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Energie-Kongress mit Wüstenstaat

Energie-Kongress mit Wüstenstaat
Autor:

Saskia Kutscheidt

Links:
Quelle:

KIT-Abteilung Presse

Datum: 21.04.2011

Energiekongress
Gemeinsam mit der University of Sharja hat das KIT einen Energie-Kongress in Sharja in den Vereinigten Arabischen Emiraten organisiert. Die dreitägige Veranstaltung gliederte sich in verschiedene Workshops und Vorträge. Karl-Friedrich Ziegahn, Leiter der Umwelt- und Energieprogramme des KIT, war der Vorsitzende des ersten Workshops zum Thema „Erneuerbare Energien und ihre Anwendung in heißen Klimaregionen“. Wolfgang Breh, Geschäftsführer des KIT-Zentrums Energie und Andreas Wagner, Leiter des Fachgebiets Bauphysik und Technischer Ausbau des KIT, referierten dabei über neue Technologien für energieeffiziente Gebäude in warmen Klimaregionen sowie über Möglichkeiten, die Öffentlichkeit und Verbraucher einzubeziehen. Die Teilnehmer aus aller Welt diskutierten im zweiten Workshop über die Auswirkungen der Katastrophe in Japan auf die Zukunft nuklearer Energien und Sicherheitsvorkehrungen. Bereits 2009 unterzeichneten das KIT und die University of Sharja einen Kooperationsvertrag zur Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Ziel des Abkommens ist es unter anderem, den Studierendenaustausch sowie gemeinsame Forschungsaktivitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien zu fördern.

Umweltpreis Sparkasse
Die Umweltstiftung der Sparkasse Pforzheim Calw hat die Umweltpreise 2011 verliehen: Den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielten Hanns-Rudolf Paur, Andrei Bologa, Klaus Woletz und Rainer Körber vom KIT, Institut für Technische Chemie – Bereich Thermische Abfallbehandlung. Die mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Umweltpreise belohnen sowohl das Engagement von Wissenschaftlern als auch von Laien, die zum Natur- und Umweltschutz beitragen. Die KIT-Wissenschaftler haben einen neuartigen elektrostatischen Abscheider entwickelt, mit dem die Emission von Rußpartikeln aus Kleinfeuerungsanlagen um bis zu 90 Prozent reduzierbar ist – mit dem Verfahren wird der neue Emissionsgrenzwert unter optimalen Verbrennungsbedingungen erreicht oder sogar deutlich unterschritten. Ein Prototyp des patentierten Abscheiders wurde bereits im Langzeitbetrieb getestet. Das Gerät benötigt hierzu lediglich die Leistung einer Energiesparlampe. Das Forscherteam will nun ein marktfähiges Produkt entwickeln, das kostengünstig und leicht einzubauen ist.

KIT-Doktorandenpreis für Nachwuchswissenschaftler
Mit dem Doktorandenpreis fördert das KIT Forschungsarbeiten junger Nachwuchswissenschaftler: Ausgezeichnet werden die jeweils besten Arbeiten des Jahres 2010 in den sechs KIT- Kompetenzbereichen Materie und Materialien, Angewandte Lebenswissenschaften, Erde und Umwelt, Technik, Kultur und Gesellschaft, Information, Kommunikation und Organisation sowie Systeme und Prozesse. KIT-Absolventen können ihre Bewerbung bis Mitte Mai in digitaler Form beim KHYS einreichen. Insgesamt ist der Preis mit 12.000 Euro dotiert, je Kompetenzbereich wird ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro verliehen. Die Preisverleihung findet im November 2011 bei der Akademischen Jahresfeier statt. Weitere Informationen gibt es unter www.khys.kit.edu oder per E-Mail unter info@khys.kit.edu.

Messgeräte für Vulkanausbruch
Nach dem Ausbruch des Vulkans auf Island vor einem Jahr arbeiteten Forscherinnen und Forscher des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung (IMK) an Verfahren zur besseren Beobachtung und Vorhersage der Ausbreitung von Aschewolken. Dabei gingen sie auch der Frage nach, wie sich eine Aschewolke auf die Luftqualität und die Gesundheit auswirkt. Die Analysen der Ausbreitung der Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull Mitte April 2010 über Mitteleuropa zeigen, dass die erste Wolke aus einer viele hundert Kilometer breiten und wenige hundert Meter dicken Ascheschicht bestand, die über Deutschland südwärts zog. Messungen mit einem ultraleichten Flugzeug des Bereichs Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU) ermöglichten es den Wissenschaftlern, die Ankunft einer zweiten Wolke mit vulkanischem Material in Süddeutschland zu entdecken. Zudem erstellten die Forscherinnen und Forscher numerische Simulationen der Ausbreitung mit dem Klima-Chemie-Modell MCCM des IMK-IFU in Garmisch-Partenkirchen, das auf Emissions- und Luftqualitätsanalysen ausgerichtet ist und dem auf die Wechselwirkung zwischen Luftqualität und Klima angelegten COSMO-ART des Bereichs Troposphäre (IMK-TRO) in Karlsruhe. Deren Anwendung bewies unter anderem: Numerische Ausbreitungsmodelle sind in der Lage, die Ausbreitung einer Aschewolke korrekt zu berechnen. In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst überführten die Wissenschaftler COSMO-ART noch während des Vulkanausbruchs in den Betrieb. So konnte der Wetterdienst parallel zur täglichen Wetterprognose Vorhersagen der Aschewolke über einen Zeitraum von 72 Stunden treffen. COSMO-ART wird bei zukünftigen Vulkanausbrüchen beim DWD standardmäßig in Kooperation mit dem IMK-TRO eingesetzt.