english  | Home | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT
Portrait Monika Landgraf
Leiterin Gesamt-kommunikation, Pressesprecherin
Monika Landgraf

Tel: +49 721 608-21150
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail

Margarete Lehné
Stellvertretende Pressesprecherin
Margarete Lehné

Tel: +49 721 608-21157
E-Mail

Informationen zum KIT

Homepage des KIT

Flyer "Daten, Zahlen, Fakten"

Das KIT auf Facebook und Twitter:

 

Grid Computing - Prof. Achim Streit

Grid Computing - Prof. Achim Streit
   

Großforschungsprojekte produzieren punktuell riesige Datenmengen, für die die vorhandene Speicherkapazität oftmals nicht ausreicht. Die KIT-Informatiker erforschen, wie die Datenmengen sicher auf freie Kapazitäten anderer, externer Einrichtungen verteilt werden können.

Grid Computing

Prof. Achim Streit, SCC
Prof. Achim Streit, SCC

Grid Computing bezeichnet eine spezielle Form der gemeinsamen Nutzung weltweit verteilter IT-Ressourcen wie zum Beispiel Rechnerkapazitäten/Rechenleistungen oder Speicherplatz. Darüber hinaus stellen Grids ihren Nutzern aber auch datenaufzeichnende Instrumente, deren Steuerung sowie die erzeugten Daten selbst zur Verfügung: Über eine "Grid Middleware", eine Virtualisierungsschicht für gemeinsames Arbeiten.

„Damit wird eine virtuelle Arbeitsumgebung auf Grid Infrastruktur aufgebaut, die es Wissenschaftlern ermöglicht, entfernte Ressourcen und Systeme in kollaborativer Art und Weise einfach und sicher zu nutzen“, erläutert Professor Achim Streit, Direktor des Steinbuch Centre for Computing (SCC), des wissenschaftlichen Rechenzentrums am KIT. „So werden beispielsweise die Daten des LHC-Teilchenbeschleunigers am CERN mit Techniken des Grid Computing verarbeitet und derart verteilt, dass Physiker aus aller Welt mit ihnen arbeiten können.“ Mit dem Grid Computing Centre GridKa betreibt das SCC eines von elf großen Tier-1 Zentren weltweit, in denen jeweils über zehn PetaByte an LHC-Daten gespeichert sind und mehr als 10.000 Prozessorkernen den Wissenschaftlern zur Daten-Analyse und -Verarbeitung zur Verfügung stehen.

Die Nutzung und Bereitstellung von Grid-Infrastrukturen basiert auf zwei Grundprinzipien – der Authentifizierung über digitale Zertifikate ("wer bin ich") sowie der Autorisierung durch Mitgliedschaft in einer als Virtuelle Organisation bezeichneten Institution ("was darf ich"). Die Authentifizierung über digitale Zertifikate dient sowohl der eindeutigen Identifizierung der Person, die einen Auftrag an die Grid-Infrastruktur vergibt, als auch der Identifizierung derjenigen Ressourcen beziehungsweise deren Betreiber, auf denen der Auftrag ausgeführt wird. Tatsächlichen Zugriff auf Ressourcen oder Services erhält der Benutzer jedoch erst durch die Mitgliedschaft in einer oder mehreren Virtuellen Organisationen. Aus Anbietersicht wiederum steuert der Provider durch seine Mitgliedschaft in Virtuellen Organisationen, welcher Nutzergruppe er seine Ressourcen zur Verfügung stellt.

Das KIT ist im Rahmen der Helmholtz-Gemeinschaft sowie in mehreren nationalen und europäischen Drittmittelprojekten an der Entwicklung, dem Betrieb und dem Support nationaler und internationaler Grid Infrastrukturen beteiligt. Es stellt mit GridKa als Großgerät für die Forschung für mehrere Dutzend Virtuelle Organisationen einen der größten Grid-Ressourcen-Anbieter für Rechenleistung und Datenspeicher in Europa dar.

Zudem betreibt das KIT eine Zertifizierungsstelle für personen- und servicebezogene Grid-Zertifikate: Es liefert mit dem Global Grid User Support, GGUS, eine Kollaborationsplattform zur Unterstützung weltweiter Grid-Nutzer und Ressourcen-Anbieter, in die über 1.500 Support-Mitarbeiter in ganz Europa eingebunden sind. Das KIT leistet damit Beiträge zur nachhaltigen Sicherung der Grid-Infrastrukturen. Lehrveranstaltungen für Nutzer und Administratoren, wie etwa die regelmäßige Sommerschule "GridKa School" tragen außerdem zur Ausbildung und Ausweitung der Nutzung des Grid bei.

 

Die Abteilung Presse stellt gerne den Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Achim Streit her.

 

Fotohinweis:
Foto Server: KIT
Foto Prof. Achim Streit: Markus Breig, KIT