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Die Dosis macht’s – auch bei Brokkoli

Die Dosis macht’s – auch bei Brokkoli
Autor:

Lilith C. Paul, Dr. Sibylle Orgeldinger

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 06.03.2014

Inhaltsstoff Sulforaphan greift Proteine an, die Schäden des Erbguts reparieren

Schützt Broccoli vor Krebs der Bauchspeicheldrüse? Richtig ist, dass der Inhaltsstoff Sulforaphan Entgiftungsmechanismen in der Zelle fördert. Allerdings greift er auch wichtige Proteine an, die Schäden des Erbguts (DNA) reparieren. Dies haben KIT-Forscher nun herausgefunden. Andrea Hartwig, Professorin für Lebensmittelchemie und Toxikologie am KIT, rät daher davon ab, Sulforaphan als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Auf dem Markt gebe es Tabletten, die mitunter so viel davon enthielten wie ein Kilogramm Brokkoli. Der pflanzliche Wirkstoff setzt auf molekularer Ebene Zink frei, das ein wesentlicher Bestandteil der DNA-Reparaturproteine ist. In mehreren Versuchsreihen konnten die Forscher zeigen, dass Sulforaphan die Proteine tatsächlich schädigt und dadurch den Reparaturprozess hemmt. „Wir können zwar nicht von einer Zellkultur direkt auf den Menschen rückschließen, aber es ist sicher sinnvoll, sich an die alte Weisheit Paracelsus‘ zu erinnern: ‚Die Dosis macht´s‘“, so Hartwig.

KIT-Student unter Top Drei

Fabian Jost, der am KIT Wirtschaftsingenieurwesen studiert, hat im Bloomberg Aptitude Test (BAT) vom Januar 2014 die Top Drei weltweit erreicht. Der vom Bloomberg Institute angebotene international renommierte Test richtet sich an Studierende, die eine Karriere in der Wirtschafts- und Finanzwelt anstreben. In dem englischsprachigen Online-Test beantworten sie Fragen in Bereichen wie Mathematik, analytisches Denken, Wirtschaft und globale Märkte. Anhand der Auswertung können sie sich mit mehr als 150 000 Studierenden in einem weltweiten Pool vergleichen. Auf Wunsch werden sie in eine Datenbank aufgenommen, die von über 20 000 Top-Finanzunternehmen zur Rekrutierung hochqualifizierter Fachkräfte genutzt wird. „Mein Studium und die Tätigkeit bei der studentischen Unternehmensberatung delta waren die ideale Vorbereitung für den BAT“, sagt Jost.

Neue Suchmaschinen

Die KIT-Ausgründung SearchHaus entwickelt Suchmaschinen, die Eingaben interpretieren und so konkrete Ergebnisse liefern können. Statt einzelne Wörter isoliert zu betrachten, prüft die Softwarelösung deren Eigenschaften und wie sie thematisch miteinander verknüpft sind. „Darüber hinaus können Nutzer ganz ohne technisches Wissen in eigenen Worten Anfragen an große Datenbanken stellen“, sagt Daniel Herzig, der gemeinsam mit Mitgründer Günter Ladwig am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren des KIT promovierte. SeachHaus bietet nicht nur Suchmaschinen für strukturierte Daten, sondern auch für Internetseiten. Der interpretatorische Ansatz hat auch die Stadt Karlsruhe überzeugt: Die Jungunternehmer realisierten eine neue Suchlösung für die Webseite karlsruhe.de, die die bisherige von Google ersetzt hat.

Barrierefreier Staat?

„Auf dem Weg zum barrierefreien Staat? Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und das deutsche Verfassungsrecht" – zu diesem Thema spricht Felix Welti, Professor für das Sozialrecht der Rehabilitation und das Recht der behinderten Menschen an der Universität Kassel, am kommenden Mittwoch, 12. März, um 19 Uhr im Vortragsraum der Literarischen Gesellschaft im Prinz-Max-Palais Karlsruhe Menschen mit Behinderung sollen gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilhaben können, und zwar so selbstbestimmt und unabhängig wie möglich. So fordert es die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die seit 2009 auch in Deutschland gilt. Veranstalter des Vortrags sind das Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft (ZAR) des Karlsruher Instituts für Technologie in Kooperation mit den Jungen Juristen Karlsruhe. Interessierte können sich per E-Mail an info@junge-juristen.de für den kostenfreien Vortrag anmelden.