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Prof. Frank Schilling - Geologische CO2-Speicherung

Prof. Frank Schilling - Geologische CO2-Speicherung
Autor:

Prof. Frank Schilling

Quelle:

KIT-Zentrum Energie

Energie, Klima und Umwelt, Geowissenschaften

Geologische CO2-Speicherung

Die geologische CO2-Speicherung ist einer der Forschungsschwerpunkte des KIT-Wissenschaftlers. Er ist gleichzeitig Leiter des Landesforschungszentrums für Geothermie.

Geologische CO2-Speicherung: Sicher unter die Erde

Prof. Frank Schilling, AGW
Prof. Frank Schilling, AGW

Das Treibhausgas Kohlendioxid bei der Stromerzeugung abtrennen und unterirdisch speichern – auf dem Weg zu einem nachhaltigen Energiesystem kann CCS (Carbon Dioxide Capture and Storage) als wichtige Brücke dienen. „Die geologische CO2-Speicherung gibt uns Zeit, unsere Versorgung auf neue Energieformen umzustellen“, erklärt Professor Frank Schilling vom Institut für Angewandte Geowissenschaften (AGW) des KIT. „Es geht darum, das CO2 unmittelbar da, wo es entsteht, an den großen Punktquellen wie Kraftwerken, Stahl- oder Zementwerken, abzutrennen und in den Untergrund zu verpressen, um es dauerhaft von der Atmosphäre zu isolieren.“ Die geologische CO2-Speicherung ist einer der Forschungsschwerpunkte von Frank Schilling, der die Abteilung Technische Petrophysik des AGW leitet und auch als Leiter des Landesforschungszentrums für Geothermie fungiert. Schilling befasst sich mit der gesamten Kette der CO2-Speicherung vom Aufsuchen geeigneter Speicherstätten über Methoden der Injektion bis hin zu Fragen der öffentlichen Akzeptanz. Vor allem widmet er sich Untersuchungen zur langfristigen Sicherheit. Denn das Kohlendioxid soll Tausende von Jahren im Boden bleiben und dabei keine Gefährdung für Mensch und Umwelt darstellen.

Die größten Potenziale für die CO2 -Speicherung bietet der Porenraum von Sandsteinen in mehreren hundert Metern Tiefe, welcher mit Salzwasser gefüllt ist. Um Umweltschäden auszuschließen, gilt es zu verhindern, dass das Kohlendioxid aus dem Speicher austritt oder Salzwasser in Trinkwasserleiter verdrängt. „Die Gefahr der Salzwasserverdrängung ist während der Injektion am größten“, erklärt Schilling. Überdies ist die Gefährdung durch induzierte Seismizität zu beachten, das heißt, es dürfen keine spürbaren Erdbeben ausgelöst werden. Während der Injektion und danach muss die Speicherstätte daher sorgfältig überwacht werden. Professor Frank Schilling leitete und leitet eine Reihe von Projekten zum Monitoring und Risikomanagement. Unter anderem ist er Sprecher von FOCO2S (Forschungsschwerpunkt CO2-Speicherung) am KIT. Er leitet innerhalb der Initiative COORETEC des Bundeswirtschaftsministeriums die Arbeitsgruppe zur geologischen CO2-Speicherung und ist am Forschungs- und Entwicklungsprogramm GEOTECHNOLOGIEN des Bundesforschungsministeriums und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beteiligt.

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Die Abteilung Presse stellt gerne den Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Frank Schilling her.

 

Fotonachweis:
Grafik CO2-Speicher: Dirk Günther, Welt der Physik
Foto Prof. Frank Schilling: Jana Mayer, KIT