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Studienprojekt in Patagonien

Vom "ICELAB" berichtet Nina Steinhübel in der Ausgabe 1.2016 von clicKIT. Was genau die Studierenden vor Ort machen, erklärt Prof. Renzo Vallebuona.

„Wir möchten mit dem Projekt einen richtigen Beitrag auf internationaler Kooperationsebene leisten“, erklärt Renzo Vallebuona. Die Auflagen für das Projekt sind streng. Das Forschungslabor soll in einem Naturschutzgebiet aufgebaut werden, dementsprechend muss es autark sein und darf weder in die umliegende Natur eingreifen noch diese schädigen. Mit diesen Vorgaben haben die Studierenden des „ICELAB-Projektes“ im vergangenen Sommersemester erste Entwürfe für das Aussehen und die Funktionalität des Wohnraumes ausgearbeitet. Als nächstes sollen aus diesem Spektrum die geeignetsten Ideen ausgewertet und aus deren Summe ein realistischer Prototyp konstruiert werden. Dieser soll dann auf die inseltypischen Witterungsbedingungen und Autarkie getestet, in Einzelteile zerlegt und anschließend per Container verschifft werden. „Da das Projekt aber sehr kostspielig ist und seine Fortschritte von der Unterstützung durch Sponsoren und Drittmittel abhängen, wissen wir noch nicht genau, wann diese Schritte stattfinden werden“, erklärt Renzo Vallebuona. Die Studierenden, die am Bau des Prototyps beteiligt sind, dürfen am Ende als Montagegruppe mit nach Patagonien reisen, um das Forschungslabor vor Ort selbst aufzubauen. Für Renzo Vallebuona hat „ICELAB“ persönlich eine wichtige Bedeutung: „Für einen Architekturstudenten ist fast nie die Gelegenheit gegeben, die eigene Vision auch realisieren zu können. Dafür ist das Projekt eine traumhafte Möglichkeit“. Darüber hinaus liegt ihm auch noch eine andere Sache besonders am Herzen: „Ich hoffe, dass meine Studierenden auf der Insel ein Vergrößerungsglas in die Hand nehmen, für ein paar Tage in die Natur verschwinden und das mikroskopische Leben der Insel selbst erforschen."