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Nachwachsendes ersetzt Fossiles

Nachwachsendes ersetzt Fossiles
Autor:

Saskia Kutscheidt

Links:
Quelle:

KIT-Pressestelle

Datum: 02.12.2010

Experte erforscht nachwachsende Rohstoffe
Nachwachsende Rohstoffe gewinnen zunehmend an Bedeutung für die chemische Industrie. Schon heute stellen sie eine Alternative zu fossilen Rohstoffen dar und werden diese künftig zunehmend ersetzen. Die Forschergruppe um Michael Meier, neuer Professor am Institut für Organische Chemie am KIT, entwickelt daher nachhaltige Methoden zur Verwendung von pflanzlichen Ölen und anderen nachwachsenden Rohstoffen für die Polymerindustrie. Ziel der Forschung ist es, fossile Rohstoffe durch die Einführung nachwachsender Plattformchemikalien und die Entwicklung neuer Materialien zu ersetzen. Meier studierte Chemie an der Universität Regensburg und promovierte an der Universität Eindhoven, Niederlande. Der international anerkannte Wissenschaftler erhielt mehrere Preise, kürzlich erst eine Auszeichnung für junge Forscher auf europäischer Ebene.

Platz eins für Software-Cluster
Europas größter Software-Cluster „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“, an dem auch das KIT beteiligt ist, steht weiterhin an der Spitze der europäischen Softwarebranche. In dem Cluster haben sich zahlreiche Unternehmen, Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen zu einem Verbund zusammengeschlossen, um die Unternehmenssoftware der Zukunft zu erforschen. Truffle Capital, ein führendes europäisches privates Investment-Unternehmen, veröffentlichte im November in der zweiten Ausgabe seiner Studie „Truffle 100 European Clusters" eine Rangliste der Top 40-Regionen der europäischen Softwareindustrie. Laut dieser Bewertungsliste behauptet die Software-Cluster-Region um Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf ihre Position als „Silicon Valley” Europas. Auf Platz zwei nennt die Studie Südostengland, auf Platz drei die Region Paris.

Neuer Transregio-Sonderforschungsbereich
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab dem 1. Januar 2011 elf neue Sonderforschungsbereiche. Der einzige neue Transregio-Sonderforschungsbereich wird ein gemeinsames Projekt der Technischen Universität Kaiserslautern und des KIT sein. Von Seiten des KIT sind die Institute für Anorganische Chemie, für Organische Chemie, für Physikalische Chemie sowie für Nanotechnologie beteiligt. Die Wissenschaftler forschen gemeinsam in insgesamt 19 Projekten an kleinen Metallverbindungen aus zwei bis drei Metallatomen, die miteinander durch weitere Atome verbunden sind. Dies ermöglicht langfristig ein großes Potenzial für Anwendungen, beispielsweise für schaltbare Molekülmagnete oder der Katalyse. Die Koordinierung übernimmt als designierter Sprecher Gereon Niedner-Schatteburg, Professor an der TU Kaiserslautern, und stellvertretend Manfred Kappes, Professor am Institut für Physikalische Chemie des KIT. Die Forschungsarbeiten werden mit insgesamt 12 Millionen Euro über einen Zeitraum von zunächst vier Jahren gefördert.

Auszeichnung für Forschungsleistung
Mit dem Titel „Distinguished Scientist“ wurde Walter Tichy, Professor und Lehrstuhlinhaber am Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation des KIT, von  der Association for Computing Machinery (ACM) ausgezeichnet. ACM ist die größte internationale Vereinigung für Forschung und Ausbildung in der Informatik. Weltweit knüpft sie Netzwerke zwischen IT-Spezialisten, Forschern und Ausbildern. Mit der Auszeichnung würdigte die Vereinigung Tichys herausragende Forschungsleistungen im Bereich Softwaretechnik und Parallelverarbeitung in der Informatik. Weltweite Anerkennung fand Tichy bereits in den 80er Jahren unter anderem für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Softwarearchitektur. Derzeit beschäftigt er sich unter anderem mit der Softwareentwicklung für Mehrkern-Rechner und dem automatischen Umsetzen von sprachlichen Anforderungen in Software-Bausteine.

Exzellenzpreis 2010
Mit dem Exzellenzpreis 2010 der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) ist Mélanie Clerc, Maschinenbau-Absolventin des KIT und der INSA Lyon, ausgezeichnet worden. Die Exzellenzpreise für herausragende fachliche und interkulturelle Kompetenzen wurden anlässlich des 12. Deutsch-Französischen Forums, der deutsch-französischen Hochschul-Studienmesse, an insgesamt acht DFH-Absolventen vergeben. Jeder Preis in Höhe von 1 500 Euro wird durch ein Unternehmen gesponsert. Clerc erhielt den Preis von der französischen Elektrizitätsgesellschaft, Électricité de France SA (EDF). Die DFH ist ein Netzwerk von über 180 Hochschuleinrichtungen aus Deutschland und Frankreich, die insgesamt rund 130 integrierte bi- und trinationale Studiengänge anbieten. Ziel der DFH ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich in den Bereichen Hochschule, Forschung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.