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talKIT – Technologie und Wirtschaft im Blick

talKIT – Technologie und Wirtschaft im Blick
Autor:

Sarah Dehm, Sarah Werner

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 27.04.2016

Künstliche Intelligenz, Roboter und das Internet der Dinge sind die viel diskutierten Themen in fast allen Branchen: von Medizintechnik über die Produktion bis hin zur Dienstleistung. Das Technologieforum talKIT am KIT wird genau diese Themen aufgreifen und findet vom 10. bis 12. Mai 2016 unter dem Motto „Living in an Automated World” statt. Bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion am 11. Mai im Audimax des KIT sprechen unter anderem Vertreter der IG Metall und der Industrie zum Thema „Roboter als Ersatz für Arbeitskräfte: Umsatz hallo, soziale Verantwortung ade?“ Vor der Diskussion findet im Foyer die ebenfalls öffentliche Technologiemesse statt, bei der verschiedene Aussteller ihre Arbeiten und Prototypen zeigen.
Die Hochschulgruppe „talKIT - Das Technologieforum e.V.“ am KIT organisiert das Technologieforum, das dieses Jahr zum siebten Mal stattfindet. talKIT ist die größte von Studierenden organisierte Technik-Konferenz in Europa.
Weitere Informationen zur Veranstaltung: www.talkit.eu

Wissenschaftler des KIT erlebt Erdbeben in Ecuador

Eigentlich war Dr. Volker Stelzer vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT für die kommunale Klimapartnerschaft zwischen Karlsruhe und Los Bancos in Ecuador: Als Experte für nachhaltige Energieversorgung untersucht er, wie beide Städte ihren Verbrauch senken und erneuerbare Quelle besser nutzen können. Doch während seines Aufenthalts in Ecuador erlebte er das Erdbeben Mitte April mit, das mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala zu den schwersten Südamerikas zählt.

Zum Zeitpunkt der ersten Erschütterungen saß Stelzer mit einer Kollegin beim Essen in der Hauptstadt Quito, rund 200 Kilometer von Muisne, wo das Epizentrum des Erdbebens lag: „Das Gebäude begann erst leicht, dann immer stärker zu zittern.“ Insgesamt drei Minuten dauerte das Beben, das der Umweltforscher zunächst für ein „normales“ hielt, denn Ecuador ist aufgrund seiner geografischen Lage anfällig für Erdbeben. „Wir saßen direkt unter einem Fenstersturz und dachten, dass wir hier sicher sind. Wir beobachteten, wie aus dem Hotel gegenüber Leute auf die Straße liefen.“ Erst am nächsten Tag, als vor allem das Internet über das Beben und die steigenden Opferzahlen berichtete, nahm Stelzer die ganzen Ausmaße wahr: „Die mittlerweile rund 650 Toten machen mich betroffen und traurig.“

Seine Erfahrungen möchte der Wissenschaftler in seine zukünftige Forschung einbeziehen: So will er etwa untersuchen, ob klimafreundliche Holzhäuser in dieser Region eventuell widerstandsfähiger gegenüber Erdbeben sein könnten als Steingebäude. Da in weiten Teilen der Strom ausfiel, weil das Beben die Trassen beschädigte, will Stelzer die Erdbebensicherheit der Energieversorgung in Zukunft noch stärker berücksichtigen: „In solchen Szenarios könnte die Erzeugung von Strom aus lokalen Ressourcen wie Sonne und Wasser sowie die Speicherung etwa in Batterien eine Vorsorgemaßnahme sein.“

Am ITAS befasst sich Stelzer mit der nachhaltigen Energieversorgung von Städten und Kommunen und erarbeitet mit Kollegen entsprechende Politikempfehlungen. Unter anderem entwickeln die Forscher ein Indikatorensystem für die Energiewende in Deutschland, das vor allem soziotechnische Punkte betrachtet.