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Almut Arneth: CO2-Emissionen steigen weiter

Almut Arneth: CO2-Emissionen steigen weiter
Datum: 06.12.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

weltweit steigt weiterhin der Energiebedarf – und macht damit die bisherigen Bemühungen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, zunichte. Zu diesem Ergebnis kommen internationale Forscherinnen und Forscher im gerade veröffentlichten Global Carbon Budget 2018. Dieser Bericht liefert eine erste Schätzung des Anstiegs der weltweiten CO2-Emissionen für dieses Jahr.


Demnach könnte sich der Kohlenstoffdioxidausstoß 2018 weltweit um mehr als zwei Prozent erhöhen. Auch 2017 stiegen die Emissionen bereits um 1,6 Prozent. Zuvor hatte sich der Anstieg zwischen 2014 und 2016 aufgrund eines reduzierten Verbrauchs von Kohle in China und den USA verlangsamt. „Die erneute Zunahme lässt sich zum einen auf den höheren Energieverbrauch, die verbesserte Wirtschaftslage und auf die weitergehende Abholzung von Wäldern zurückführen. Zum anderen spielen aber auch die Wetterbedingungen eine Rolle, die etwa in sehr heißen Monaten einen höheren Energiebedarf für die Kühlung erfordern“, sagt Almut Arneth vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT und eine der Autorinnen des Berichts. Auch der Ölbedarf steige gerade in den USA und in Europa durch den zunehmenden Auto-, LKW- und Flugzeugverkehr stark an.


„Kohlenstoffarme Technologien wie Solar- und Windkraftanlagen oder Elektrofahrzeuge reichen noch nicht aus, um die globalen CO2-Emissionen zu senken“, sagt die Klimaforscherin. „Das muss sich ändern und zwar rasch. Der notwendige Ausbau kohlenstoffarmer Technologien kann nur mit starker politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unterstützung gelingen.“ Anders ließen sich die Ziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen nicht mehr erreichen.


Die zehn Länder mit dem höchsten CO2-Ausstoß im Jahr 2018 sind voraussichtlich China, USA, Indien, Russland, Japan, Deutschland, Iran, Saudi-Arabien, Südkorea und Kanada. Die EU als gesamte Region steht an dritter Stelle.


Klimawandel und Anpassungsstrategien stehen aktuell im Fokus des Weltklimagipfels (Conference of the Parties, COP24), der noch bis zum 14. Dezember 2018 im polnischen Katowice stattfindet.


Das Global Carbon Project ist ein internationales Forschungsprojekt der Future Earth Forschungsinitiative zur globalen Nachhaltigkeit. Ziel ist es, ein vollständiges Bild des globalen Kohlenstoffkreislaufs zu entwickeln. Der Global Carbon Budget 2018 ist die 13. Ausgabe des jährlichen Updates und basiert auf Beiträgen in den Zeitschriften Nature, Environmental Research Letters und Earth System Science Data.


Links zu den weiteren Ergebnissen:

https://doi.org/10.5194/essd-10-2141-2018
https://www.nature.com/articles/d41586-018-07585-6
http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/aaf303/meta  
http://www.globalcarbonproject.org/carbonbudget/
http://www.globalcarbonatlas.org/en/content/welcome-carbon-atlas


Für weitere Informationen stellt der Presseservice des KIT gerne den Kontakt zu der Expertin her.

Bitte wenden Sie sich an Sandra Wiebe, Tel.: 0721 608-21172, sandra.wiebe@kit.edu, oder an das Sekretariat der Abteilung Gesamtkommunikation, Tel.: 0721 608-21105, E-Mail an presse@kit.edu.

Im Portal „KIT-Expertinnen und -Experten“ finden Sie weitere Ansprechpartner zu Highlights der Forschung am KIT und tagesaktuellen Themen: www.sek.kit.edu/kit_experten.php.

Freundliche Grüße

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Strategische Entwicklung und Kommunikation (SEK)


Monika Landgraf
Leiterin Gesamtkommunikation
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