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Portrait Monika Landgraf
Leiterin Gesamt-kommunikation, Pressesprecherin
Monika Landgraf

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Ausgabe 06/2016

Ausgabe 06/2016
Autor:

Kosta Schinarakis,
Dr. Sibylle Orgeldinger,
Sarah Dehm 

Quelle:

KIT - Presse

Datum: 29.06.2016
KIT-Kompakt 06/16 - Risikoforschung, Innovation, Metallbau, Solarspeicher, Klima
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KIT-Kompakt - monatliche Pressenachrichten (Ausgabe 06/2016)

Mustermann,
 
heute erhalten Sie die aktuelle Ausgabe der monatlichen Pressenachrichten aus dem Karlsruher Institut für Technologie. Wir wollen Sie in kompakter Form über spannende Forschungsthemen informieren und würden uns freuen, wenn passende Nachrichten für Ihre redaktionelle Berichterstattung dabei sind. Gerne vermitteln wir Ihnen bei Bedarf weitere Informationen und Ansprechpartner. Um Beleg Ihrer Berichterstattung wird gebeten.

Freundliche Grüße
Ihre KIT-Pressestelle
 
Stahlbau: Kleben statt Schweißen

Innovation: Drei Start-Ups des KIT erfolgreich

Solarspeicher: KIT berät britisches Entwicklungshilfeministerium

Risikoforschung: Interdisziplinär in der Grenzregion

Klima: Gasförderung vermehrt Ethan in der Atmosphäre
 
Experte des Monats
Marc Hiller: Netzintegration

Gründer des Monats
Optonaut: 3-D-Virtual-Reality

Tipps und Termine

Wissenschaftsgeschichte, Flughäfen, Spracherkennung, Batterien
 

 

Stahlbau: Kleben statt Schweißen

NPer Kapillareffekt fließt eine Säure in die mit pH-Indikator (gelb) gefüllte Mikrostruktur mit einer Kanalbreite von etwa 350 Mikrometern, die aus Liquid Glass geformt wurde.(Bild: KIT)
Verbindungen im Stahl- und Leichtmetallbau, zum Beispiel bei Brücken oder Hochbauten, werden in der Regel durch Schweißen oder Schrauben hergestellt. Bei Schraubverbindungen wird der Bauteilquerschnitt durch Bohrungen geschwächt; beim Schweißen kann sich der Wärmeeintrag negativ auf die Beanspruchbarkeit auswirken. Eine am KIT entwickelte innovative Klebtechnik könnte diese Nachteile vermeiden.

Im Automobil- und Luftfahrzeugbau ist das Kleben schon seit vielen Jahren eines der wichtigsten Fügeverfahren. Aufgrund der hohen Bauteilbeanspruchungen, der großen Dimensionen sowie den wesentlich raueren Fertigungsrandbedingungen wird die Klebtechnik im Stahlbau bislang nicht eingesetzt. An der Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine am KIT wurde nun eine hybride Klebverbindung für Steck- und Überlappverbindungen entwickelt. Durch Kombination von anorganischen mit organischen Klebschichten erschließt die neuartige Klebung neue Dimensionen in der Fügetechnik im Stahl- und Leichtmetallbau, da sie wesentlich kostengünstiger und tragfähiger sowie einfacher auszuführen ist als herkömmliche Klebverbindungen. Die Forscher des KIT haben nun die hohe Tragfähigkeit der innovativen Verbindungstechnik in umfangreichen Voruntersuchungen belegt. Derzeit sind sie auf der Suche nach passenden Kooperationspartnern zur Anwendung und Weiterentwicklung des neuen Fügeverfahrens.

Mehr Informationen:
stahl.vaka.kit.edu/821.php

kit-technology.de/de/technologieangebote/details/591
 
Bildunterschrift: Die Mikroskop-Aufnahme zeigt den Schnitt durch ein Stahlbauteil (rechts), auf dessen Oberfläche mit einem organischen Klebstoff ein Granulat angebunden wurde. Zwei so vorbereitete Bauteile werden mit einem anorganischen Klebstoff fest verbunden. (Bild: KIT)


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Innovation: Drei Start-ups des KIT erfolgreich

Im landesweiten Wettbewerb „Elevator Pitch BW 2015/2016“ haben Start-ups aus dem KIT die ersten drei Plätze belegt. Die jungen Unternehmer von GoSilico, Rüdenauer 3D Technology und otego setzten sich beim Finale in Stuttgart gegen 14 Mitbewerber durch. Jeweils drei Minuten Zeit hatten die Finalisten, um Jury und Publikum von ihrer Unternehmensidee zu überzeugen – ähnlich einer kurzen Präsentation in einem Aufzug.

„Der dreifache Erfolg im Elevator Pitch BW zeigt die Forschungsstärke und das hervorragende Innovationsklima des KIT“, sagt der Vizepräsident des KIT für Innovation und Internationales Thomas Hirth. Alle drei Start-ups wurden vom Innovationsmanagement des KIT betreut, erhielten Fördermittel aus Programmen wie EXIST oder „Junge Innovatoren“ und nahmen am KIT Accelerator-Programm upCAT teil. GoSilico hat eine Simulations-Software entwickelt, welche die Prozessentwicklung für Biopharmazeutika beschleunigt. Dank der Software lässt sich mit nur wenigen Experimenten ein Computermodell erstellen, das in Sekunden liefert, was im Labor Tage dauert. Rüdenauer 3D Technology hat eine Software entwickelt, mit der produzierende Unternehmen ihre Produkte in jeder Lebensphase interaktiv erleben können, und zwar standort- und teamübergreifend. Virtual-Reality-Brillen und Datenhandschuhe vermitteln dabei ein realistisches Erlebnis. otego entwickelt neuartige thermoelektrische Generatoren zur autarken Energieversorgung etwa von Sensoren. Mit ihnen lässt sich Energie aus kleinsten Wärmequellen in Strom umwandeln.

Pressemeldung der Veranstalter:
baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/gosilico-aus-karlsruhe-gewinnt-elevator-pitch-bw-finale/

Mehr Informationen zu den Start-ups:
gosilico.com
xc-holodeck.com
otego.de


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Solarspeicher: KIT berät britisches Entwicklungshilfeministerium

Petroleumlampen und Kerzen dienen in vielen Entwicklungsländern als Lichtquelle und einfache Holzöfen als Kochstelle. Doch dies führt zu gesundheitsschädlichen Feinstaubemissionen oder geht mit umweltschädlichen, nicht-nachhaltigen Rodungen einher. Die Nutzung und Speicherung von Solarstrom könnte dagegen die starke Abhängigkeit von fossilen und biogenen Brennstoffen reduzieren. Die Chancen und Hemmnisse von Lithium-Ionen-Akkus zu diesem Zweck haben Forscher des KIT im Rahmen eines Forschungsberichts für das britische Entwicklungshilfeministerium, das Department for International Development (DfID), aufgezeigt.

Seit einigen Jahren kommen zum Beispiel in Afrika und Indien im niedrigen Leistungsbereich vermehrt Photovoltaik-Inselanlagen in Kombination mit Batteriespeichern zum Einsatz. Diese werden für den Betrieb von LED-Lampen und kleineren elektronischen Geräten wie Handy, Laptop oder LED-TV eingesetzt. Bislang sind insbesondere die hohen Speicherkosten ein Grund dafür, warum nicht Verbrauchsgeräte mit höheren Leistungen an solchen Inselanlagen ökonomisch betrieben werden können, auch wenn der Strom an sich kostengünstig zur Verfügung steht. Die Untersuchungen am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT und am Helmholtz-Institut Ulm des KIT zeigen jedoch, dass sich die Speicherkosten in der Zukunft deutlich reduzieren könnten. Zudem braucht es geeignete Batteriesysteme für heiße Umgebungstemperaturen, die es erlauben viel elektrische Leistung zu entnehmen, um Photovoltaik-Inselanlagen und Mikronetze mit Energiespeichern in Entwicklungsländern künftig auch für den Betrieb von Geräten wie Kochherde zu nutzen.

Mehr Informationen:
itas.kit.edu/2016_020.php


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Risikoforschung: Interdisziplinär in der Grenzregion

Umweltprobleme, Klimawandel, Kriege oder Migration: Risiken machen in der globalisierten Welt vor Landesgrenzen nicht halt. Forscher am KIT gehen daher innerhalb der nun gegründeten Graduiertenakademie SERIOR (SEcurity-RIsk-ORientation) der Frage nach, ob Menschen in Grenzregionen Risiken unterschiedlich wahrnehmen und auch verschieden damit umgehen. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 3,8 Millionen Euro und wird von der EU gefördert.

Im interdisziplinären Austausch zwischen Sozialwissenschaften (Security), Naturwissenschaften (Risk) und Geisteswissenschaften (Orientation) wird SERIOR ein interkulturelles, fachübergreifendes und praxisnahes Ausbildungsprogramm für Nachwuchswissenschaftler anbieten, um deren Risikokompetenz zu erhöhen. Die Forschungsgruppe Risikomanagement des Instituts für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP) des KIT erforscht im Rahmen von SERIOR systemisch relevante Verhaltensrisiken, die etwa beim Schutz kritischer Infrastrukturen oder auf Märkten mit Netzwerkeffekten von Bedeutung sind. Neben spieltheoretischen Modellierungen kommen hier vor allem ökonomische Laborexperimente zum Einsatz. SERIOR, an dem rund 50 Wissenschaftler beteiligt sind, wird mit Mitteln aus dem Programm INTERREG V Oberrhein der EU gefördert. Weitere Partner sind die Universitäten Koblenz-Landau, Freiburg, Straßburg, Basel, Haute Alsace sowie die Hochschule ENGEES in Straßburg.
 
Mehr Informationen:
iip.kit.edu/3087_3100.php

iip.kit.edu/178.php


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Klima: Gasförderung vermehrt Ethan in der Atmosphäre

In der Atmosphäre tragen Kohlenwasserstoffe wie Ethan zur Entstehung von Ozon und Aerosolen sowie den damit verbundenen Klimafolgen bei. Wie sich die weltweite Ethan-Konzentration in den letzten 20 Jahren entwickelt hat, stellt ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des KIT nun in der Fachzeitschrift nature geoscience vor. Während sich die Menge an Ethan in der nördlichen Atmosphäre seit den 1970er Jahren zwischenzeitlich halbiert hatte, steigt sie seit Mitte 2009 wieder um etwa 4 Prozent pro Jahr an. Die globale Konzentrations-Verteilung legt nahe, dass die Öl- und Gas-Förderung in den USA eine große Quelle von Ethan und weiteren Kohlenwasserstoffen ist.

„Mit unserem Weltkalibrierzentrum für flüchtige organische Verbindungen tragen wir wesentlich dazu bei, dass die weltweit über die Atmosphäre erhobenen Daten vergleichbar sind“, erklärt Rainer Steinbrecher vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT. „Damit werden aussagekräftige Trendanalysen und Studien wie die Aktuelle erst möglich.“ Die Datenqualität im weltweiten Beobachtungsnetzwerk der Atmosphäre erlaubt zum ersten Mal, den Einfluss der in den letzten Jahren stark gestiegenen Gasexploration in Nordamerika auf die Schadstoffverteilung in der Atmosphäre zu zeigen. Insbesondere in der Nähe der Erdgasfelder ist die Zunahme erheblich.

Die Studie beim nature-Verlag:
nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo2721.html

Informationen zum Weltkalibierzentrum:
imk-ifu.kit.edu/wcc-voc


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Experte des Monats
Netzintegration: „Die Energieausbeute von Windkraft- und Solaranlagen ist größer, wenn man geschickt Leistungselektronik einsetzt“, betont Marc Hiller vom Elektrotechnischen Institut des KIT. Überall wo elektrische Energie zwischen Gleichstrom und Wechselstrom oder zwischen verschiedenen Frequenzen umgewandelt wird, kommt Leistungselektronik zum Einsatz. Mit der steigenden Zahl dezentraler Stromproduzenten wird das Zusammenspiel von solchen Bauteilen immer wichtiger, um die Zuverlässigkeit der Stromversorgung zu gewährleisten. Neue Halbleiter-Werkstoffe wie Siliziumcarbid erlauben innovative Eigenschaften und neue Schaltungstopologien. Mehr Informationen: pkm.kit.edu/kit_experten_hiller.php


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Gründer des Monats
3-D-Virtual-Reality: Besondere Aufnahmen von besonderen Orten einfach teilen: Virtual-Reality-3-D-Fotos sind eine neue Möglichkeit, um Tiefe, Dimension und Kontext in ein Foto mit einfließen zu lassen. Mit der Smartphone-App Optonaut, die Student Emanuel Jöbstl vom KIT und sein Mitgründer Johannes Schickling entwickelten, gibt es nun einen einfachen Weg, selbst Virtual-Reality-Fotos zu erstellen und zu teilen. Damit ist Optonaut das Instagram für die Virtual Reality. Zur Aufnahme braucht man nur ein Smartphone, das man zum Betrachten mittels einfacher Systeme wie Google Cardboard in eine Virtual-Reality-Brille verwandelt. Mehr Informationen: optonaut.co


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Tipps und Termine
Symposium: Der Wiener Kreis – Aktualität in Wissenschaft und Kunst
1. und 2. Juli 2016, ZKM, Karlsruhe
Themen: Philosophie, Wissenschaftsgeschichte, Kunst
zkm.de/event/2016/07/der-wiener-kreis-aktualitat-in-wissenschaft-und-kunst

Verkehrswissenschaftliches Kolloquium
Vortrag: „Kapazitative Entwicklung von Fluggastanlagen“
5. Juli 2016, 16:00 Uhr, KIT-Campus Süd
Lars Schwickert, Fraport AG
ifv.kit.edu
 
interACT 25

14. bis 16. Juli 2016, Baden-Baden
Themen: Spracherkennung, Automatisierte Übersetzung, Mensch-Maschine-Interaction
interact25.org

Symposium Magnesium Batteries
21. und 22. Juli, Ulm
Themen: Batteriechemie, Sicherheit, Effizienz
mg-bat.de


Weitere Termine finden Sie im
KIT-Veranstaltungskalender


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Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindet seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation zu einer Mission. Mit rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 25 000 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. 

KIT – Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft

 
 
Kontakt:


Monika Landgraf
Pressesprecherin

Kosta Schinarakis
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Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
Tel.: +49 721 608-41956
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail: schinarakis@kit.edu

 
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