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Hochleistungskunststoff und Gesundheitscheck: „Best of BW“ mit zwei KIT-Ausgründungen

Hochleistungskunststoff und Gesundheitscheck: „Best of BW“ mit zwei KIT-Ausgründungen
Autor:

Sarah Werner

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 03.02.2016

Hitze und Kälte, Stöße und Reibung: Die in Fahrzeugen und Fertigungsmaschinen eingesetzten Werkstoffe müssen hohen Belastungen standhalten. Die Karlsruher Indmatec GmbH hat dazu den Hochleistungskunststoff Polyetheretherketon, kurz PEEK, fit für die 3-D-Drucktechnologie Fused-Filament-Fabrication gemacht. Bei diesem Verfahren baut ein von Indmatec eigens entwickelter Drucker schichtweise einen Werkstoff auf, der besonders temperaturbeständig und mechanisch stabil ist. Mit dem innovativen Material – das neben Automobil- und Maschinenbau auch für Elektrotechnik- und Halbleiterindustrie sowie Medizin interessant ist – hat sich die Ausgründung aus dem KIT als bestes Start-up beim diesjährigen Venture Capital-Pitch Baden-Württemberg durchgesetzt. Auch Platz zwei des Wettbewerbs ging an ein Start-up des KIT: Der Gesundheitssensor „mesana“ der corvolution GmbH hat die Größe einer Streichholzschachtel. Wie ein Pflaster auf die Brust geklebt erfasst er 48 Stunden lang in einem Gesundheits-Check Daten zu Herzgesundheit, Stressbelastung, Fitness und Schlafqualität seines Trägers. Auf Grundlage dieser Daten ermittelt corvolution, wie Nutzer auf gesundheitliche Risiken reagieren und ihre Potenziale besser nutzen können. Die Dienstleistung richtet sich an Ärzte, Fitnessstudios oder Physiotherapeuten ebenso wie das betriebliche Gesundheitsmanagement von Unternehmen.

Venture Capital Baden-Württemberg, kurz VC-BW, ist ein unter anderem vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft unterstütztes Netzwerk mit dem Ziel, die baden-württembergische Gründerszene sichtbarer zu machen. Beim VC-BW Pitch stellen sich einmal im Jahr Jungunternehmer in einem „Best of Baden-Württemberg“ möglichen Investoren vor. 

Stickstoffdioxid-Bildung in Dieselmotoren

Dieselmotoren erzeugen unter anderem durch ihre höhere Verdichtung einen etwa 15 Prozent höheren Wirkungsgrad und stoßen entsprechend wesentlich weniger CO2 aus als Benzinmotoren. Sie sind somit einerseits wichtig, um die CO2-Ziele vor allem der EU zu erreichen. Andererseits sind sie Gegenstand aktueller Diskussionen, da sie als Ergebnis des Brennverfahrens mehr Stickoxide ausstoßen, aus als andere Motoren. Stickoxide sind Teil der Emissionen, die beim Menschen potenziell Atemwegserkrankungen auslösen können. Sie entstehen bei der Kraftstoffverbrennung in Fahrzeugmotoren und werden mit einer Abgasnachbehandlung reduziert. Wie Fahrzeugindustrie, Umweltverbände, Forschung und Politik die Emission dieser Gase verringern können, war nun Thema der Tagung „Motorische Stickoxidbildung“ in Heidelberg. Die Experten tauschten sich hier über den aktuellen Stand von Forschung und Technik aus und arbeiteten an gemeinsamen Lösungsansätzen. „Die erweiterte Sicht auf die verschiedenen Bereiche kann Politik, Industrie und Forschung helfen, gemeinsam sauberere, nachhaltigere und leistungsfähigere Motoren zu entwickeln“, sagt Tagungsleiter Thomas Koch, Professor des Instituts für Kolbenmaschinen (IFKM) des KIT. Das IFKM befasst sich schwerpunktmäßig mit der Optimierung von Verbrennungsprozessen, um Schadstoffemissionen zu verringern. So untersucht etwa Michael Rößler, wie sich Stickstoffdioxid im Inneren eines Dieselmotors bildet: „Verschiedene thermodynamische Bedingungen, wie Verbrennungsort, Kraftstoffdruck oder Einspritzzeitpunkt, beeinflussen das Vorkommen und Verhalten des innermotorischen Stickstoffdioxid.“ Es sei wichtig, diese Zusammenhänge messtechnisch und unter realen Bedingungen zu erfassen, um Abgasnachbehandlungen im Motor zu verbessern und Stickoxide deutlich zu reduzieren.

Studierende entwerfen Windkraftanlagen

„Wer Wind sät, wird Strom ernten“ – unter diesem Motto lud die Hochschulgruppe des KIT „renewable energy challenge“ (reech) Studierende aus ganz Deutschland ein, Konzepte zur Stromerzeugung mit innovativen Kleinwindkraftwerken zu entwickeln. Die zehn Teams mit den besten Ideen lud die Hochschulgruppe zur Abschlussveranstaltung des Konzeptteils nach Karlsruhe ein. Hier präsentierten Studierende des KIT, der Universität Stuttgart, TU Dresden, TU Darmstadt, RWTH Aachen und der Ostfalia HS Wolfenbüttel ihre Entwürfe einer Jury. Diese vergab Preise für die vier besten Teams und das beste Design: Besonders überzeugte das Team „Windfänger“ aus Wolfenbüttel, das mit seinem Konzept für eine Kleinwindkraftanlage aus zwei verschiedenen Rotoren nicht nur den ersten Platz belegte, sondern auch den Designpreis gewann. Zwei Teams des KIT belegten die Plätze drei und vier, hinter der TU Darmstadt. „Nach diesem erfolgreichen Auftakt sind wir bereits auf den zweiten Teil der renewable energy challenge sehr gespannt“, so Thomas Karcher von reech. In der nächsten Phase des Wettbewerbs können alle alle teilnehmenden Teams im Laufe des Sommersemesters ihre Konzepte an ihrer Hochschule umsetzen und Prototypen bauen. Diese stellen sie dann beim Finale im Juli 2016 am KIT vor.

Nachwuchsdesigner des KIT auf Internationaler Möbelmesse in Köln

Welchen Anforderungen muss ein Stuhl heutzutage gerecht werden? Wie lassen sich Einrichtungsgegenstände ressourcenschonend herstellen? Kann sich ein Möbel an den Benutzer anpassen? Architektur-Studierende des KIT haben sich mit diesen Fragen befasst und Möbel wie Stühle, Liegen oder Garderobenständer entworfen. Anschließend haben sie ihre Konzepte unter dem Titel „Icons“ in Prototypen umgesetzt. Sieben davon stellten die Studierenden gemeinsam im Januar auf ihrem selbstentworfenen Messestand auf der „Pure Talents“ der internationalen Möbelmesse imm in Köln aus. „Pure Talents“ bietet Nachwuchsdesignern eine Plattform, um ihre Ideen für Möbel, Leuchten, Bodenbeläge, Tapeten oder Textilien der Fachwelt und Besuchern der Messe zu präsentieren. „Um einen Platz an dem Messestand kann sich jede Hochschule bewerben“, erklärt Jannis Bruns, Architektur-Student des KIT. Welche Hochschulen während der imm ausstellen können, entscheiden die Organisatoren der Messe. „Es war für uns eine große Chance, unsere Möbelideen auszustellen. Tatsächlich konnten wir einige Produktionsfirmen von unseren Ideen begeistern und erste Lizenzverträge bekommen“, so Bruns. „Es scheint so, dass studentische Kreativität auch auf dem freien Markt auf großes gestalterisches sowie wirtschaftliches Interesse stößt“, so Bruns.