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Die Moral im Fadenkreuz

Die Moral im Fadenkreuz
Autor:

Margarete Lehné, Sarah Werner

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 04.03.2015

Sonntags abends um 20:15 Uhr sitzen Millionen Zuschauer vor dem Fernseher und sehen „Tatort“. Wie sich die Krimireihe in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat, untersucht Stefan Scherer, Professor für Neuere Deutsche Literatur am KIT. Dafür haben er und seine Kollegen der Uni Göttingen Kriterien wie Ermittlungszeit, Rauminszenierung und Opferwahl für etwa 500 Folgen erfasst. „Die Reihe ist vielfältiger geworden“, hält Scherer als Ergebnis fest. „Die Ermittler sind individueller dargestellt, auch ihr Privatleben wird thematisiert.“ Durch den regionalen Bezug könnten die Macher außerdem immer wieder Konzepte einführen, die Mentalität und Lebensstil der verschiedenen Bundesländer widerspiegeln. „Damit ist der ‚Tatort‘ der wahre Gesellschaftsroman Deutschlands“, so der Wissenschaftler vom KIT. Wie und warum die ARD-Reihe moralische und bürgerliche Wertvorstellungen ausdrückt und warum die Serie bis heute erfolgreich ist, stellt Scherer bei den Karlsruher Krimitagen 2015 vor: Sein Vortrag findet am 18. März ab 20 Uhr im Prinz-Max-Palais (Karlstraße 10) statt. Weitere Informationen und das gesamte Programm der Veranstaltung unter https://web1.karlsruhe.de/Kultur/krimi/index.html.

Workshop zur Erforschung von Auenlandschaften

„Auen gehören zu den artenreichsten und zugleich am stärksten bedrohten Lebensräumen in Europa“, sagt Christian Damm von der Auen-Forschung des KIT. Viele ehemalige Überflutungsflächen wurden für Landwirtschaft, Industrie oder Siedlungen trockengelegt. Dabei erfüllen sie viele wichtige Funktionen: „Sie können zum Beispiel beachtliche Wassermengen aufnehmen und so Hochwässer dämpfen, gleichzeitig aber wichtige Naturräume sein“, so Damm weiter. Deshalb erforscht das KIT in Rastatt, wie Auenentwicklung und die Nutzung von Auen verträglich gestaltet werden können. Um aktuelle Forschungsergebnisse und den Stand der Wissenschaft geht es bei einem zweitägigen Workshop in Rastatt am Aueninstitut: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Frankreich berichten unter anderem über die Auenlandschaft am Oberrhein sowie die Entwicklung der Pflanzen- und Tierwelt an Flussauen. Außerdem stellen verschiedene Institutionen, wie etwa das Bundesamt für Naturschutz oder die Bundesanstalt für Gewässerkunde Projekte zum Auenschutz vor. Zum Abschluss steht eine Exkursion zu den Rheinauen bei Rastatt und der Staustufe Iffezheim auf dem Programm. Der Workshop findet im Institutsgebäude des KIT in Rastatt (Josefstr.1) am 12. und 13. März statt. Anmeldung per Email an gerda.fritz@kit.edu.

KIT-MOOC mit Deutschem Bildungsmedien-Preis ausgezeichnet

Wer kennt es nicht: Unangenehme Tätigkeiten, wie das Lernen auf eine Prüfung, werden hinausgeschoben, stattdessen putzt man die Wohnung oder geht einkaufen. Prokrastination lautet der Fachbegriff für dieses Phänomen. Der videobasierte Online-Kurs „MOOC gegen chronisches Aufschieben“ des Zentrums für Mediales Lernen (ZML) und des Lehrstuhls für Angewandte Psychologie am KIT vermittelt praktische Tipps zum Thema Selbst- und Zeitmanagement – nicht nur für Studierende. Diesen Online-Kurs hat das IBI – Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft nun mit dem Deutschen Bildungsmedienpreis digita in der Kategorie „Berufliche Bildung und Studium“ ausgezeichnet. Der MOOC überzeuge durch die Verknüpfung wissenschaftlich fundierter Wissensvermittlung mit einem praxisnahen, handlungsorientierten Training, so die Jury. Der jährlich vergebene Preis digita würdigt Lehr- und Lernangebote, die ein hervorragendes didaktisches Konzept unter Einsatz digitaler Medien aufweisen. Der „MOOC gegen chronisches Aufschieben“ ist der erste MOOC des KIT und wurde im Sommer 2014 auf der Plattform Iversity für die Öffentlichkeit angeboten. Er vermittelt in kurzen Lehr-Videos praktische Tipps zum Umgang mit dem chronischen Aufschieben und liefert einen wissenschaftlichen Einblick in das Phänomen Prokrastination.

Jahresgutachten Forschung und Innovation für die Bundesregierung

Die Bundesregierung packt zentrale Herausforderungen der Forschungs- und Innovationspolitik an, Investitionen in Forschung und Innovation müssten aber auf 3,5 Prozent des Bundesinlandsprodukts gesteigert werden, damit Deutschland zur weltweiten Spitze der Innovationsnationen aufschließen kann. Zu diesem Ergebnis kam die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in ihrem Jahresgutachten 2015, das sie Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt in Berlin überreichte. Die EFI berät die Bundesregierung wissenschaftlich und legt regelmäßig Gutachten zu Forschung, Innovation sowie der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Seit vergangenem Jahr gehört der Kommission auch Ingrid Ott, Professorin für Wirtschaftspolitik am KIT, an. Zu Otts Forschungsinteressen am KIT zählen Innovations- und Wachstumstheorie, Spitzentechnologien und regionale Entwicklung. Die EFI forderte in ihrem Gutachten zudem ein vereinfachtes und transparentes Urheberrecht: Die wirtschaftliche Bedeutung der von Nutzerinnen und Nutzern erstellten Inhalte im Internet, etwa YouTube-Videos, nehme stetig zu. Dieses innovative Potenzial gelte es nutzen, dazu solle die kreative Umgestaltung von Werken unter bestimmten Bedingungen zulässig sein.