Studienzentrums für Humanernährung und des Arbeitsbereiches Leistungsphysiologie und Ernährung am KIT. Vielmehr bestehe das Problem darin, dass die meisten Menschen schlicht zu wenig Obst und Gemüse essen. Denn der tatsächliche Bedarf an Nährstoffen habe sich bei gesunden Menschen in den letzten Jahrzenten nicht erhöht. Dass trotzdem immer wieder zu Zusatzpräparaten gegriffen wird, könnte laut Bundesinstitut für Risikobewertung an ihrer Vermarktung liegen, die gesundheitsfördernde Wirkungen verspreche. „Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel“, mahnt Bub. „Wenn kein akuter Mangel besteht, haben sie keinen Zusatznutzen und können in hohen Mengen sogar schaden.“ Der Wissenschaftler rät stattdessen zu einer abwechslungsreichen Ernährung: „Obst und Gemüse sind heute so vielfältig vorhanden wie nie zuvor. Das sollten wir auch nutzen.“ Um „Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln“ ging es auch am Gesundheitstag am KIT in dieser Woche. Einmal im Jahr bietet er Mitarbeitenden die Gelegenheit, sich bei Vorträgen, Workshops und Mitmachangeboten rund um das Thema Gesundheit und Vorsorge zu informieren.