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Durchführung der Lehrveranstaltungsevaluation

Ablauf der Evaluation einer Lehrveranstaltung

Die Ausgabe der Fragebögen in einer Lehrveranstaltung erfolgt in der Regel durch die Lehrenden, in einigen Studiengängen wird die Ausgabe auch durch die Fachschaft organisiert. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist jedoch beim Einsammeln und bei der Weitergabe an die mit der Auswertung beauftragte Stelle sicherzustellen, dass die Lehrenden keine Kenntnis von ausgefüllten Fragebögen erhalten.


Diese Vorgabe lässt sich am einfachsten umsetzen, wenn Studierende in der Veranstaltung die Fragebögen nach dem Ausfüllen einsammeln und direkt in der Evaluationsstelle abgeben. Einem Lehrenden dürfen ausgefüllte Fragebögen nur in einem durch Studierende verschlossenen Umschlag ausgehändigt werden. Der Lehrende kann die Fragebögen dann selbst in der Evaluationsstelle abgeben oder auch per Hauspost verschicken. Wir möchten die Studierenden aber grundsätzlich bitten, die Fragebögen nach der Evaluation der Veranstaltung direkt in die Evaluationsstelle zu bringen. Das garantiert eine schnelle Auswertung und ein schnelles Feedback der Ergebnisse an Lehrende und Studierende.
Wir möchten die Studierenden bitten, die die Fragebögen zur Evaluationsstelle bringen oder sie in einem geschlossen Umschlag den Lehrenden übergeben, darauf zu achten, dass das gelbe Deckblatt zur Evaluation, das Sie von den Lehrenden erhalten, den ausgefüllten Fragebögen beiliegt, damit wir die Fragebögen auch der richtigen Veranstaltung zuordnen können.

 

Wenn Sie Fragen haben: wir sind jeden Tag für Sie da.

 

Papierfragebögen vs. Online-Befragung

Die Lehrveranstaltungsevaluation wird am KIT flächendeckend mit Papierfragebögen durchgeführt. In einzelnen begründeten Fällen bieten wir die Durchführung von Online-Evaluationen an, z. B. um sehbehinderten Studierenden eine Beteiligung an der Evaluation zu ermöglichen, denn Online-Fragebögen können mit speziell für Sehbehinderte entwickelten Computerprogrammen den Befragten vorgelesen werden. Sinnvoll sind Online-Befragungen auch bei Studiengängen, die nicht gänzlich auf Präsenzveranstaltungen setzen („blended learning“).


Die Entscheidung zu Gunsten der papiergestützten Lehrveranstaltungsevaluation basiert auf jahrelangen Erfahrungen, die am KIT (und früher an der Universität Karlsruhe) mit Online-Erhebungen gesammelt werden konnten. Dabei wurde insbesondere eine sehr niedrige Motivation der Studierenden festgestellt, die Fragebögen online auszufüllen. Gleichfalls zeigte sich, dass trotz des niedrigen Fragebogenrücklaufs die Kommentare und Anmerkungen im Freitextbereich bei den Online-Erhebungen gegenüber den papiergestützten Erhebungen deutlich zunahmen. Die Antworten hatten zwar insgesamt eine hohe Qualität, sie spiegelten jedoch nicht die durchschnittliche Meinung der Studierenden über die Veranstaltung wider, sondern im Besonderen die kritischen Aspekte der Veranstaltung. Diese in der Statistik als Stichprobenbias beschriebene Verzerrung wirkt sich negativ auf die Repräsentativität der erhobenen Daten aus.


Dies ist für sich genommen nicht schlimm, wenn die Ergebnisse nur zur Diskussion mit den Studierenden oder als Anregung für Verbesserungen genutzt werden; tendenziell eher negative Rückmeldungen können sogar besonders informativ und hilfreich in bestimmten Kontexten sein.


Die Ergebnisse der Lehrveranstaltungsevaluation fließen jedoch gemäß § 5 (1) und § 13 (9) LHG Baden-Württemberg in aggregierter Form in das allgemeine Berichtswesen der Universität mit ein. Basieren die Ergebnisse nun auf die Online-Erhebungen, werden die Veranstaltungen in der Außendarstellung durch den Stichprobenbias negativer dargestellt, als sie es tatsächlich sind.


Da es die Aufgabe der Evaluationsstelle ist, den Fakultätsleitungen, der Hochschulleitung und dem Ministerium im Rahmen des Berichtswesens wissenschaftlich belastbare empirische Daten zur Verfügung zu stellen und es zudem nicht im Sinn eines Fachbereichs sein kann, dass die Lehre in den aggregierten Berichten negativer dargestellt wird, als sie es tatsächlich ist, werden die Veranstaltungen heute grundsätzlich papiergestützt evaluiert.