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Schlemmen ohne Reue: Auf dem Weg zur fettarmen und cremigen Schokolade

Schlemmen ohne Reue: Auf dem Weg zur fettarmen und cremigen Schokolade
Autor:

Sophia Nietzschmann

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 23.03.2016

Zur Osterzeit lockt sie wieder in Hasengestalt und buntem Papier: Schokolade – mit jährlichen Ausgaben von rund 50 Euro pro Kopf die beliebteste Süßware der Deutschen. Dabei werden ihr seit Jahrzehnten vor allem zwei Dinge nachgesagt: Sie mache glücklich – aber vor allem dick. Selbst vermeintliche Diätschokolade hat nachweislich so viel Fett und ähnlich viele Kalorien wie eine herkömmliche Tafel. Erin Koos vom Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Mechanik am KIT hat eine Methode entwickelt, Schokolade fettreduziert, cremig und ohne Zuckerzusatz herzustellen. Mit Kollegen untersuchte sie dafür einen wichtigen Bestandteil des vermeintlichen Dickmachers: das Kakaopulver. Dieses mischte das Team mit Sonnenblumenöl und gab Wasser hinzu. Obwohl hier Milch, Sahne und Zucker fehlten, entstand eine stabile Schokocreme. „Möglich ist das durch Kapillarbrücken, die das Wasser zwischen den Kakaopartikeln bildet. Dadurch entsteht ein stabiles Netzwerk, das die Kakaomasse zusammenhält und verhindert, dass sich etwa das Öl an der Oberfläche absetzt“, erklärt Koos. Erhöhten die Forscher die Mengen von Kakaopulver und Wasser, bei gleicher Menge Sonnenblumenöl, wurde die Schokolade noch stabiler: Sogar bei 50 °C behielten die Schokoladenblöcke für mehr als eine Stunde ihre Form – und damit doppelt so lange wie herkömmliche Schokolade. Die Erklärung: Das Netz aus Kapillarbrücken schließt die geschmolzene Kakaobutter ein und hält die Schokolade so für einige Zeit stabil. Dem Forschungsteam gelang es somit, Schokolade herzustellen, die allein durch das Netzwerk zwischen den Partikeln stabil und cremig ist. „Mit den Ergebnissen wollen wir die Weiterentwicklung fettreduzierter Lebensmittel unterstützen“, so Erin Koos. „Sie eröffnen auch Möglichkeiten für neue Lebensmittel auf Kakaobasis.“

Seismische Aktivitäten: Auch in Karlsruhe bebt die Erde

Kleine Erdbeben gibt es in San Francisco fast wöchentlich, in Japan sogar mehrmals am Tag. Im weltweiten Vergleich bebt die Erde in Deutschland kaum. Und doch: In Karlsruhe werden leichte Erschütterungen regelmäßig gemessen – und das liegt nicht an den Baustellen.
„Durchschnittlich alle fünf Monate tritt ein spürbares Erdbeben der Magnitude 2,0 oder größer zwischen Freiburg und Karlsruhe auf“, berichtet Dr. Andreas Barth, Wissenschaftler am Geophysikalischen Institut des KIT. Mit Kollegen erstellte er erstmals eine einheitliche und vollständige Datenbank von Erdbeben oberhalb einer Magnitude 2,0 für den gesamten Oberrheingraben. Die Magnitude ist ein Maß für die Stärke von Erdbeben, das etwa von der Richterskala bekannt ist. Dieser erstreckt sich wie eine riesige Wanne von Basel bis nach Frankfurt und gilt als seismisch besonders aktiv. „Mithilfe der Daten haben wir das gesamte Gebiet in vier Regionen unterteilt. So können wir bestimmen, ob und wie regelmäßig dort Erdbeben auftreten.“ Insgesamt verzeichneten die Forscher im Oberrheingraben 274 Erdbeben der Magnitude 2,0 oder größer zwischen 1971 und 2012. Weitaus mehr Beben seien allerdings so schwach, dass man sie ohne Instrumente nicht wahrnehmen könne. Zwischen Freiburg und Karlsruhe komme es im Durchschnitt nur etwa alle 30 Jahre zu Aktivitäten mit Magnituden ab 4,0, die potenziell leichte Gebäudeschäden wie etwa Risse im Putz verursachen können. Die letzten spürbaren Beben im Raum Karlsruhe gab es 1948 (Magnitude 4,9) und zuletzt am 24. September 2014. Die Forscher des KIT fanden heraus, dass die Epizentren beider Erschütterungen nur drei Kilometer voneinander entfernt lagen und somit vermutlich auf derselben seismisch aktiven Bruchzone stattfanden. „Das bedeutet aber nicht, dass die Erdbebengefahr in Karlsruhe gestiegen ist“, betont Barth. Die Seismizität im Oberrheingraben ist übrigens auf ein Ereignis zurückzuführen, das bereits 45 Millionen Jahre zurückliegt: Damals senkte sich die Erdoberfläche und bildete die riesige Wanne zwischen dem heutigen Schwarzwald und den Vogesen. „Dass es dort auch heute noch leichte seismische Aktivitäten gibt, ist völlig normal“, so der Wissenschaftler.

Schülerlabor am KIT begrüßt 1000. Klasse

Kindern und Jugendlichen Mathe spielerisch näher zu bringen, ist das Ziel des Schülerlabors Mathematik am KIT. Nun besuchte es die 1000. Schulklasse: Die Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums aus Gundelfingen und ihrer französischen Partnerschule, Collège Gaston Couté haben an Stationen mit 80 spannenden Experimenten unter anderem entdeckt, wie viel Mathe im Alltag steckt: Was hat es mit der Geometrie eines Fußballs auf sich? Wie fliest man ein Bad, sodass überall verschiedene Muster zu sehen sind, die sich aber trotzdem zusammenfügen? Seit 2007 steht das Labor für Schulklassen ab der dritten Klasse offen. Einmal im Monat können beim Tag der offenen Tür des Schülerlabors aber alle interessierten, großen und kleinen Besucher an den Stationen knobeln und experimentieren. Der nächste Termin ist am 08. April von 14 bis 17 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Schülerlabor befindet sich im Kollegiengebäude Mathematik, Englerstraße 2, Campus Süd. Weitere Termine und Informationen im Internet unter: www.math.kit.edu/didaktik/seite/schuelerlabor/.

Stressfrei ins Studium starten

„Studium ja – aber wie bewerbe ich mich?“ Solche und ähnliche Fragen stellen sich viele Schülerinnen und Schüler, wenn das Abitur naht. Um ihnen den Einstieg in ein Studium am KIT zu erleichtern, bietet das Zentrum für Information und Beratung (zib) regelmäßige Infoveranstaltungen, unter anderem zum Thema Bewerben für ein Bachelorstudium am KIT. Studienberater erklären, was es mit Zulassungsverfahren auf sich hat, wie eine Online-Bewerbung funktioniert und welcher Zeitplan sich für eine stressfreie Bewerbung bewährt hat. Die nächsten Infoveranstaltungen finden statt am 8. und 25. April und werden fortan mehrmals im Monat angeboten. Eine Anmeldung ist erforderlich per Telefon unter 0721 608 44930 oder per E-Mail an info@zib.kit.edu. Weitere Termine und Informationen sind im Internet zu finden unter: https://www.sle.kit.edu/vorstudium/veranstaltungskalender.php/event/29523.