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Portrait Monika Landgraf
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Mückenstift fürs Smartphone

Mückenstift fürs Smartphone
Autor:

Sibylle Orgeldinger

Quelle:

Pressestelle des KIT

Datum: 09.08.2017

Ein Smartphone lässt sich für alles Mögliche nutzen – neuerdings auch zur Behandlung von Insektenstichen: Mit dem „heat_it“ haben vier Studenten des KIT eine handliche mobile Vorrichtung entwickelt, die sich an ein Android-Smartphone anschließen lässt und einen Insektenstich in Sekunden heilt. Der „heat_it“ gibt konzentrierte Wärme ab, welche die Toxine der Mücke abbaut und dadurch Schwellung und Juckreiz verhindert. Über eine App lassen sich Hauttyp und Art des Stiches einstellen. Die bewährte, rein physikalische Wirkung löst keine allergischen Reaktionen aus und verursacht keine unangenehmen Gerüche; der Stromverbrauch ist gering. Auch gegen Herpesbläschen wirkt die konzentrierte Wärme. Darüber hinaus ermöglicht die App verschiedene Zusatzfunktionen, wie die fotografische Dokumentation des Heilungsverlaufs oder Voraussagen über die Insektenverbreitung an bestimmten Orten. Die Erfinder Armin Meyer, Christof Reuter, Lukas Liedtke und Stefan Hotz haben für den „heat_it“ mittlerweile eine Patentanmeldung eingereicht. Außerdem starten die Studenten, betreut von Dario Mager am Institut für Mikrostrukturtechnik des KIT, mit ihrer Erfindung im Oktober dieses Jahres bei COSIMA, einem deutschlandweiten Studentenwettbewerb im Bereich Mikrosystemtechnik, und suchen derzeit noch nach Sponsoren. Informationen unter www.heatit.net

Bergregionen im Klimawandel

Bergregionen sind vom Klimawandel besonders stark betroffen, bedingt durch die erosionsanfälligen Böden und Felsformationen, die von Flüssen und Bächen geprägten Landschaften, die spezifische Tier- und Pflanzenwelt sowie die extremen Wetterereignissen ausgesetzten Höhenlagen. Veränderungen der Lufttemperatur und der Niederschlagsmenge wirken sich in Bergregionen schwerwiegender aus als in Ebenen. Dabei hängen Atmosphäre, Biosphäre, Pedosphäre (Böden) und Hydrosphäre (Gewässer) eng zusammen und wirken wechselseitig aufeinander. Diese komplexen meteorologischen, geologischen, physikalischen, chemischen und biologischen Vorgänge und Veränderungen an den Schnittstellen sind Gegenstand der Forschung im Graduiertenkolleg MICMoR (Mechanisms and Interactions of Climate Change in Mountain Regions). Gegründet wurde die Helmholtz Research School auf Initiative des Leiters des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMF-IFU) des KIT, Hans Peter Schmid. MICMoR bringt unter Federführung des in Garmisch-Partenkirchen ansässigen IMK-IFU Wissenschaftler aus den verschiedensten Bereichen der Klima- und Umweltforschung mit Doktoranden zusammen. In disziplinen- und methodenübergreifenden Arbeiten an acht Partnerinstitutionen untersuchen die Forscher den Klimawandel in Bergregionen, wo auch kleinste Veränderungen dramatische Folgen haben können.

KIT auf der EXPO 2017

Menschliche Bewegungen in Strom umzuwandeln, um damit mobile Geräte zu versorgen – das ist das Ziel zweier Systeme, mit denen das KIT derzeit auf der Weltausstellung EXPO 2017 in Astana/Kasachstan vertreten ist: Dort zeigt das Institut für Angewandte Informatik (IAI) ein Gerät, das am Handgelenk zu tragen ist und den Armschwung in elektrische Energie umwandelt, sowie ein weiteres Gerät, das sich in eine Fußprothese integrieren lässt. „Sowohl Smartphones als auch am Körper getragene medizinische Geräte sind auf eine mobile Stromversorgung angewiesen. Die Speicherkapazität der Batterien ist jedoch begrenzt. Sogenannte Body Energy Harvesting Systeme bieten eine Möglichkeit, die Einsatzfähigkeit der Geräte rund um die Uhr zu gewährleisten“, erklärt Christian Pylatiuk von der Arbeitsgruppe Automatisierte Bild- und Datenanalyse am IAI. „Vergleichbare Systeme werden beispielsweise in Automatikuhren seit Jahrzehnten eingesetzt.“ Die beiden Exponate des IAI sind noch bis zum 10. September im „Kinetic Lab“ des Museums für Energie der Zukunft auf der Ebene 3 im zentral gelegenen Hauptpavillon des Gastgeberlands der EXPO 2017 zu sehen. Weitere Informationen unter https://expo2017astana.com/en/