english  | Home | Impressum | Sitemap | KIT
Portrait Monika Landgraf
Leiterin Gesamt-kommunikation, Pressesprecherin
Monika Landgraf

Tel: +49 721 608-47414
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail

Besucheranschrift:

Karlsruher Institut für Technologie

Gesamtkommunikation

Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe

Campusplan

Zur Geschichte des Mutter- und Vatertags

Zur Geschichte des Mutter- und Vatertags
Autor:

Sarah Dehm, Sarah Werner

Quelle:

PKM-Presse

Datum: 04.05.2016

Jedes Jahr feiern die Deutschen am ersten Sonntag im Mai den Muttertag. Sein Ursprung liegt jedoch in den USA: Hier organisierte Ann Jarvis, Tochter eines Methodistenpredigers, im Mai 1907 zum ersten Mal einen Tag, an dem die Mutterrolle öffentlich gewürdigt werden sollte. „Dass diese erfundene Tradition so viel Erfolg hatte, hängt mit der Gesellschaftsgeschichte der USA zusammen“, sagt Rolf-Ulrich Kunze, Professor für neuere und neueste Geschichte am KIT-Institut für Philosophie. „Durch die europäische Masseneinwanderung vor 1914, vor allem von Katholiken, waren die kulturbeherrschenden „white anglo-saxon protestants“ darauf angewiesen, ihre gesellschaftliche „weiße“ und protestantische Vorherrschaft symbolisch zu bekräftigen.“ Der Muttertag sei ideal gewesen, um ein traditionelles, gottgefälliges Familienverständnis zu festigen, ohne den „römisch-katholischen“ Marienkult zu ehren. Über Großbritannien und Skandinavien kam der Muttertag nach Deutschland, wo er ab 1923 gefeiert wurde. Die Motive waren jedoch andere als in den USA: „Der Nationalismus nutze das Thema als Ausdruck der Ablehnung aller emanzipatorischen Wertvorstellungen der Demokratie von Weimar“, so Kunze. Seit den 1950er Jahren entwickelte sich der Tag dann zu einer konsumgesellschaftlichen und populären Tradition, die immer mehr und gerade die berufstätige Mutter würdigte.

Der Vatertag habe dagegen eine völlig andere Geschichte und Herkunft, wie Kunze erklärt: „Er entstand als proletarisch-kleinbürgerliches Ausflugsvergnügen für Männer an Christi Himmelfahrt, in Berlin und seinem Umland gegen Ende des 19. Jahrhunderts.“ Dabei gehe es weniger um die Ehrung der Vaterrolle: „Es geht vielmehr um das Ritual von „wahren“ Männern unter sich, die gemeinsam in der stadtnahen Natur aus einem stark geregelten Arbeitsnormalalltag ausbrechen. Der Vatertag ist ein charakteristischer Freizeit-Feiertag der industriellen Moderne“, sagt der Historiker. In den USA hingegen sei der Father’s Day tatsächlich so etwas wie der männliche Muttertag: Seit 1910 wird hier die Rolle des aufopferungsvollen Vaters geehrt.

HashtagNow: Ein Karlsruher Start-up bündelt die Themen im Web

Auf Twitter, Facebook, Instagram und Co. wird geteilt und verlinkt: Kurznachrichten werden mit #Hashtags versehen, Markierungen, über die sich Nachrichten zu einem bestimmten Thema bündeln. Mit dieser Flut an Informationen umzugehen, ist gar nicht so einfach: Die Inhalte zu Hashtags sind unsortiert und auf den verschiedenen Plattformen verteilt, erklärende Informationen und Hintergründe fehlen.
Das wollten Jan König und Alexander Swetlow ändern. Neben Studium (Jan König am KIT, Alexander Swetlow an der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft) und Beruf tüftelten sie an ihrer Idee: eine Website, die alle Inhalte zu einem Hashtag sammelt, sortiert und so das schnelle Social Web übersichtlicher macht. Seit Januar 2016 ist der Dienst unter dem neuen Namen #Now online.
„Unser Ziel ist es, einen Social News Hub zu bauen, der in Echtzeit alle interessanten Themen aufzeigt, die aktuell wichtig sind“, so Jan König. HashtagNow zieht die aktuellen Trends plattformübergreifend direkt aus den sozialen Medien an. Die Leser finden Hashtags von Twitter und Instagram in Kategorien eingeordnet und strukturiert aufbereitet, mit Erklärungen zu Hintergründen und Zusammenhängen zwischen den Hashtags.
Zur Webseite des Start-ups: https://hashtagnow.de/

Studierende des KIT werden Zweite beim weltweit größten Fallstudienwettbewerb

Jedes Jahr veranstaltet das europäische Netzwerk ESTIEM den Wettbewerb „TIMES“ (Tournament In Management and Engineering Skills), den weltweit größten Fallstudienwettbewerb für Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens. Hier müssen die Teilnehmer in einem realistischen Wirtschaftsszenario eine Fallstudie innerhalb von drei Stunden lösen. Eine Jury aus akademischen Vertretern bewertet die Ergebnisse. Im April fand das Finale des Wettbewerbs an der TU Ilmenau statt, in dem acht Teams aus Europa um den Titel „IEM Student of the Year“ gegeneinander antraten. Auch das KIT war vertreten und konnte überzeugen: Die Masterstudierenden Francisco Schlöder, Matthias Untch, Elisa Weiß und Leander Hartenauer mussten sie sich nur dem Team aus dem schwedischen Linköping geschlagen geben und wurden Zweite. „Das ist ein großer Erfolg für das Team. Die Studierenden tragen so zum ausgezeichneten internationalen Ruf des KIT und der Technologieregion Karlsruhe bei“, sagt das Mitglied der Hochschulgruppe VWI-ESTIEM Karlsruhe e.V, Maximilian Stauder. Die Gruppe organisierte eines der acht Halbfinals am KIT, in denen die Endrundenteilnehmer ermittelt wurden. „Wir verstehen uns als Bindeglied zwischen Studierenden und Wirtschaft“, erklärt Stauder. „Deshalb organisieren wir nationale und internationale Seminare, Exkursionen, praxisorientierte Vorträge oder Workshops.“

Mit essbarem Trinkhalm: Team des KIT gewinnt Trophelia-Wettbewerb

„More taste, less waste“ – unter diesem Motto entwarfen Sabine Schneider, Mareike Schmalz, Yvonne Schwegler, Mara Silber, Nico Leister und Felix Preis, alle Studierende des KIT, den „eatapple“, einen essbaren Trinkhalm in den Geschmacksrichtungen Zitrone, Erdbeere und Apfel. Im Gegensatz zu herkömmlichen Halmen aus Plastik besteht dieser aus Trester: „Die fruchtigen Überreste, die bei der Saftherstellung entstehen, sind reich an Vitaminen sowie Ballaststoffen und eignen sich als gesunder Snack“, erklärt Heike Schuchmann, Professorin am Institut für Bio- und Lebensmitteltechnik des KIT. Die Institutsleiterin unterstützte das sechsköpfige Erfinderteam zusammen mit ihren Mitarbeitern Lea Koch und Andreas Leiter bei der Umsetzung: „Zum gängigen Plastikhalm kann eatapple eine echte Alternative sein, auch weil er den Kunststoffverbrauch senken würde.“
Mit seinem essbaren Trinkhalm hat das Team des KIT den Ideenwettbewerb TROPHELIA gewonnen und erhielt zusätzlich den Sonderpreis für die innovativste Produktidee. Im September vertreten die Studierenden nun Deutschland bei der europäischen Ausscheidung in Paris. TROPHELIA richtet sich an Studentinnen und Studenten der Lebensmittelwissenschaften und Lebensmittelverfahrenstechnik. Der Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. veranstaltete den Wettbewerb zum siebten Mal.