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Schuldenkrise - Prof. Marliese Uhrig-Homburg

Schuldenkrise - Prof. Marliese Uhrig-Homburg
   

Die Inhaberin des Lehrstuhls für Financial Engineering und Derivate des KIT erforscht Kreditrisiken.

Modell zur Bestimmung von Kreditrisiken

Prof. Marliese Uhrig-Homburg, FBV
Prof. Marliese Uhrig-Homburg, FBV

Banken müssen bei der Vergabe von Krediten auf Risiken achten, diese bewerten und steuern. Eines der dringendsten Probleme des Kreditrisikomanagements besteht darin, Abhängigkeiten zwischen Ausfällen angemessen zu berücksichtigen. Solche Ausfallabhängigkeiten können auf verschiedene Weise entstehen: Die Ausfallwahrscheinlichkeiten verschiedener Kreditnehmer können gleichen oder zusammenhängenden Einflüssen unterliegen (gemeinsame Risikofaktoren). Bestimmte Ereignisse, vor allem Ausfälle, können zu einer veränderten Einschätzung von Kreditnehmern führen (Lernen von Ausfällen). Der Ausfall eines Kreditnehmers kann zum Ausfall eines anderen Kreditnehmers führen oder dessen Ausfallwahrscheinlichkeit erhöhen (Ansteckung).
 
„Ein adäquates Modell zur Bestimmung von Kreditrisiken muss Abhängigkeiten von ökonomieweiten Faktoren ebenso erfassen wie Abhängigkeiten zwischen Schuldnern“, erklärt Professorin Marliese Uhrig-Homburg, Inhaberin des Lehrstuhls für Financial Engineering und Derivate am KIT. In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt mit dem Titel „Modellierung und Quantifizierung von Kreditrisiken unter besonderer Berücksichtung von Ausfallabhängigkeiten“ hat eine Gruppe von Forschern um Uhrig-Homburg einen theoretischen Bewertungsrahmen entwickelt und dessen Eignung für die Praxis überprüft.
 
Der Modellrahmen kann Abhängigkeiten in realistischer Größenordnung generieren und lässt sich zugleich für eine große Anzahl von Kreditnehmern konsistent anwenden. Durch eine Top-Down-Konstruktion wird zunächst eine Ausfallintensität auf der Ebene der Gesamtwirtschaft ermittelt und anschließend auf Einzel- oder Portfolieebene heruntergebrochen. Dabei ist es grundsätzlich möglich, dass mehrere Unternehmen gleichzeitig ausfallen. Der Ansatz erlaubt eine flexible Abhängigkeitsstruktur, die gemeinsame Risikofaktoren, Lernen von Ausfällen und direkte Ansteckung über explizite Unternehmensbeziehungen einbeziehen kann.
 
Die Beurteilung des Modells geschah auf zwei Wegen: Erstens untersuchten die Wissenschaftler im Rahmen einer Simulationsstudie, welche Abhängigkeiten der Modellrahmen generell zulässt. Zweitens unterzogen sie das Modell einer empirischen Analyse, um festzustellen, inwieweit es tatsächlich Marktpreise von korrelationssensitiven Kreditderivaten erklären kann.

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Die Abteilung Presse stellt gerne den Kontakt zwischen Journalisten und Frau Prof. Marliese Uhrig-Homburg her.

 

Fotonachweis:
Foto Haus aus Geld: Roland Leine, aboutpixel.de
Foto Prof. Marliese Uhrig-Homburg: Eva Pailer, KIT