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Ruderer kämpften in Moskau mit Krebsen

Ruderer kämpften in Moskau mit Krebsen
Autor:

Saskia Kutscheidt

Links:
Quelle:

KIT-Pressestelle

Datum: 09.09.2010

Mikrostrukturen verbessern die Verfahrenstechnik
Wie gut die zugeführte Energie genutzt und Nebenprodukte vermieden werden können, dies ist in der chemischen Industrie oft entscheidend für die Anwendung eines Verfahrens.
Die Verbesserung der Effizienz chemischer Verfahren hat sich der Chemieingenieur Roland Dittmeyer, Institutsleiter und Professor für Mikroverfahrenstechnik am KIT, zur Aufgabe gemacht. Dies gelingt ihm mit Hilfe haarfeiner Strömungskanäle in mikrostrukturierten Apparaten. Sie sorgen dafür, dass dem Transport von Wärme und Stoffen nur ein sehr geringer Widerstand entgegen steht. So können Verluste minimiert und überall optimale Bedingungen eingehalten werden. Die Strukturen werden unter anderem durch hochpräzise mechanische Bearbeitung gefertigt und mit speziellen Techniken zu Apparaten zusammengefügt. Wichtig für den Erfolg ist dabei eine genaue Kenntnis der in den kleinen Strukturen unter besonderen Bedingungen ablaufenden Transport- und Reaktionsvorgänge. Um dieses Gebiet den Studierenden nahezubringen, engagiert sich Professor Dittmeyer auch in der Lehre.

KIT-Wissenschaftler erhält Van Duzer-Preis
Francesco Grilli, Leiter der von der Helmholtz-Gemeinschaft geförderten Nachwuchsgruppe "Wechselstromverluste" am Institut für Technische Physik (ITEP) am KIT, hat gemeinsam mit den Koautoren Frédéric Sirois (Ecole Polytechnique de Montréal), Francois Roy und Bertrand Dutoit (beide Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne/EPFL) den diesjährigen Van Duzer-Preis anlässlich der Applied Superconductivity Konferenz in Washington DC erhalten. Der mit 1.000 US-Dollar dotierte Preis honoriert die beste Publikation in der führenden Fachzeitschrift "IEEE Transactions on Applied Superconductivity". Grillis Arbeit hat direkten Bezug zu den aktuellen Projekten des ITEP zu neuartigen supraleitenden Strombegrenzern für das Mittelspannungsnetz. Das Ziel dieser Strombegrenzer ist die Verminderung von Wechselstromverlusten. Solch innovative Lösungen fördern die zunehmende Anwendung der energieökonomischen Hochtemperatursupraleiter in der Elektrotechnik und im Stromnetz.

Nobelpreisträger diskutieren Chemie-Perspektiven
Welche Möglichkeiten und Perspektiven bietet die Chemie im 21. Jahrhundert? Darüber diskutierten renommierte Chemiker beim Chemie-Weltkongress am 3. und 4. September am KIT. Angeführt wurde die Riege von den drei Chemie-Nobelpreisträgern Jean-Marie Lehn, Paul J. Crutzen und Richard R. Schrock. Jean-Marie Lehn sprach über „Perspektiven in der Chemie: komplexe Informationen über die Materie, Selbstorganisation, Anpassung“. Der Wissenschaftler erhielt 1987 gemeinsam mit Donald J. Cram und Charles Pedersen den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung und Verwendung von Molekülen mit strukturspezifischer Wechselwirkung von hoher Selektivität. Der Niederländer Paul J. Crutzen, der zusammen mit Mario J. Molina und Frank Sherwood Rowland 2005 den Nobelpreis erhielt, gilt als einer der Pioniere der Erforschung des Ozonlochs. Der Vortrag von Richard R. Schrock, Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology (MIT), befasste sich mit „Dritte Generation: Tausende neuer Katalysatoren für Olefin-Metathese“. Er wurde 2005 neben Yves Chauvin und Robert H. Grubbs für Arbeiten auf dem Gebiet der Metathese in der Organischen Chemie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

KIT-Achter zu Gast in Moskau
Mit „Krebsen“ und anderen Widrigkeiten hatten die KIT-Hochschulruderer am vergangenen Wochenende beim „Cup of the Capital“ in Moskau zu kämpfen. Die Achter-Regatta über eine Distanz von 7,5 Kilometern anlässlich des 150-jährigen Geburtstags des Ruderns in Russland in zwei Rennen ausgetragen. Im ersten Rennen lieferten sich die Universitäten aus Moskau und St. Petersburg einen Zweikampf, anschließend traten im Hauptrenen zehn internationale Mannschaften, darunter die Karlsruher Crew, aus ganz Europa gegeneinander an. Sieger der Veranstaltung wurde das Ruderer-Team aus Pavia, Italien. Die KIT-Mannschaft belegte den 9. Platz – eine starke Leistung angesichts der Schwierigkeiten, mit denen die Karlsruher Ruderer zu kämpfen hatten. Ein „Krebs“, ein ungewolltes und unkontrolliertes Eintauchen eines Ruders ins Wasser, das zu einer Abstoppung des Boots führt, hatte kurz nach dem Start zu einem erheblichen Rückstand gegenüber den anderen Booten geführt. Starker Wellengang behinderte die Aufholjagd.