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Aus dem Winterschlaf erwacht: der Teilchenbeschleuniger am CERN

Aus dem Winterschlaf erwacht: der Teilchenbeschleuniger am CERN
Autor:

Sarah Werner

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 01.06.2016

Es „knallt“ wieder im Large Hadron Collider (LHC) am CERN: Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger geht in seine zweite Messphase bei höchsten Energien. In den vergangenen Monaten haben Wissenschaftler und Techniker den LHC darauf vorbereitet, an seiner Leistungsgrenze deutlich mehr Teilchen als bisher gegeneinander zu schießen und die riesigen Datenmengen besser zu verarbeiten. So wollen sie 2016 etwa sechsmal mehr Kollisionsereignisse bereitstellen als im vergangenen Jahr. Das KIT ist seit vielen Jahren an einem der vier Experimente, die sich an verschiedenen Knotenpunkten des LHC-Ringes befinden, beteiligt: Am CMS-Detektor tragen etwa 100 Karlsruher Mitarbeiter wesentlich zu Bau, Betrieb und Datenanalyse bei, darunter viele Studierende und Doktoranden. Damit stellen die Karlsruher die größte Universitätsgruppe am CMS. Thomas Müller, Professor am Institut für Experimentelle Kernphysik (IEKP), leitet das Forscherteam des KIT und ist gleichzeitig Sprecher der am Experiment beteiligten deutschen Institute: „Wir haben Teile des Detektors in Karlsruhe gebaut und untersuchen die Vorgänge während der Kollisionen, mit besonderem Augenmerk auf die Eigenschaften des Higgs-Bosons.“ Forscher gehen davon aus, dass dieses Teilchen der Materie im Universum ihre Masse verleiht. 2012 konnten sie es mit dem LHC nachweisen. Durch die Aufrüstung des Teilchenbeschleunigers erhoffen sich Forscher aus aller Welt neue Erkenntnisse zu den Eigenschaften des Higgs-Boson und anderer Elementarteilchen sowie ein deutlich verbessertes Entdeckungspotential von neuen, bisher unentdeckten physikalischen Begebenheiten. „Die Entdeckung des Higgs-Bosons war ein großer Erfolg, trotzdem gibt es noch viele offene Fragen“, so Dr. Thorsten Chwalek vom IEKP, Geschäftsführer der deutschen CMS-Gruppen. „Zum Beispiel, warum in der Natur nur Materie und nicht Antimaterie sichtbar ist, oder woraus die sogenannte Dunkle Materie besteht, die etwa ein Viertel des gesamten Universums ausmacht.“

20 Jahre studentische Unternehmensberatung am KIT


Mehr als 230 erfolgreiche und branchenübergreifende Beratungsprojekte – von Start-ups über mittelständische Unternehmen bis zu Konzernen wie BMW, Airbus oder RWE. Das ist die Bilanz der studentischen Unternehmensberatung delta Karlsruhe. In diesem Jahr feiert die Hochschulgruppe des KIT ihr 20-jähriges Bestehen und ist damit nicht nur eine der ältesten, sondern auch erfolgreichsten studentischen Unternehmensberatungen Deutschlands. Im Zuge des Jubiläums, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, veranstaltet delta eine Podiumsdiskussion: Zum Thema „Innovation as usual – geplant Neues wagen“ debattieren Referenten aus der Industrie die Frage, ob Innovationen für Unternehmen eher Zufallsprodukt oder beeinflussbare Größen sind. Unter den Teilnehmern ist auch Götz W. Werner, Gründer der dm-drogerie markt GmbH und ehemaliger Leiter des heutigen Instituts für Entrepreneurship, Technologie-Management und Innovation am KIT. Die öffentliche Veranstaltung findet am 4. Juni um 16 Uhr im Audimax statt (Straße am Forum 1, Gebäude 30.95, KIT, Campus Süd).

Neben der Podiumsdiskussion vergibt delta anlässlich des Jubiläums ein „Geburtstagsprojekt“: Unter dem Motto „Qualität durch Leidenschaft“ können Startups, karitative Einrichtungen, Behörden, Vereine, Mittelständler oder Großunternehmen ein kostenloses Beratungsprojekt im Wert von 10.000 Euro gewinnen. Teilnahmeschluss ist der 17.07., den Gewinner gibt delta am 01.09.2016 bekannt. Weitere Informationen und das Formular zur Bewerbung unter www.qualität-durch-leidenschaft.de.

KIT erhält Alumni-Preis

Von Island bis Argentinien, von den USA bis China: In Alumni-Clubs in aller Welt sind mehr als 20.000 Absolventinnen und Absolventen des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) aktiv. Für seine Arbeit, die Alumni-Management, Career-Servie und Fundraising erfolgreich verbindet, erhielt das Relationship Management des KIT nun den mit 10.000 Euro dotierten Preis „Premium D-A-CH“ 2016 des alumniclubs.net e. V. „Die Auszeichnung unterstreicht, dass das KIT mit seinem ganzheitlichen Alumni-Konzept auf dem richtigen Weg ist“, sagt Thomas Hirth, Vizepräsident für Innovation und Internationales des KIT. „In den kommenden Jahren wird das Relationship Management das weltweite Alumninetzwerk weiter ausbauen und mit neuen Projekten sein internationales Engagement erweitern.“ Dabei geht das Relationship Management weit über die Alumni-Arbeit hinaus. Bereits während des Studiums erhalten die Studierenden des KIT Unterstützung, etwa bei der Suche nach Praktika, in der Berufsorientierung und beim Berufseinstieg – und bleiben dem KIT nach dem Abschluss als Alumni treu. Aktuell gibt es weltweit 17 aktive Alumni-Clubs ehemaliger Studentinnen und Studenten des KIT – in Island, England, Luxemburg, Ungarn, Griechenland, Ägypten, Indien, China, Singapur, Mexiko, Ecuador, Peru, Brasilien, Chile, Argentinien sowie zwei in den USA. Das KIT erhält den Alumni-Preis „Premium D-A-CH 2016“ für sein Gesamtkonzept, das, so die Jury, konsequent durchdacht und nachhaltig sei und seine Tauglichkeit erfolgreich bewiesen habe.

Start der Wissenschaftsreihe EFFEKTE zum Thema „Mensch-Technik-Interaktion“

Schon heute können Roboter den Menschen bei vielen Arbeiten unterstützen: beispielsweise im Alltag beim Staubsaugen oder in der Industrie bei der Montage von Bauteilen. In der Chirurgie können sie zwar den Operateur nicht ersetzen, Computernavigation und Robotik schaffen jedoch zusätzliche Sicherheit und eröffnen neue Therapiemöglichkeiten. Wie sich die operative Medizin durch moderne Mensch-Maschine-Interaktionen zukünftig verändern könnte, erläutern Experten des KIT und des Städtischen Klinikums Karlsruhe bei einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Computernavigation und Robotik in der Medizin“. Neben Vorträgen über Themen wie Gehirnchirurgie, Kniegelenksersatz und Mensch-Maschinen-Interaktionen im Operationssaal der Zukunft diskutieren die Fachleute darüber, ob Roboter die besseren Chirurgen sind. Besucher können bei anschließenden Demonstrationen einen Erlebnis-Parcours mit Virtual-Reality-Brillen absolvieren, sich verschiedene Prothesen ansehen und computerassistierte Operationssysteme im Einsatz erleben.

Die Veranstaltung ist der Auftakt zur Wissenschaftsreihe EFFEKTE, bei der verschiedene Karlsruher Wissenschaftseinrichtungen Vorträge, Science-Slams, Podiumsdiskussionen oder weitere Mitmach-Angebote zum Thema „Mensch-Maschine Kommunikation“ anbieten. Bis Juni 2017 soll es jeden Monat eine Ausgabe mit wechselnden Gästen und Schwerpunkten geben. Die Podiumsdiskussion mit dem Fokus auf computergestützte Systeme in der Medizin findet am 07. Juni ab 19:30 Uhr im Tollhaus in Karlsruhe statt (Alter Schlachthof 35). Der Eintritt ist frei.

Auszeichnung für Produktentwickler des KIT

Schaeffler FAG Stiftung würdigt das IPEK und seinen Leiter Albert Albers mit dem Honorary Award

Von der Idee bis zur Markteinführung – der Weg, den ein Produkt von seiner Entwicklung bis zu seiner Umsetzung durchlaufen muss ist lang. Strategien, Methoden und Werkzeugen um diesen Prozess zu unterstützen erforscht das IPEK – Institut für Produktentwicklung am KIT.

1996 auf den Lehrstuhl für Maschinenkonstruktionslehre der damaligen Universität Karlsruhe berufen, baute Professor Albert Albers die Forschungsfelder Antriebssystemtechnik im Fahrzeug- und Maschinenbau, Produktentwicklungsmethodik und -management sowie Mechatronik auf. „Damit richtete er das Institut gezielt auf die Erforschung des Produktentwicklungsprozess aus und setzte so konsequent ein innovatives Konzept um, das bis heute die Grundlage der erfolgreichen Forschung und Lehre am IPEK ist“, so der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. Den Namen IPEK – Institut für Produktentwicklung trägt das Institut seit 2004. Heute forschen hier rund 70 wissenschaftliche Mitarbeiter von der Grundlagenforschung bis hin zur angewandten Forschung in Industriekooperationen. Seine Lehre hat das IPEK am „Problembasierten Lernen“ ausgerichtet: So erarbeiten zum Beispiel Studierende im Bachelor in betreuten Kleingruppen über vier Semester komplette Lösungen für verschiedene technische Produkte. Die Lehrkonzepte und Methoden der am IPEK entwickelten Karlsruher Schule für Produktentwicklung sind dabei universell angelegt, sodass sie in verschiedenen Branchen Anwendung finden können.

Für seine technischen Leistungen sowie Kompetenzen in Forschung und Lehre erhalten Professor Albers und das IPEK den Honorary Award der Schaeffler FAG Stiftung. Der Institutsleiter nahm den Preis entgegen: „Damit werden 20 Jahre sehr erfolgreiche Forschung auf dem Gebiet der Produktentwicklung und der Antriebssystemtechnik und damit auch die großartige Teamarbeit am IPEK gewürdigt. In dieser Zeit gab es sehr oft auch enge Zusammenarbeit mit dem Hause Schaeffler und diese wird es auch in Zukunft geben.“ Ein Beispiel dieser Kooperationen ist der „Schaeffler Hub for Automotive Research in E-Mobility am KIT“: Hier entwickeln die Partner neue, optimierte Strukturen für Hybrid-Antriebssysteme und innovative Design-Lösungen für Batteriesysteme. Mit dem Honorary Award zeichnet die Schaeffler FAG Stiftung exzellente technisch-wissenschaftliche Leistungen in Forschung und Lehre aus, die eine Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie schlagen. Der Preis ist der höchste der Stiftung und mit 25.000 Euro dotiert.