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„NachhaltigkeitsExperimente“ starten

„NachhaltigkeitsExperimente“ starten
Autor:

Dr. Sibylle Orgeldinger

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 29.06.2016

Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt sind die Ziele des Wettbewerbs „Dein NachhaltigkeitsExperiment“, ausgerichtet von „Quartier Zukunft – Labor Stadt“, einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT, in Kooperation mit der Bürgerstiftung Karlsruhe. Nun stehen die Gewinner fest. Folgende Ideen werden in den kommenden neun Monaten Wirklichkeit: Bei „Beete & Bienen“ entstehen Naschbeete mit Kräutern, Beeren, Obst und Gemüse – für Menschen und Bienen. Der „Kreativ-Salon“ lädt zum Theaterspielen, Singen und Musikmachen ein. Im „Oststadt-Treff“ sollen Alt und Jung, Alteingesessene und Zugezogene zu Tauschmärkten, Lese-, Spiel- und Handarbeitsangeboten, Diskussionsabenden und vielem mehr zusammenkommen. „Second Future“ will über ein Secondhand-Label dazu aufrufen, Kleidungsstücke und andere Gegenstände gebraucht zu kaufen und damit Nachhaltigkeit zu unterstützen. Bei der Kick-off Veranstaltung am kommenden Montag, 4. Juli, um 18.30 Uhr im Zukunftsraum (Rintheimer Straße 46, 76131 Karlsruhe) haben alle Einreicher die Chance, ihre Ideen auszustellen, und die Gewinnerteams präsentieren ihre „NachhaltigkeitsExperimente“.

Städte als Motoren der Entwicklung

„Urbane Lösungen für globale Herausforderungen: Der Beitrag der deutschen Städte zur Habitat III-Konferenz der Vereinten Nationen“ ist Thema der nächsten KIT Environment Lecture am Dienstag, 12. Juli, um 18 Uhr im Gartensaal des Karlsruher Schlosses. Nach der Begrüßung durch Karl-Friedrich Ziegahn, Bereichsleiter „Natürliche und gebaute Umwelt“ am KIT, und Frank Schilling, Wissenschaftlicher Sprecher des KIT-Zentrums Klima und Umwelt, spricht Eva Lohse, Präsidentin des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen, über die Rolle der Städte als Motoren der zukünftigen Entwicklung. Im Oktober 2016 findet in Quito/Ecuardor die Dritte Weltkonferenz der Vereinten Nationen für Wohnungsbau und nachhaltige Stadtentwicklung (Habitat III) statt. Der Deutsche Städtetag hat sich an der Vorbereitung beteiligt und wird seine Position bei der Konferenz einbringen. Eva Lohse ist überzeugt, dass die globalen Herausforderungen nicht ohne den Beitrag der Städte als Orte von Wissen, Kreativität, Produktion und Integration zu meistern sind. In ihrem Vortrag skizziert sie, wie urbane Lösungen aussehen können.

20 Jahre Karlsruher Virtueller Katalog

Am 26. Juli 1996 ging der „Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK)“ online: Über diese Meta-Suchmaschine können Nutzer mehrere Millionen Bücher, Zeitschriften und anderen Medien heute in über 70 Bibliotheks- und Buchhandelskatalogen weltweit finden. Vor 20 Jahren entwickelte die damalige Universitätsbibliothek Karlsruhe das System zusammen mit der Fakultät für Informatik. Der KVK leitet die eingegebenen Suchanfragen gleichzeitig an mehrere Bibliothekskataloge weiter und kann so alle deutschsprachigen und zahlreiche internationale Bibliothekskataloge sowie bibliotheksübergreifende Datenbanken und Suchmaschinen durchsuchen. Auf der Technologie basieren weitere Meta-Kataloge, wie etwa die Virtuelle Deutsche Landesbibliographie. Zum 20. Geburtstag des KVK veranstaltet die KIT-Bibliothek im September ein Jubiläums-Kolloquium mit Vorträgen rund um das Thema „Suchen und Suchmaschinen“. Weitere Informationen unter: www.bibliothek.kit.edu/cms/veranstaltungskalender.php/event/30615.

Collegium Musicum gibt Konzert

Das Collegium Musicum des KIT unter der Leitung von Hubert Heitz gibt am Samstag, 9. Juli, um 20 Uhr im Gerthsen-Hörsaal (KIT Campus Süd, Gebäude 30.21) ein Konzert. Auf dem Programm stehen die „Lyrische Suite“ von Edvard Grieg, „Ma mère l'oye“ von Maurice Ravel, die Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 „Italienische“ von Felix Mendelssohn sowie der „Pomp and Circumstance“-Marsch Nr. 1 von Edward Elgar. Der Eintritt ist frei.

Wissenswertes über Regen und Tornados

Regen und noch mehr Regen – viele Gegenden in Deutschland erlebten einen nassen Start in den Sommer. Wie kommen extreme Regenmengen zustande, und was kann dabei passieren? Bernhard Mühr vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT schreibt auf der „Wissensplattform Erde und Umwelt“ (Earth System Knowledge Platform – ESKP) über „Gewitter mit extremen Regen im Südwesten Deutschlands“. Während einzelne Gewitter zwar extreme Schäden durch Überschwemmungen und Sturzfluten anrichten können, bleiben die Auswirkungen eng begrenzt, wie Mühr erklärt. Extreme Hochwässer an großen Flüssen wie Rhein, Donau oder Elbe kämen dann zustande, wenn großflächig enorme Niederschlagsmengen niedergingen. „Die Regenintensitäten erreichen dabei bei Weitem nicht die Werte, wie sie bei Gewittern auftreten, dafür dauert der Regen viele Stunden, ja manchmal tagelang an und sorgt in der Summe für wesentliche größere Abflussmengen.“ Mühr ist auch im Bereich der forensischen Katastrophenanalyse für CEDIM (Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology) tätig, eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung des KIT. Ebenfalls auf der Plattform ESKP berichtet er über „Tornados in Deutschland“: Die in Verbindung mit Gewittern auftretenden Wirbelstürme haben eine geringe räumliche Ausdehnung und eine kurze Lebensdauer; jedoch können ihre Windgeschwindigkeiten extrem und ihre Zerstörungskraft daher immens sein. Auch in Deutschland treten in den Sommermonaten immer wieder schadenträchtige Tornados auf. „Sollte es häufiger zu Wetterlagen kommen, die günstige Entstehungsbedingungen schaffen, beispielsweise für Superzellen, das sind riesige, stark organisierte Gewitterwolken, dann könnten auch Tornados häufiger auftreten", sagt Mühr. Auf der Plattform ESKP http://www.eskp.de bieten acht Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, unter ihnen das KIT, breit gefächerte Informationen zu Themen aus dem Forschungsbereich Erde und Umwelt, wie Naturgefahren, Klimawandel und Schadstoffe.

Motiviert für die Wissenschaft: MWK fördert „MoWi-KIT“

Begeistern, motivieren, kritisches Denken anstoßen, Grundlagen schaffen und Kompetenzen aufbauen – das alles soll ein Studium leisten. Innovative Lehrformen, die aktivierendes Lehren und Lernen systematisch an den Hochschulen umsetzen, fördert das baden-württembergische Wissenschaftsministerium nun im Programm „Wissenschaft lernen und lehren“, kurz WILLE. Mit „MoWi-KIT– Motiviert für die Wissenschaft“ war das KIT dabei mit einem Antrag erfolgreich, der auf den Aufbau und die Verstetigung wissenschaftlicher Kompetenzen setzt. „Exzellente Lernbedingungen sind aus gutem Grund ein Schwerpunkt der neuen Landesregierung. Unsere Gesellschaft braucht mehr denn je starke Persönlichkeiten, die in der Lage sind, sich in einer immer komplexer werdenden Welt zu orientieren und mutig voran zu gehen. Mit innovativen Lehrformaten stärken wir die Problemlösungskompetenz der Studierenden und sichern Wissenschaft und Wirtschaft den Nachwuchs“, sagt Ministerin Theresia Bauer. MoWi-KIT knüpft direkt an die forschungsorientierte Lehre am KIT an: „Dabei geht es insbesondere darum, unsere Studentinnen und Studenten bereits früh mit aktuellen Themen und Prozessen ihres Faches vertraut zu machen und ihnen die wissenschaftlichen Methoden an die Hand zu geben, die sie brauchen, um eigene Forschungsprojekte planen, umsetzen und reflektieren können“, so Alexander Wanner, Vizepräsident des KIT für Lehre und akademische Angelegenheiten. Zentraler Teil des Vorhabens ist es daher, die forschungsorientierte Lehre bereits im Bachelorstudium zu verankern. Dazu werden drei Modelle entwickelt, die sich durch kooperative Lehr- und Lernformen sowie den systematischen Ausbau der Forschungskompetenz auszeichnen und die sich zudem auf unterschiedliche Fächergruppen und Studiengangsgrößen zuschneiden lassen. In MoWi-KIT arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Biologie, dem Maschinenbau und der Geodäsie und die Hochschuldidaktik des KIT eng zusammen und bündeln ihre Kompetenzen. Das MWK fördert das Vorhaben mit 691.000 Euro im Programm WILLE aus dem Fonds für Erfolgreiches Studieren.