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IT-Sicherheit: Drahtlose Sensornetze - Prof. Martina Zitterbart

IT-Sicherheit: Drahtlose Sensornetze - Prof. Martina Zitterbart
   

Durch das Internet der Dinge sind immer mehr Alltagsgeräte miteinander vernetzt und tauschen Daten aus. Die Leiterin des Instituts für Telematik erforscht, wie die drahtlose Kommunikation so gestaltet werden kann, dass die Privatsphäre der Benutzer gewahrt bleibt und ihre Daten bestmöglich vor Angriffen geschützt sind.

Drahtlose Sensoren und Sicherheit

Portrait Prof. Martina Zitterbart
Prof. Martina Zitterbart, TM

Haushaltsgeräte reden miteinander, die Heizung lässt sich vom Smartphone aus steuern, und der smarte Stromzähler übermittelt dem Energieanbieter den Verbrauch. „Die physische Welt und die digitale Welt wachsen zusammen, das Internet der Dinge macht unsere Umgebung smarter und bietet ungeahnte Möglichkeiten“, sagt die Informatikerin. Schlaue Geräte, die sich aufeinander abstimmen, intelligente Häuser, die Beleuchtung und Heizung regeln, und Städte, in denen die Ampeln auf den Verkehrsfluss reagieren, machen den Alltag komfortabler und tragen dazu bei Ressourcen zu sparen. Für die intelligente Steuerung sind unter anderem drahtlos vernetzte Sensoren im Einsatz, die vermehrt sogar in der Kleidung stecken oder am Körper getragen werden, etwa um den Herzschlag des Trägers zu messen. Gesendet werden die Daten typischerweise über das Internet an einen zentralen Datenspeicher. Auf diese Weise lassen sich auch Profile einzelner Benutzer erfassen. „Das Internet weiß möglicherweise mehr über mich, als ich selbst“, so die Wissenschaftlerin. Sie sucht mit ihrer Forschungsgruppe nach Lösungen, bei denen Sensoren wertvolle Informationen liefern können, ohne dass Rückschlüsse auf einzelne Nutzer und ihre Lebensgewohnheiten gezogen werden können. Die Sensoren kooperieren bei der Weitergabe der Daten so, dass jeder nur einen Teil der Daten sieht. Beispielsweise könnten die Stromverbrauchsdaten mehrerer Haushalte in einem Hochhaus so weitergegeben werden, dass der Anbieter benötigte Verbrauchsdaten erfährt, nicht jedoch, wer wann die Kaffee- oder Waschmaschine anstellt. Auch beim Smart Traffic, der intelligenten Steuerung von Verkehrsflüssen, ließe sich vermeiden, dass einer Zentrale preisgegeben wird, wo sich ein konkreter Verkehrsteilnehmer zu einer bestimmten Zeit befindet. Ein Autofahrer, der einen staufreien Weg sucht, würde seinen Standort und das Fahrtziel nicht an einen zentralen Datenspeicher senden, stattdessen könnten die Daten zwischen einzelnen Fahrzeugen ausgetauscht werden. „Es geht darum, Information zu verschleiern, um die Rückführung zu erschweren“, erläutert Zitterbart. „Hundertprozentige Sicherheit wird es nicht geben, aber es gibt Möglichkeiten darauf hinzuwirken, dass die Netze sicherer funktionieren und die Privatheit schützen“, so die Expertin, die unter anderem am Kompetenzzentrum für Angewandte Sicherheitstechnologie (KASTEL) am KIT forscht. 

 

afr

 

 

Die Abteilung Presse stellt gerne den Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Martina Zitterbart her.

 

Fotonachweis:
Foto Drahtlossensoren: Institut für Telematik, KIT
Foto Prof. Martina Zitterbart: Markus Breig, KIT