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Verbrennungsmotoren - Prof. Thomas Koch

Verbrennungsmotoren - Prof. Thomas Koch
   

Der Verbrennungsmotor der Zukunft soll energieeffizient, sauber und einfach sein. Der Leiter des Instituts für Kolbenmaschinen (IFKM) stellt drei übergeordnete Ziele in den Fokus seiner Forschung: die CO2-Bilanz der Motoren weiter zu verbessern, die sonstigen Emissionen zu eliminieren und das Gesamtsystem Verbrennungsmotor durch Systemvereinfachungen zu optimieren. (Foto: IFKM)

Verbrennungsmotoren der Zukunft

Prof. Thomas Koch, Foto: IFKM
Prof. Thomas Koch, IFKM

Der Verbrennungsmotor werde auch künftig seine wichtige Rolle für Mobilität und Energieversorgung behalten, so der Maschinenbauer. „Auch wenn es Anwendungen geben wird, für die die reine E-Mobilität eine Option ist, gibt es kein Gegeneinander von Elektro- und Verbrennungsmotor, sondern ein Miteinander“, betont Koch. „Der Verbrennungsmotor ist langfristig überall dort gefragt, wo hohe Leistungen oder große Reichweiten benötigt werden, aber auch dort, wo keine elektrische Energie zur Verfügung steht.“

Das einst schlechte Image als Umweltverschmutzer habe der Verbrennungsmotor abgelegt: „Durch den Einsatz von Filtern weisen Abgase von jüngeren Pkw mit Dieselmotoren unter vielen Betriebszuständen weniger Feinstaubmasse auf als die Umgebungsluft“, so der Experte. „Zudem hat sich die Luftqualität in den vergangenen Jahren weiter signifikant und kontinuierlich verbessert.“

Eine der Aufgaben des IKFM ist auch die Aufklärung über den wirklichen Emissions- und Immissionsbeitrag des Verbrennungsmotors. Teile der Gesellschaft seien verunsichert über die Zukunft der Technologie. Diese liege unter anderem in einer Neujustierung des Antriebsmixes, führt Koch weiter aus.

Wichtige Forschungsthemen sind die weitere Erforschung und Optimierung der Vorgänge der Emissionsbildung und Emissionsreduzierung in der Abgasnachbehandlung. „Der Diesel wird sich in den kommenden Jahren wieder durchsetzen, weil er mit einem guten Technologiepaket sehr empfehlenswert ist“, ist Koch überzeugt. Die langfristige Forschungsvision von Professor Koch ist der Verbrennungsmotor als Luftreinigungselement In ausgewählten Fällen funktioniert dies bereits heute, eine weitere Verbesserung ist Gegenstand der aktuellen Forschung.

Weitere Forschungsthemen des Experten sind Möglichkeiten der Abgaswärmenutzung sowie das Entwickeln von Motoren für den Betrieb mit neuartigen, nachhaltigen Kraftstoffen, die aus Pflanzenresten der Land- und Forstwirtschaft, zum Beispiel Stroh, gewonnen werden. Dafür arbeitet das IFKM eng mit dem Pilotprojekt Bioliq des KIT zusammen, in dem Restbiomasse in umweltfreundliche und motorenverträgliche synthetische Kraftstoffe umgewandelt wird. Das IKFM ist als Teil des KIZ-Zentrums für Mobilitätssysteme, das die Forschungsaktivitäten von fast 40 Instituten bündelt, interdisziplinär vernetzt.

Zu den modernsten Messtechniken, die am IFKM zum Einsatz kommen zählen optische Analysemethoden, um Verbrennungsprozesse zu untersuchen und Erkenntnisse zu gewinnen, die mit konventioneller Messtechnik nicht zu erlangen wären. Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Fragestellungen werden am IKFM verknüpft und in Partnerschaft mit führenden Fahrzeug-, Motoren- und Komponentenherstellern vorangetrieben.

afr

 

Der Presseservice des KIT stellt gern Kontakt zwischen Journalisten und Prof. Thomas Koch her.

 

Fotonachweis:
Foto Optische Analysemethoden: IFKM
Foto Prof. Thomas Koch: IFKM