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Innovatives Wahlsystem mit Drittstimme

Innovatives Wahlsystem mit Drittstimme
Autor:

Margarete Lehné, Anna Moosmüller, Sibylle Orgeldinger

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 23.11.2016

Ein innovatives alternatives Wahlsystem, das die politische Repräsentativität des Parlaments verbessern soll, haben 45 Studierende der Wirtschaftswissenschaften im Seminar „Entscheidungsfindung in der Politik und Wirtschaft“ unter Leitung von Andranik S. Melik-Tangyan entwickelt und experimentell erprobt. Inspirieren ließen sie sich dabei vom Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Das Wahlsystem „The Third Vote“ sieht eine „Drittstimme“ vor, mit welcher der Stimmberechtigte weder einen Kandidaten noch eine Partei wählt, sondern in Form von Antworten auf mehrere Fragen genau die politische Einstellung, die seiner Meinung nach repräsentiert werden soll. Daraufhin wird überprüft, ob das politische Profil des Kandidaten mit dem des Wählers übereinstimmt. Die Einteilung der Parteien erfolgt dann nicht nach dem prozentualen Anteil der erhaltenen Stimmen, sondern nach der Repräsentativität des Zuspruchs der Bevölkerung. Die Studierenden haben ihr Wahlsystem in enger Kooperation mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss AStA bei den diesjährigen Wahlen zum Studierenden-Parlament des KIT erprobt, wobei es um Fragen wie Zulassungsbeschränkungen zu Studiengängen oder Videoüberwachung auf dem Campus ging, und das Experiment in einem Video dokumentiert. Im November stellten sie „The Third Vote“ auf dem „World Forum for Democracy“ in Straßburg vor und erhielten viel positive Resonanz. „Das Projekt hat die Kompetenz der angehenden Wirtschaftswissenschaftler in die Politikwissenschaften hinein erweitert“, sagt Andranik S. Melik-Tangyan. Weitere Informationen unter http://studierendenwahl.econ.kit.edu, Video unter https://www.youtube.com/watch?v=TCkSYpF5es8

Tattoos im Film

Das weiße Kaninchen in „Matrix“, das Hakenkreuz auf der Brust des Neonazis Derek in „American History X“, der Drache auf der Schulter von Lisbeth Salander in der „Millennium-Trilogie“ – Motive, die sich dem Filmpublikum eingeprägt haben. Welche Funktionen Tätowierungen in Filmen übernehmen, hat die Studentin Roya Hauck in ihrer Oberseminararbeit „Die Haut als Leinwand“ untersucht. Dazu zog sie Filme verschiedener Genres heran. Im Science-Fiction-Film „Matrix“ dient das Tattoo – das weiße Kaninchen ist aus „Alice im Wunderland“ entlehnt – als Botschaft an den jungen Hacker Neo. „Tätowierungen können auch einen bestimmten Menschentyp oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe kennzeichnen“, berichtet Roya Hauck, die ihre Arbeit am Institut für Germanistik des KIT in einem filmwissenschaftlichen Oberseminar unter Leitung von Professor Andreas Böhn verfasst hat. „So werden im Film ‚Eastern Promises‘ alle Mitglieder der russischen Mafia tätowiert.“ Einen besonderen Fokus legt Roya Hauck auf die tätowierte Frau als Objekt der Begierde. In der US-amerikanischen Verfilmung des Stieg-Larsson-Romans „Verblendung“ ist das Drachen-Tattoo von Lisbeth Salander immer zu sehen, nachdem sie missbraucht wurde. Lisbeth wiederum rächt sich an ihrem Peiniger Bjurman, indem sie ihn fesselt, tätowiert und damit stigmatisiert. „Die Tätowierung ist in diesem Fall an Sex und Gewalt gekoppelt“, fasst Hauck zusammen.

Pro und kontra Religion

Die Projektgruppe „Haus der Begegnung: Religionen und Kulturen am KIT“ fragt am Montag, 5. Dezember 2016 um 18.30 Uhr ob Religionen das gesellschaftliche Miteinander gefährden oder stützen. In einem aktuell aufgeheizten gesellschaftlichen Klima, in dem oftmals der Glaube eine Rolle spielt, möchte die Projektgruppe in sachlicher Form die Frage nach dem Beitrag der Religionen zu sozialer Stabilität untersuchen. Bei einem Podiumsgespräch diskutieren der Religionssoziologe Prof. Dr. Wolfgang Eßbach, der Theologe und Wirtschaftsethiker Prof. Dr. Günter Wilhelms sowie Murat Kayman, der als Koordinator verantwortlich für die verfassungsrechtliche Beratung und Unterstützung der DITIB Landesverbände ist. Die Diskussion findet im Hertz-Hörsaal (Kaiserstr.12, Geb. 10.11., KIT Campus Süd) statt und wird moderiert von Annegret Brauch. Der Eintritt ist frei.

„Misa Criolla“ in Grötzingen

Die „Misa Criolla“, zu Deutsch „Kreolische Messe“, des argentinischen Komponisten Ariel Ramírez singt der Kammerchor des KIT unter Leitung von Musikdirektor Nikolaus Indlekofer
am Samstag, 26.11.2016, um 18.30 Uhr
in der katholischen Kirche Grötzingen. Für das lateinamerikanische Kolorit sorgen Instrumentalisten und Solisten der Grupo Alturas. Ariel Ramírez ist auch der Komponist der in Südamerika populären Kantate „Navidad nuestra“. Ähnlich wie die Sätze der Misa sind auch die Lieder in „Navidad nuestra“ durch südamerikanische Tänze und Melodien inspiriert und farbig instrumentiert. Ebenfalls zu hören ist das Prager Te Deum des tschechischen Komponisten Petr Eben für gemischten Chor und Bläser-Ensemble. Petr Eben schrieb das Te Deum tief berührt von den Umwälzungen des Jahres 1989 als Lobgesang auf die neue Freiheit.