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Ergebnisverwertung

Das Ergebnis einer Lehrveranstaltungsevaluation wird den Studierenden zugänglich gemacht

Das ist verpflichtend und wird in § 13 „Diskussion der Ergebnisse in der Lehrveranstaltung“ der Evaluationsordnung für Lehre, Studium und Weiterbildung geregelt:

„Das Ergebnis der Evaluation wird von den betroffenen Lehrenden im laufenden Semester in der Lehrveranstaltung zeitnah vorgestellt und diskutiert.“

 

Lehrveranstaltungen sollen durch Evaluationen besser werden

Nicht jede Lehrveranstaltung muss unbedingt verbessert werden; die große Mehrheit der Lehrveranstaltungen am KIT ist unkritisch und wird von den Studierenden auch häufig hervorragend bewertet. Daher ist ein flächendeckender Aufruf zur Qualitätsentwicklung aller Einzelveranstaltungen wenig sinnvoll.

Das KIT-Modell der Lehrveranstaltungsevaluation will „Follow-Up“ gezielt da erzeugen, wo es anhand der Evaluationsergebnisse wirklich notwendig ist. Unter „Follow-Up“ werden alle Folgemaßnahmen der Evaluation verstanden, die zu einer Verbesserung der Einzelqualität einer Lehrveranstaltung oder der Lehrveranstaltungen einer Lehreinheit insgesamt führen.

 

Am KIT geschieht dies auf drei verschiedenen Ebenen:

1. Ebene: Lehrveranstaltung
Die Erzeugung von Follow-Up auf der Lehrveranstaltungsebene setzt die Bereitschaft der Lehrenden voraus, die eigenen Evaluationsergebnisse wahrzunehmen und sie aktiv zur Gestaltung der Lehre zu nutzen. Diese Bereitschaft hat am KIT in den letzten Semestern spürbar zugenommen. So melden sich jedes Semester viele Lehrende in der Abteilung Qualitätsmanagement, deren Lehrveranstaltungen gar nicht Teil einer zu evaluierenden Stichprobe sind, und bitten uns um die Durchführung einer Evaluation ihrer Lehrveranstaltung.
Eine Beobachtung, die uns in Gesprächen mit Studiendekanen und Fachschaften des KIT immer wieder bestätigt wird, ist, dass das Vorhandensein der flächendeckenden und regelmäßigen Evaluationen sich positiv auf das Bemühen der Lehrenden auswirkt, eine hochwertige Lehrveranstaltung anzubieten. Die Lehrenden strengen sich insgesamt mehr an, um auch bei den Evaluationen gut abzuschneiden.
Als sehr förderlich für die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen erweist sich auch der Umstand, dass die Lehrenden am KIT über die Evaluationsordnung zur Reflexion ihrer Lehrveranstaltung in einem Gespräch mit den Studierenden über die Evaluationsergebnisse verpflichtet sind.


2. Ebene: Fakultätsrat, Studienkommission, Studiendekan/in
Die Berichte für die Fachbereiche enthalten die Einzelergebnisse des „Monitoring der Lernbedürfnisse“ auf der Grundlage des Lehrqualitätsindex (LQI). Das Monitoring filtert automatisch die Lehrveranstaltungen aus allen Lehrveranstaltungsevaluationen am KIT heraus, deren Einzelergebnisse von Fakultätsräten, Studiendekaninnen und Studiendekanen sowie den Lehrenden, die die Lehrveranstaltung verantworten, einer genaueren Prüfung in den Follow-Up-Gesprächen unterzogen werden sollen. Die Komplexität der empirischen Ergebnisse von ca. 1.500 Lehrveranstaltungsevaluationen mit einem Rücklauf von ca. 50.000 Fragebögen jedes Semester am KIT wird so auf ein überschaubares Maß reduziert.

Am KIT wissen wir seit der Einführung des LQI in das Berichtswesen zur Evaluation der Lehre an allen KIT-Fakultäten genau, welche Lehrveranstaltungen im aktuellen Semester problematisch sind und warum diese kritisch bewertet werden. Die Ergebnisse des Monitoring ermöglichen uns das gezielte und kontinuierliche Follow-Up, das allmählich zum Rückgang der kritischen Lehrveranstaltungen am KIT führt.

Die zusammenfassenden Evaluationsberichte werden von der Abteilungsleitung des Qualitätsmanagements jedes Semester in einem persönlichen Gespräch den Studiendekaninnen und Studiendekanen der Lehreinheiten übergeben und die Ergebnisse und mögliche Folgemaßnahmen diskutiert.
Die Studiendekanin bzw. der Studiendekan informiert alle Mitglieder des Fakultätsrats und die Studienkommission über die Ergebnisse und verständigt sich über die einzuleitenden Maßnahmen der Qualitätssicherung (z.B. persönliches Gespräch einzelner Lehrenden mit Fakultätsrat, Kontrolle der Evaluationsergebnisse einzelner Lehrveranstaltungen über mehrere Semester, individuelle Empfehlungen zur hochschuldidaktischen Weiterbildung, Nichtverlängerung von Verträgen (bei Lehrbeauftragten), Vergabe von Lehrpreisen, Umstrukturierung des Lehrangebots etc.). Über die Maßnahmen legt die KIT-Fakultät ein Follow-up-Protokoll an und archiviert dieses.


3. Ebene: Vizepräsident für Lehre und akademische Angelegenheiten und Senatskommission für Studium und Lehre
Die Abteilungsleitung des Qualitätsmanagements übergibt dem Vizepräsidenten für Lehre und akademische Angelegenheiten jedes Semester einen Endbericht mit den aggregierten Ergebnissen für alle Lehreinheiten und bespricht diese in einem persönlichen Gespräch.
Über alle Lehrveranstaltungen, die einen LQI im kritischen Bereich erreicht haben, tauscht sich der Vizepräsident für Lehre und akademische Angelegenheiten mit den zuständigen Studiendekanen/innen aus und bespricht die einzuleitenden Maßnahmen. Der Endbericht für den Vizepräsidenten für Lehre und akademische Angelegenheiten wird der Senatskommission Studium und Lehre zur Verfügung gestellt.