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Portrait Monika Landgraf
Leiterin Gesamt-kommunikation, Pressesprecherin
Monika Landgraf

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Gesamtkommunikation

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Karlsruhe trifft die Welt

Karlsruhe trifft die Welt
Autor:

Dr. Sibylle Orgeldinger, Sarah Werner

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 30.09.2015

Wie gelingt ein gutes Leben in den Städten? Mit dieser Frage befasst sich die Ausstellung „Karlsruhe trifft die Welt – Inspiration für nachhaltiges Stadtleben“ Die Schau im Rahmen des Projekts „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ unter Leitung des KIT ist bis zum 15. Oktober im Zukunftsraum (Rintheimer Straße 46 in Karlsruhe) dienstags von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 9 bis 18 Uhr zu sehen. Vier interaktive Themenräume stellen gute Beispiele aus Karlsruhe und Städten weltweit vor: Mobil werden, Gemeinschaften gestalten, Ressourcen und Klima schützen, Nachhaltige Stadt entwickeln. Plakate, Fotografien, Videos und plastische Exponate veranschaulichen Themen wie Lebensmittelrettung, ganzheitliche Radwegekonzepte, interkulturelles Zusammenleben, energieeffiziente Gebäude, Elektromobilität oder eine über Crowdfunding finanzierte Fußgängerbrücke. Als Beitrag zum 300. Stadtgeburtstag war die Ausstellung bereits Anfang Juli im Pavillon im Schlossgarten zu erleben. Weitere Infos unter http://quartierzukunft.de/karlsruhe-trifft-die-welt-ausstellung-nachhaltiges-stadtleben.

Wärmespeichern wie ein Bär

In 10 Minuten ein komplexes, wissenschaftliches Thema verständlich erklären und dabei das Publikum unterhalten – das ist die Aufgabe bei Science Slams. In Köln stellten sich vergangene Woche sieben Wissenschaftlerinnen aus ganz Deutschland beim „Women in Science Slam“ dieser Herausforderung. Mit dabei war auch Anastasia August vom Institut für angewandte Materialien des KIT. Sie erklärte in ihrem Vortrag ein neues Material zur Wärmespeicherung, das sich an der Natur orientiert: „Ein Eisbär hat unter seinem weißen Fell schwarze Haut. Diese absorbiert die Sonnenstrahlen und erhitzt sich dabei“, sagt August. „Da sie schwarz ist, erzeugt sie aber auch eigene thermische Strahlung. Die Struktur des Fells verhindert nun, dass die eigene Wärme des Eisbären und die der Sonne entweichen. So hat es das Tier angenehm warm.“ Dieses Prinzip versuchen die Materialwissenschaftler am KIT nachzuahmen: Aus weißem, textilem Kunststoffgewebe bilden sie das Fell nach, welches die Sonnenstrahlen durchlässt und auf eine schwarze Folie leitet, die sich auf bis zu 160 Grad erhitzt. Um diese Wärme abzutransportieren und anschließend zu verwerten, haben die Forscher eine zusätzliche, luftdurchlässige Schicht eingefügt: „In diese pusten wir über ein Pumpensystem Luft ein, welche die Wärme abtransportiert. Bringt man dieses Materialsystem auf einem Hausdach an, kann man die Wärme der Sonne im Haus direkt nutzen oder speichern“, sagt August. Mit ihrem Vortrag „Wärmespeichern wie ein Bär“ belegte sie beim Science Slam in Köln den ersten Platz.

Science Camp Geothermie

Geothermische Energie umfasst die in der Erdkruste gespeicherte Wärme, die nahezu frei von CO2-Emissionen, rund um die Uhr verfügbar sowie unabhängig von Wind und Wetter ist. Doch woher kommt die Wärme aus der Tiefe? Wie kann man sie an die Oberfläche holen und in Strom umwandeln? Um diese Fragen dreht sich das Science Camp Geothermie, welches das Zentrum für Mediales Lernen des KIT zusammen mit dem Landesforschungszentrum Geothermie veranstaltet. In Experimenten können sich Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren mit den Prozessen im Erdinneren, den Vor- und Nachteilen der Geothermie sowie deren verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten befassen. Ihre Erlebnisse dokumentieren sie in einem E-Book. Bei Exkursionen führen die jungen Teilnehmer selbst verschiedene Messungen und Versuche durch und besuchen das Geothermiekraftwerk in Insheim. Das Camp findet vom 01. bis 06. November statt. Der Kostenanteil für Übernachtung, Verpflegung, Reise und Exkursion beträgt 140 Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.zml.kit.edu/science-camp-geothermie.php. Der Anmeldeschluss ist der 12. Oktober 2015.