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Architekturkommunikation - Prof. Riklef Rambow

Architekturkommunikation - Prof. Riklef Rambow
   

Der Psychologe beschäftigt sich mit der Bedeutung der Kommunikation für die Architektur und Baukultur. Als Leiter des in seiner Form bundesweit einzigartigen Fachgebiets Architekturkommunikation an der Fakultät für Architektur erforscht er unter anderem in empirisch-psychologischen Untersuchungen wie Fachleute und Laien Architektur wahrnehmen.

Architekturkommunikation

Portrait Prof. Riklef Rambow
Prof. Riklef Rambow, ekut, KIT

„Die Architektur hat als eigenständiges Expertisegebiet eine eigene Fachsprache mit komplexen Bedeutungsebenen“, sagt Rambow. Diese Begrifflichkeit erschwere den Austausch zwischen Architekturfachleuten und -laien ebenso wie die unterschiedliche Betrachtungsweise von Bauwerken. „Architekten nehmen die gebaute Umwelt auf der Grundlage ihres Wissens anders wahr als Laien“, so der Psychologe. Fachleute nutzten den Fundus des Gesehenen und Gelernten, um zu analysieren, historisch zu vergleichen, einzuordnen und zu bewerten, während Laien nach ihrem Geschmack urteilten. Um die Verständigung zwischen Fachleuten und Laien zu verbessern gelte es, in einer breiten Öffentlichkeit Interesse für Architektur zu wecken und bei der Architekturvermittlung fachlich-formale Kriterien zu erklären. „Unsere Strategie ist es, so vielseitig wie möglich nach Ansatzpunkten für einen gesellschaftlichen Diskurs über Baukultur zu suchen, in Institutionen, Verbänden und Medien, aber auch durch Bürgerbeteiligung an Planungsprozessen wie der Entwicklung räumlicher Leitbilder“, so der am Institut Entwerfen, Kunst und Theorie der Architekturfakultät forschende Experte.

„Zeitgenössische Architektur hat viele Potenziale, die nicht immer ausgeschöpft werden, weil sie nicht die Wertschätzung erfährt, die sie verdient“, so Rambow. Architektur sei nicht nur ein wichtiger Teil der kulturellen Entwicklung der Menschheit, sondern biete auch in funktionaler Hinsicht einen Mehrwert. „Ich bin davon überzeugt, dass eine gut gebaute Schule eine bessere Entwicklung von Kindern ermöglicht als eine schlecht gestaltete“, so der Psychologe.

Die Entwicklung von Leitsystemen, die die Orientierung in Gebäuden erleichtern und Untersuchungen darüber, ob Menschen Räume so nutzen wie in der Planung vorgesehen, sind weitere Aufgaben, denen sich der Wissenschaftler widmet. „Die generelle Fragestellung in unterschiedlichen Untersuchungsformaten und vielfältigen Fallstudien gilt der Interaktion von Mensch und Gebäude“, sagt Rambow. Architekturpsychologie beschäftige sich auch mit den Aneignungs- und Nutzungsvorgängen nach dem Bezug von Räumen, dabei werden zum Beispiel Wohnräume für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, etwa in Altenheimen, in den Blick genommen. Mit Arbeitsumwelten und der Frage, welches Maß an Privatheit in Großraumbüros erforderlich ist, befasst sich Rambow als Architekturpsychologe ebenso wie mit der Wirkung von Grün in der Stadt. Die Erkenntnisse fließen idealerweise in künftige Planungen ein. „Akustische Gegebenheiten, zum Beispiel in Kindertagesstätten, bleiben in Planungen bislang oftmals unberücksichtigt, und ein Bewerten und Lernen aus Nutzungsvorgängen findet in der Architektur erst in geringem Maße statt“, so Rambow, der Mitinhaber eines Beratungsbüros für Architektur- und Umweltpsychologie in Berlin ist. 

afr

 

Der Presseservice des KIT stellt gern Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Riklef Rambow her.

 

Fotonachweis:
Foto Architekturschaufenster: Marie Luisa Jünger, ekut, KIT
Foto Prof. Riklef Rambow: privat