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KIT arbeitet an zuverlässiger Wasserversorgung

KIT arbeitet an zuverlässiger Wasserversorgung
Autor:

Saskia Kutscheidt, Margarete Lehné, Lisa Schönhaar

Quelle:

KIT-Abteilung Presse

Datum: 22.03.2012

Weltwassertag
Etwa neun Milliarden Menschen werden 2050 auf der Erde leben – schon heute hat jedoch eine Milliarde zu wenig zu essen, vielen fehlt selbst das Trinkwasser: Nahrungssicherheit und Wasser stehen deshalb im Mittelpunkt des diesjährigen Weltwassertages der Vereinten Nationen, der heute stattfindet. An einer zuverlässigen Wasserversorgung arbeiten KIT-Wissenschaftler in Projekten in aller Welt. So ist im unteren Jordantal die Wasserknappheit extrem, die Verdunstung übersteigt die Niederschlagsmenge um ein Vielfaches. Im Projekt SMART entwickeln israelische, jordanische, palästinensische und deutsche Forscher unter Federführung des KIT ein Konzept, das alle verfügbaren Wasservorkommen einbezieht: Neben dem Grundwasser gehören aufbereitetes Abwasser, entsalztes Brackwasser und Flutwässer dazu, die nach starken Regenfällen im Winter über die Wadis zum Jordan und letztlich ins Tote Meer abfließen. Auch auf der indonesischen Insel Java ist das Wasser in der Trockenzeit knapp, die Niederschläge der Regenzeit versickern rasch durch den Karstboden in ein unterirdisches Höhlennetz. KIT-Wissenschaftler haben hier ein Höhlenstauwerk errichtet, das heute 75.000 Menschen mit Wasser versorgt. Derzeit laufen Aktivitäten zur Wasserverteilung und -aufbereitung sowie zur Abwasserentsorgung. Die mit Industriepartnern entwickelten Technologien sollen nun auch auf andere Standorte übertragen werden. Wassermangel droht aber auch großen Metropolen: Die Region um Santiago de Chile ist das politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes, hier leben die meisten Chilenen. Der Wasserbedarf dieser Region, der von der Landwirtschaft dominiert wird, übersteigt schon jetzt zeitweise das Wasserangebot aus Niederschlägen und dem Schmelzwasser aus den Anden. Die globale Erwärmung wird dies weiter verschärfen. Im Projekt „Climate Adaption Santiago“, welches das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung koordiniert, erarbeitet eine Gruppe des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT Anpassungsmaßnahmen im Energie- und Wassersektor. Dabei geht es um neue Möglichkeiten der Wasserspeicherung, um effizientere Bewässerung in der Landwirtschaft und um Brauchwasserrecycling im urbanen Gebiet.



Wettbewerb Energie für Bildung
Das Schülerlabor der Abteilung für Didaktik der Mathematik des KIT ist Sieger des Wettbewerbs Energie für Bildung der GasVersorgung Süddeutschland, GVS. Die Einrichtung überzeugte die Jury mit ihrem Projekt "Mathematische Workshops", in denen interessierte und mathematisch begabte Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 7 bis 9 ein Schuljahr lang besonders gefördert werden. Das Projekt fungiert an der Schnittstelle von Schule und Universität und ermögliche den jungen Menschen Einblicke in Mathematik als Wissenschaft, so die Jury. Die Kurse leitet eine Lehrerin mit Unterstützung von Lehramtsstudierenden, die dadurch wichtige Praxiserfahrungen sammeln können. Damit trägt das Projekt auch zur Verbesserung der Lehre der Lehramtsstudierenden bei. Das Schülerlabor wurde seit der Öffnung im Jahre 2007 bereits von fast 600 Schulklassen besucht. Mit dem Wettbewerb möchte die GVS Projekte in die Öffentlichkeit rücken und unterstützen, bei denen das Interesse von Kindern und Jugendlichen für technisch-naturwissenschaftliche Themen nachhaltig gefördert wird. Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld von rund 1.000 Euro soll für einen neuen Laptop, Arbeitsmaterialien und Literatur verwendet werden.



Konzert des KIT-Kammerchors
Wolfgang Rihm genießt nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene höchste Wertschätzung – ihm und seinem Werk widmet die Stadt Karlsruhe die diesjährigen Europäischen Kulturtage. In das Programm eingebunden ist auch der Kammerchor unter der Leitung von KIT-Musikdirektor Nikolaus Indlekofer: Er wird heute um 19.00 Uhr mit „Andere Schatten“ in der Städtischen Galerie beim ZKM eines der früheren Werke von Wolfgang Rihm aufführen. Außerdem stehen zwei frühe Instrumentalwerke von Wolfgang Rihm auf dem Programm. Um 18.30 Uhr werden alle drei Werke in einer kurzen Einführung erläutert. „Andere Schatten“ beruht auf einem dramatischen Text von Jean Paul. In der „Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei“ skizzierte Jean Paul 1796 eine atheistische Welt. Wolfgang Rihm schuf 1985 aus Zitaten und Wortfetzen dieses Textes ein Werk, welches vom Ensemble Modern und dem Freiburger Vokalensemble unter Leitung von Ernest Bour im gleichen Jahr in der Alten Oper Frankfurt uraufgeführt wurde. In Karlsruhe ist nun die erste Aufführung nach der Uraufführung zu hören.