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Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg: Förderung für zwei Projekte des KIT

Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg: Förderung für zwei Projekte des KIT
Autor:

Sarah Werner

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 25.05.2016

Ein Studium gut vorbereitet beginnen – und erfolgreich abschließen. Für Projekte, die dieses Ziel unterstützen stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in den kommenden drei Jahren rund 24 Millionen aus dem Fonds für Erfolgreiches Studieren zur Verfügung. In der ersten Förderlinie, bei der Strukturmodelle in der Studieneingangsphase im Fokus stehen, war das KIT mit zwei Anträgen erfolgreich.
Ziel des Projektes „Studienlotsen, Mentoren und entschleunigte Studienpläne“ ist es, Studierende bei der Eingewöhnung in das universitäre Studium durch individuelle Beratung und Betreuung zu unterstützen und das Studium bei individuellem Bedarf zu entschleunigen. Die Maßnahmen orientieren sich dabei an den spezifischen Bedürfnissen der jeweiligen Studiengänge und KIT-Fakultäten, mit der Förderung wird aber auch eine gezielte persönliche Unterstützung möglich. Das Projekt trägt so auch zu einer stärkeren Identifikation der Studierenden mit ihrer KIT-Fakultät, dem KIT und der Stadt Karlsruhe als Studien- und Lebensort bei. Für die Umsetzung erhält das KIT 1,9 Millionen Euro.
Den gemeinsamen Antrag „Betreuung, Pflege und Weiterentwicklung der Online-Angebote des MINT-Kollegs Baden-Württemberg“ des KIT mit der Universität Stuttgart fördert das MWK mit knapp 360.000 Euro. Ziel ist, den im Auftrag der TU9-Universitäten erarbeiteten Online-Brückenkurs technisch und inhaltlich weiter zu verbessern. Zudem soll ein weiterer Online-Kurs im Fach Physik entstehen. Die Kurse unterstützen Studieninteressierte in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern beim Studienbeginn und sollen künftig durch eine enge Kooperation mit Schulen nutzerorientiert verbessert und beworben werden. 

KIT tritt Universitätsnetzwerk von SAP bei

Mehr als 2300 Universtäten in 90 Ländern weltweit verbindet das SAP-University-Alliances-Hochschulprogramm. Seit Mai ist auch das KIT Teil des Netzwerks. Mit dem Programm bietet das Softwareunternehmen Studierenden bereits während ihrer Ausbildung Zugang zu modernen Softwaretechnologien. Gemeinsam wollen KIT und SAP praxisnahe Lehrveranstaltungen anbieten, in denen Studierende IT-unterstützte betriebliche Abläufe verstehen sowie innovative Geschäftsmodelle und Dienstleistungen selbst entwickeln und umsetzen können. So bearbeiten beispielsweise in diesem Sommersemester erstmals zukünftige Wirtschaftsingenieure und Informationswirte im Praxisseminar „Digital Service Design“ reale Praxisprobleme unter anderem im Bereich der Mobilität. Dabei werden neue Geschäftsmodelle entwickelt, digitale Dienstleistungen konzipiert und auf Basis der SAP-Plattform prototypisch realisiert. „Durch die Einbettung von SAP-Software und -Lösungen in die Lehre können sie bereits im Studium das Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis im Zuge der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft verstehen“, sagt Prof. Alexander Mädche, Leiter der Forschungsgruppe “Information Systems & Service Design“ am KIT.

Von Campus zu Campus laufen: die vierte KIT-Meisterschaft

Zehn Kilometer trennen den Campus Süd des KIT in der Karlsruher Innenstadt vom Campus Nord in Eggenstein-Leopoldshafen. Diese Distanz können Studierende und Mitarbeiter des KIT sowie externe Laufbegeisterte bei der KIT-Meisterschaft zurücklegen: Der Sportverein des KIT (KIT SC) organisiert die Laufveranstaltung zum vierten Mal. Start ist am Campus Nord, von dort führt die Strecke durch den Hardtwald zum Zieleinlauf in das Stadion am Campus Süd. Zusätzlich zu den drei erstplatzierten Damen und Herren im Gesamteinlauf werden auch die schnellsten Angehörigen des KIT ausgezeichnet: als „KIT-Meister/in“. Der Wettbewerb findet am 26. Juni 2016 ab 9:30 Uhr am Campus Nord statt (Hermann-von-Helmholtz-Platz 1). Weitere Informationen und Anmeldung bis zum 17. Juni 2016 unter www.kitsc.de. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt, die Meldegebühr liegt bei vier bis acht Euro.

Wie Preise die Akzeptanz innovativer Produkte beeinflussen

Ob 3-D-Drucker, Elektroautos oder Rasenmäher-Roboter – Kunden stehen innovativen Produkten oftmals skeptisch gegenüber: Welchen Vorteil bringen sie im Vergleich zu bereits etablierten Produkten? Wie verhält sich dazu der Preis? „Diese Unsicherheiten haben einen starken Einfluss darauf, ob ein Kunde bereit ist, sich auf Innovationen einzulassen, vor allem wenn diese für ihn Lernaufwand bedeuten und Verhaltensänderungen nötig machen“, erklärt Sven Feurer, Wissenschaftler in der Forschungsgruppe Marketing & Vertrieb (Leitung: Prof. Martin Klarmann) am Institut für Informationswirtschaft und Marketing des KIT. „Ein Beispiel hierfür ist auch das autonome Fahren: Der reine Nutzen dieser Technologie kann für den Fahrer extrem hoch sein, denn während das Auto selbstständig zur Arbeit fährt, könnte dieser arbeiten, lesen oder sich noch ein wenig ausruhen.“ Diesen Vorteilen stünden jedoch auch große Unsicherheiten in Bezug auf Technik, Sicherheit, rechtliche Aspekte und Bedienung gegenüber: „Solchen Vorbehalten zu begegnen, wird eine zentrale Herausforderung für eine erfolgreiche Markteinführung von autonomen Fahrzeugen sein“, sagt Feurer.
Wie Unternehmen solche Unsicherheiten abbauen können und welche Rolle dabei der richtige Preis spielt, untersucht der Wirtschaftswissenschaftler am KIT. „Der Preis ist für Kunden nicht nur Maßstab für die finanzielle Belastung im Zusammenhang mit dem Kauf eines neuen Produkts, sondern dient potenziell auch als wichtiges Signal für Qualität oder Status“, so Feurer. Außerdem versuchen Kunden in der Regel Preise zu vergleichen, um für sich einzuschätzen, ob ein Preis fair ist. Wie sie sich aber ein Urteil über den Preis bilden, wenn sich Innovationen deutlich von bereits bestehenden Produkten unterscheiden und die Vergleichbarkeit somit naturgemäß gering ist, untersucht Feurer in aktuellen Projekten zusammen mit Kolleginnen und Kollegen der Universitäten Mannheim und Gießen: „Wie sich zeigt, berufen sich Verbraucher in diesen Fällen nicht so sehr auf andere Produkte. Stattdessen kann zum Beispiel alleine die Erwartung einer zukünftigen Preissenkung dazu führen, dass bereits heute der Preis einer Innovation als relativ unfair empfunden wird.“ Mit seiner Forschung möchte Feurer dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Markteinführung von Innovationen zu erhöhen: „Ein gutes Verständnis dafür, wie Kunden auf Einführungspreise reagieren ist hierfür unerlässlich. Dies kommt letztlich nicht nur den Unternehmen zugute – auch Kunden können nur dann im besten Sinne von Innovationen profitieren, wenn der Verkauf nicht nach wenigen Wochen eingestellt wird.“