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Digitale Dienstleistungen - Prof. Alexander Mädche

Digitale Dienstleistungen - Prof. Alexander Mädche
   

Der Wirtschaftsinformatiker am Institut für Informationswirtschaft und Marketing (IISM) befasst sich mit der Digitalisierung von Dienstleistungen und stellt unter anderem die Nutzerzentrierung in den Fokus seiner interdisziplinären und eng mit der Praxis verknüpften Forschung. (Foto: shutterstock)

Digitale Dienstleistungen

Porträt Prof. Alexander Mädche (Foto: KIT)
Prof. Alexander Mädche, IISM

Banken bieten ihre Dienste online an, Parkplätze und Theaterkarten lassen sich per Smartphone buchen, die Steuererklärung wird am PC abgegeben und die smarte Heizungsanlage digital gesteuert. Immer mehr Serviceangebote von Unternehmen, Behörden und Institutionen werden durch Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) unterstützt. „Uns geht es darum, an der Schnittstelle zwischen Informatik und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften innovative digitale Dienstleistungssysteme zu gestalten“, sagt der Leiter der Forschungsgruppe Information Systems & Service Design, welche am Institut für Informationswirtschaft und Marketing (IISM) und am Karlsruher Service Research Institut (KSRI) verortet ist. Im Zuge der digitalen Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft ergänzen Dienstleistungen immer häufiger klassische Produkte, und es entstehen neue Geschäftsmodelle, die ausschließlich auf softwarebasierten Dienstleistungen beruhen. „Gemeinsam mit unseren Partnern unter anderem aus der Finanz-, Automobil- und Energiebranche sowie mit Softwareherstellern erarbeiten wir intelligente interaktive Lösungen, dabei verstehen wir uns nicht nur als technische Entwickler, sondern untersuchen und konzipieren gesamte Dienstleistungssysteme“, betont Mädche. Die Gestaltung der IKT, das Verhalten der Anwender und ökonomische Aspekte stehen gleichermaßen im Interesse der Forschung. Im Blick sind ebenso die Bedienungsfreundlichkeit für die Nutzer und wie die Gestaltung von Geschäftsprozessen in den anbietenden Unternehmen, die sich vor neue Aufgaben gestellt sehen. Informatiker, Wirtschaftswissenschafter und Psychologen arbeiten zusammen, zum Beispiel um Mensch-Maschine-Schnittstellen für die Industrie 4.0 zu optimieren. „Die Bedürfnisse und das Verhalten der Nutzer werden unter Verwendung verschiedenster Forschungsmethoden, unter anderem Fragebögen, Interviews und Realdaten aus dem Labor und dem Feld untersucht. Mit dem DFG-finanzierten Karlsruhe Decision & Design Lab - KD2Lab - steht uns eines der weltweit größten Experimentallabore zur Verfügung“, sagt Mädche.

Der Wissenschaftler gehört zum Leitungsteam der Forschungsallianz ForDigital - „Digitalisierung: Transformation sozio-ökonomischer Prozesse“, einer vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium geförderten Initiative zur Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich an den Standorten Karlsruhe und Mannheim mit der Untersuchung der Mechanismen und Wirkung der rasanten Entwicklung von IKT auf Wirtschaft, Gesellschaft und Individuen sowie der Gestaltung innovativer IKT-Lösungen befassen. Mädche ist im Vorstand des Vereins „Usability in Germany“, dessen Ziel es ist, die Verbesserung der Software-Entwicklung und –Nutzung mittelständischer Unternehmen wissenschaftlich zu fundieren, und er engagiert sich im Beirat der Initiative "Software Made in Germany“ des Bundesverbands IT-Mittelstand (BITMI e.V.).

afr

 

Der Presseservice des KIT stellt gern Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Alexander Mädche her.

Fotonachweis:
Foto Digitale Dienstleistungen: shutterstock
Foto Prof. Alexander Mädche: KIT