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Der wilde Urwald – gar nicht so wild?

Der wilde Urwald – gar nicht so wild?
Autor:

Sibylle Orgeldinger, Margarete Lehné, Sandra Wiebe

Quelle:

Pressestelle des KIT 

Datum: 08.03.2017

Über sechs Millionen Quadratkilometer erstreckt sich das Amazonasbecken in Südamerika, bedeckt ist es zum großen Teil von Regenwald. Mit seinem Artenreichtum gilt dieser vielen als Paradebeispiel wilder, unberührter Natur. Dass der Mensch dort aber schon seine Spuren hinterlassen hat, bevor Columbus 1492 in Amerika landete, hat nun ein internationales Forscherteam bestätigt. Unter anderem konnten die Botaniker und Anthropologen nachweisen, dass die Urvölker 85 Baumarten domestiziert haben, das heißt aus Wildformen – etwa Kakao, Açaibeere oder Paranuss – Kulturformen gemacht haben. Im gesamten Amazonasbecken kommen diese domestizierten Arten heute fünfmal häufiger vor als ihre Wildformen, vor allem in der Nähe historischer Siedlungen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher nun in der Zeitschrift Science. Für ihre Analyse griffen sie auf Daten aus mehr als 1000 Untersuchungen eines internationalen Netzwerks zurück, das sich mit der Artenvielfalt der Bäume am Amazonas befasst (Amazon Tree Diversity Network). Entsprechende Daten hat dort auch der Geograf Florian Wittmann zur Verfügung gestellt, der seit vergangenem Jahr das Auen-Institut am KIT leitet. Mit seiner Forschungsgruppe hat er in Manaus am Amazonas Dauerbeobachtungsflächen eingerichtet, überwiegend in Auenwäldern. „Unter anderem markieren wir die Bäume und bestimmen ihre Art, ihren Durchmesser und die Höhe“, erklärt Wittmann. „Außerdem nehmen wir Umweltbedingungen, wie Überschwemmungshöhe und -dauer, Bodentyp und Nährstoffgehalt auf.“ Am Auen-Institut beschäftigt sich Wittmann mit ökologischer Grundlagenforschung genauso wie mit angewandten Projekten zum Hochwasserschutz sowie zur Entwicklung und Renaturierung von Auen, etwa am Rhein. „Feuchtgebiete gehören weltweit zu den gefährdetsten Ökosystemen, zugleich zählen sie zu den artenreichsten und sind für Mensch und Natur in vielerlei Hinsicht bedeutsam“, sagt der Wissenschaftler.

KIT-Stiftung feiert fünften Geburtstag – Verdienstmedaille für Gründungsstifterin Storz

Den wissenschaftlichen Nachwuchs stärken, Forschungsinfrastrukturen modernisieren, Studierende für herausragende Leistungen belohnen und besonders Engagement auszeichnen: Das sind nur einige der Ziele der KIT-Stiftung, die in diesem Jahr ihren fünften Geburtstag feiert. Rund 900.000 Euro hat sie seit 2012 in Forschung, Lehre, Innovation und akademisches Leben investiert. Als Gründungsstifterin von Anfang an dabei ist Sybill Storz, geschäftsführende Gesellschafterin des Tuttlinger Medizintechnikunternehmens KARL STORZ. Für ihr langjähriges Engagement erhielt sie nun die Verdienstmedaille des KIT. „Wissenschaft braucht nachhaltige Unterstützung: für herausragende Forschung und Lehre, eine global ausgerichtete Innovationskultur sowie ein lebendiges akademisches Leben. Mit diesem Leitgedanken hat das KIT vor fünf Jahren die KIT-Stiftung gegründet. Sybill Storz war als Gründungsstifterin dabei und finanziert zudem Deutschlandstipendien für Studierende des KIT. Ich freue mich sehr, sie für dieses großartige Engagement mit der Verdienstmedaille des KIT auszeichnen zu dürfen“, sagte der Vizepräsident des KIT für Innovation und Internationales Thomas Hirth bei der Verleihung in Tuttlingen. KIT und KARL STORZ arbeiteten in den vergangenen Jahren auch gemeinsam an einer Reihe von Forschungsprojekten.

Studie zur Kniearthrose – Probanden gesucht

In der Sportorthopädie am Institut für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) des KIT startet eine Studie zur Therapie bei leicht- bis mittelgradiger Kniegelenksarthrose. Das Institut sucht dafür Probanden. Bei einer Kniegelenksarthrose entwickeln viele Betroffene durch Schonhaltungen und Fehlbelastungen schmerzhafte knotige Verspannungen in der Muskulatur um das Kniegelenk, sogenannte myofasziale Triggerpunkte. Daraus kann sich ein „myofasziales Schmerzsyndrom“ mit starken Schmerzen und weiteren Fehlhaltungen entwickeln. Häufig führen die Schmerzen dazu, dass der Patient auf Bewegung verzichtet, diese ist für die Erhaltung der Gelenke jedoch unerlässlich. Die Studie untersucht, wie sich eine Therapie der myofaszialen Triggerpunkte im Bereich der gelenkumgebenden Muskulatur auf das Schmerzniveau und die Beweglichkeit betroffener Gelenke auswirkt und ob eine erfolgreiche Triggerpunkttherapie den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen kann. Als Therapieverfahren werden die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) und das KinesioTape eingesetzt. Weitere Informationen unter www.sport.kit.edu oder unter der Nummer 015110930785 ( Mo-Fr 9-12 Uhr).

Zehn Jahre Schülerlabor Mathematik

Kindern und Jugendlichen Mathe auf spielerische Weise näher bringen – darum geht es im Schülerlabor Mathematik am KIT, das in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert. Hier erleben, entdecken und begreifen Schülerinnen und Schüler ohne Taschenrechner und Formeln Mathematik an über 80 Experimentierstationen. So können sie Minimalflächen bei Seifenhäuten entdecken, mit Würfeln knobeln, Puzzles legen, Zauberknoten lösen oder sich in Spiegelbildern verlieren. Über 1000 Schülergruppen besuchten das Labor bereits und erforschten unter anderem, wie viel Mathe im Alltag steckt: Was hat es mit der Geometrie eines Fußballs auf sich? Wie fliest man ein Bad, sodass überall verschiedene Muster zu sehen sind, die sich aber trotzdem zusammenfügen? Das Schülerlabor ist inzwischen fester Bestandteil der Lehramtsausbildung am KIT. Mit vorheriger Anmeldung können Klassen ab dem dritten Schuljahr bis zur Oberstufe im Schülerlabor experimentieren, der Besuch ist kostenlos. Außerdem können Workshops gebucht werden. Darüber hinaus sind mit den Mathe-Kids (Klassenstufe 7/8) und den Mathe-Profis (Klassenstufe 9/10) auch zwei Projektgruppen zur Begabtenförderung entstanden. Für alle kleinen und großen Interessierten findet an jeweils einem Freitag im Monat ein Tag der offenen Tür statt. Der nächste Termin ist am 7. April 2017 von 14 bis 17 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zu finden ist das Schülerlabor im Kollegiengebäude Mathematik am Campus Süd des KIT (Englerstraße 2, Geb. 20.30). Weitere Termine und Informationen unter: http://schuelerlabor.math.kit.edu