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Open Access - Frank Scholze

Open Access - Frank Scholze
   

Die Ergebnisse öffentlich geförderter Forschung sollen weltweit ohne Einschränkung zugänglich sein – dies ist der Grundgedanke von Open Access. Der Direktor der KIT-Bibliothek erläutert das Konzept des freien Zugangs zu wissenschaftlicher Literatur im Internet.

Open Access – offener Zugang zu wissenschaftlicher Literatur

Portrait Frank Scholze
Frank Scholze, KIT-Bibliothek

 

Wie lässt sich die Kommunikation in der Wissenschaft nachhaltig gestalten? „Der Weg führt über Open Access“, erklärt der Direktor der KIT-Bibliothek, Frank Scholze. Bei Open Access handelt es sich um ein Publikationsmodell, das den freien Zugang zu wissenschaftlichen Texten und anderen Materialien im Internet ermöglicht. Die unter Open-Access-Bedingungen publizierte Literatur lässt sich weltweit entgeltfrei lesen, speichern, drucken und verlinken. „Unter den etablierten Wisssenschaftsjournalen ist seit einigen Jahren ein Trend zur Monopolisierung zu beobachten. Die Verlage verlangen immer höhere Preise für Subskriptionen und müssen daher aufwendige Vorkehrungen treffen, um die Inhalte vor nicht autorisierten Zugriffen zu schützen“, berichtet Scholze. Ziel von Open Access ist, diese Barrieren zu beseitigen und die Kommunikation wieder zu öffnen, damit Forschende mit ihren Ergebnissen eine möglichst große Leserschaft erreichen und die Nutzung durch andere Wissenschaftler möglich wird. Nicht nur das traditionelle Lesen, sondern auch moderne Verfahren der Textanalyse und des Textmining sind nur dann nutzbringend einsetzbar, wenn ein möglichst großer Schatz an publiziertem Wissen für die internationale Forschergemeinschaft offen zur Verfügung steht, wie Scholze erklärt. „Publizieren steht in seiner Wortbedeutung schon für öffentlich machen, vor ein breites Publikum bringen. Dies wird von einigen Verlagen erfolgreich konterkariert.“

 

Um eine Öffnung zu erreichen, haben sich inzwischen zwei Strategien etabliert: Der „Grüne Weg“ des Open Access besteht in der Speicherung bereits begutachteter und publizierter Fachartikel auf institutionellen oder fachlichen Servern von Hochschulen oder Forschungsorganisationen. Als „Goldener Weg“ wird die Veröffentlichung in Open-Access-Verlagen oder -Zeitschriften bezeichnet. „Dabei steht die Finanzierung nicht wie bei den etablierten Journalen am Ende der Publikationskette, sondern am Beginn“, erläutert Frank Scholze. „Die Kosten sind so transparenter.“

 

Bei wissenschaftlichen Zeitschriften ist es üblich, eingereichte Arbeiten von unabhängigen Experten des gleichen Fachgebiets begutachten zu lassen und diesen „Peer Review“ heranzuziehen, um über die Veröffentlichung zu entscheiden. Eine solche Qualitätskontrolle hängt nicht vom Publikationsmodell ab – auch Open-Access-Zeitschriften nutzen das Peer-Review-Verfahren. Wie hoch der Qualitätsstandard ist, bestimmt der Herausgeber. Allerdings werden Open-Access-Veröffentlichungen häufiger gelesen und zitiert als Publikationen mit Zugangsbeschränkungen und erreichen dadurch einen hohen Grad an allgemeiner Verfügbarkeit. Wie der Direktor der KIT-Bibliothek erklärt, ist das KIT bestrebt, die Ergebnisse der eigenen Forschung vollständig nachzuweisen und nach Open-Access-Prinzipien im Internet anzubieten, und ermutigt daher seine Forschenden, Open Access zu nutzen. Die Umsetzung von Open Access erfolgt auf den KIT-eigenen Dokumentenservern EVA STAR und KAROLA, im Verlag KIT Scientific Publishing und in referierten Open-Access-Zeitschriften.

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Der Presseservice des KIT stellt gern Kontakt zwischen Journalisten und Frank Scholze her.

 

Fotonachweis:
Grafik Open Access: Ismenia Keck, KIT Scientific Publishing
Foto Frank Scholze: Jana Mayer, KIT